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Thüga-Chef Dr. Constantin H. Alsheimer warnt vor Rückgriff auf Kraftwerksreserve zur Strompreisstabilisierung
Studie belegt: Deutschland droht Marktverwerfung und Kostenfalle durch Kraftwerksreserve
14.07.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Dr. Constantin H. Alsheimer im Gespräch (Fotograf: Bruniecki)
Anlässlich einer heute vorgestellten Studie zu dem von der Bundesregierung geplanten Einsatz der Kraftwerksreserve zur Strompreisstabilisierung, sagt Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Thüga:
„Mit dem Koalitionsvertrag haben sich CDU, CSU und SPD zu einer bezahlbaren und bürgernahen Energiewende in Deutschland bekannt. Viele der vereinbarten Vorhaben, etwa die Senkung von Steuern und Abgaben, sind richtig und wichtig.
Anders verhält es sich bei dem angedachten Rückgriff auf die Kraftwerksreserve zur Strompreisstabilisierung. Ein solcher staatlicher Eingriff in den Markt schafft Unsicherheit. Er schadet Bestandskraftwerken, die sich im Markt behaupten und hemmt den Zubau neuer Kraftwerkskapazitäten. Nach der heute veröffentlichten Studie führt ebendieser Verdrängungseffekt mittelfristig zu deutlichen Strompreisanstiegen von bis zu 9 Prozent. Schwer wiegt auch die Unsicherheit des Markteingriffs für neue Geschäftsmodelle. Diese stellen gerade darauf ab, Preisvolatilitäten über Speicher zu glätten. Statt den Strompreis zu stabilisieren und die Bürger zu entlasten, droht der Rückgriff auf die Kraftwerksreserve zur Marktverwerfung und Kostenfalle zu werden. Hinzu käme der zusätzliche Ausstoß von 2 Millionen Tonnen CO₂.
Schlecht für die Preise, schlecht für neue Geschäftsmodelle, schlecht für das Klima, daher sollte ein Rückgriff auf die Kraftwerksreserve unterlassen werden. Stattdessen braucht es mehr Rechts-, Planungs- und Investitionssicherheit beim Zubau neuer Gaskraftwerke und weniger Detailvorgaben für die Umsetzung der Maßnahmen vor Ort."
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