Rubrik Allgemein

Kreisangehörige Städte in NRW lehnen Hochzonung von Rettungswachen ab

Leistungsfähiger Rettungsdienst muss in der Fläche erhalten werden

15.07.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten 93

Mit der Novellierung des Rettungsgesetzes NRW plant die Landesregierung die Trägerschaft von Rettungswachen von den kreisangehörigen Städten auf die Kreise zu verlagern. Das Präsidium des Städte- und Gemeindebundes NRW lehnte dies in seiner Sitzung am 11. Juli 2025 in Düsseldorf vehement ab.

"Mit einer Übertragung der Trägerschaft von Rettungswachen auf die Kreisebene würde essenzielles rettungsdienstliches Wissen unwiederbringlich verloren gehen. Um einen leistungsfähigen Rettungsdienst in der Fläche erhalten zu können, sind die kreisangehörigen Städte mit eigener rettungsdienstlicher Infrastruktur unabdingbar. Die zukünftigen Herausforderungen im Rettungsdienst können nur dann erfolgreich bewältigt werden, wenn das System auf vielen breiten Schultern im Land verteilt bleibt", erläuterte Christof Sommer, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds im Zuge der Präsidiumssitzung.

Die Erhaltung von etablierten und funktionsfähigen Strukturen hat mit Blick auf eine umfassende Notfallversorgung eine herausragende Bedeutung. Sommer unterstrich, dass sich eine Zentralisierung ausschließlich bei den Kreisen negativ auf die Qualität des Rettungsdienstes auswirke: "Das Vorhaben stellt eine ungerechtfertigte, massive Beschneidung der kommunalen Selbstverwaltung dar. Die mittleren und großen kreisangehörigen Städte verlieren mit der beabsichtigten Änderung erheblichen Spielraum, ihre rettungsdienstlichen Aufgaben effizient zu gestalten."

Das Präsidium forderte die Landesregierung darüber hinaus auf, sich für eine angemessene Refinanzierung von Fehlfahrten ohne Patiententransport einzusetzen. "Ein effektiver und jederzeit verlässlicher Rettungsdienst muss adäquat finanziert sein. Dazu gehört es auch, Leistungen des Rettungsdienstes zu berücksichtigen, die ohne Transport eines Patienten oder einer Patientin stattfinden", führte Sommer aus.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

"Insgesamt ist eine Reform der Notfallversorgung unbedingt notwendig. Denn wir sehen, dass die Einsatzzahlen stetig steigen und vielerorts eine Überforderung des Rettungsdienstes droht. Hier bietet sich durch eine Reform die Möglichkeit, gezielt anzusetzen und die Notfallversorgung durch Differenzierung der Leistungen, beispielsweise durch Nutzung von Akut-Krankentransportwagen, zukunftsfähig aufzustellen", fasste Sommer zusammen.

Raum für neue Wege – Kirche weiterdenken
Raum für neue Wege – Kirche weiterdenken

Kelsterbach – Wie wäre es, wenn Kirchen plötzlich verschwinden? Wie stark sind die Gebäude ins Erscheinungsbild der Städte und Gemeinden integriert? Welche sozi[...]

02.07.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

allgemein
Kongress „Inklusive Areale für Spiel und Bewegung“ setzt Impulse für soziale Teilhabe und moderne Freiraumplanung
Kongress „Inklusive Areale für Spiel und Bewegung“ setzt Impulse für soziale Teilhabe und moderne Freiraumplanung

Wie können öffentliche Räume so gestaltet werden, dass sie allen Menschen gleichermaßen Bewegung, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen? Mit dies[...]

02.07.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

allgemein
Greenpeace-Studie: Vermögensteuer kann Kommunen beim Hitzeschutz stärken

Die aktuelle Hitzewelle unterstreicht die Folgen leerer kommunaler Kassen: Vielen Städten und Gemeinden fehlt das Geld für schattige Schulhöfe, Schwimmbäder, en[...]

29.06.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

allgemein
Vor den Sommerferien: Warum Kommunen das Schulmittagessen jetzt planen sollten
Vor den Sommerferien: Warum Kommunen das Schulmittagessen jetzt planen sollten

Mit dem neuen Schuljahr rückt der Ganztag näher an den Alltag vieler Familien. Die Initiative BioBitte zeigt, welche Fragen Kommunen vor den Sommerferien klären[...]

26.06.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

allgemein
Bezahlbarer Wohnraum im Fokus: NHW baut 152 neue Mietwohnungen im Fuldaer „Waidesgrund“
Bezahlbarer Wohnraum im Fokus: NHW baut 152 neue Mietwohnungen im Fuldaer „Waidesgrund“

Grundsteinlegung mit NHW-Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld

25.06.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

allgemein
Schnieder: App MediSee für medizinische Notfälle verbessert Alltag auf dem Schiff enorm

Das Bundesministerium für Verkehr hat 2024 einen umfassenden Modernisierungsprozess für die Flaggenstaatverwaltung gestartet – mit dem Ziel, wieder mehr Schif[...]

24.06.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

allgemein
NRW-Kommunen schlagen Alarm – Haushaltsdefizite gefährden Handlungsfähigkeit und gesellschaftliches Zusammenleben

Die Finanzkrise der Kommunen bundesweit und insbesondere in Nordrhein-Westfalen hat eine historische und zutiefst bedrohliche Dimension erreicht. Explodierende [...]

24.06.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

allgemein
Klimaneutrale Speicherstadt drei Mal erfolgreich bei DGNB Sustainability Challenge
Klimaneutrale Speicherstadt drei Mal erfolgreich bei DGNB Sustainability Challenge

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat die Sieger ihrer Sustainability Challenge 2026 gekürt. Gleich drei Preise räumte die CO₂-neutrale Sp[...]

23.06.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

allgemein
Wohler fühlen und besser arbeiten – die 3/30/300-Regeln
Wohler fühlen und besser arbeiten – die 3/30/300-Regeln

Wer Arbeitswelten wirklich verbessern will, sollte nicht nur auf Energie- und Mietkosten schauen. Investitionen in Aufenthaltsqualität, Beleuchtung und Arbeitsp[...]

22.06.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

allgemein
Deutsche schätzen ihre Stadt- und Gemeindewappen
Deutsche schätzen ihre Stadt- und Gemeindewappen

Eine Online- und Telefonumfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA mit über 2.000 Befragten zeigt, dass den Deutschen ihre kommunalen Wappen wichtig sind. Al[...]

19.06.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

allgemein

Weitere Artikel in dieser Rubrik