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Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe Oktober 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Berliner Schulgelände sogar heißer als der Alexanderplatz
25.09.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Erstmals belegen Messungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH), welchen extremen Temperaturen Kinder und Jugendliche im Sommer auf grauen, zubetonierten Schulgeländen ausgesetzt sind. Von Ende Juli bis Anfang September hat die DUH an 15 Schulen in Berlin die Lufttemperatur gemessen. Das Ergebnis: An knapp 60 Prozent der Messtage herrschten auf den Schulgeländen in verschiedenen Berliner Bezirken ähnliche oder sogar höhere Temperaturen als auf dem Hitze-Hotspot Alexanderplatz. An extrem heißen Tagen wurde dies besonders deutlich: 11 von 15 Schulen waren zeitweise um bis zu sieben Grad heißer als die am selben Tag vom Deutschen Wetterdienst gemessene Temperatur auf dem Alexanderplatz. Die höchste gemessene Temperatur war 40,1 Grad Celsius auf einem Schulgelände in Spandau.
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Mit unserer ersten Erhebung in Berlin zeigen wir, was deutschlandweit Standard ist: Schülerinnen und Schüler sind auf ihren Schulhöfen im Sommer gefährlichen Temperaturen von mehr als 40 Grad ausgesetzt. Kinder und Jugendliche verbringen regelmäßig 8-Stunden-Tage in der Schule. Für ein gesundes Aufwachsen braucht es mehr als eine triste Betonwüste mit wenigen Bänken und einer Tischtennisplatte. Wir müssen unsere Kinder dringend vor den Auswirkungen der Klimakrise schützen – und dafür brauchen sie Zugang zu grünen Abkühlungsoasen. Wir fordern bundesweite Mindeststandards für grüne, zukunftsfähige Schulgelände. Bund und Länder müssen die Kommunen bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützen.“
In 15 von 16 Bundesländern gibt es weder Vorschriften zur Größe noch zu einem verpflichtenden Anteil von Grün auf Schulgeländen. Naturnahe und klimaangepasste Schulgelände bieten neben Abkühlung für die Schülerinnen und Schüler Potential für die Klimaanpassung umliegender Nachbarschaften, sind Lebensräume für Insekten und Vögel und mindern Lärm und Stress bei Schülerinnen und Schülern sowie dem Schulpersonal. Die DUH fordert die Landesministerien für Bau, Bildung und Umwelt deshalb in einem offenen Brief auf, endlich Verantwortung durch klare Zuständigkeiten, bundesweite verbindliche Regelungen sowie finanzielle Unterstützung für zukunftsfähige Schulgelände zu übernehmen und die Kommunen mit der Umgestaltung nicht allein zu lassen. Zudem bedarf es dringend eines gemeinsamen bundesweiten Programms.
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Die Messungen fanden vom 25. Juli bis 5. September 2025 jeweils zwischen 7 Uhr und 17 Uhr in den Berliner Schulferien statt. Es wurde mit sogenannten Temperaturloggern in einer Strahlenschutzhülle der Technischen Universität Berlin gemessen. Regulär startet die Schule in Berlin zum neuen Schuljahr meistens im August. Die 15 Schulen (davon acht Grundschulen und sieben weiterführende Schulen) sind in den Bezirken Charlottenburg, Friedenau, Friedrichshain, Kladow, Kreuzberg, Lichtenberg, Mitte, Neukölln, Pankow, Spandau, Wedding und Zehlendorf.
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