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Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Aktuelle Studie: Acht von zehn Baustellenverantwortlichen in Deutschland erleben mindestens einmal im Jahr einen Diebstahl
02.05.2024 – Lesezeit ca. 4 Minuten
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Bauverzögerungen, Produktivitätseinbußen und finanzielle
Verluste: Aufgrund der zunehmenden Zahl an Diebstählen auf Baustellen müssen
Unternehmen der Branche immer ausgefeiltere Gegenmaßnahmen entwickeln. Zu diesem
Ergebnis kommt der aktuelle Crime Report 2024 von BauWatch. Der europaweite
Branchenführer in der mobilen Videoüberwachung hat für diese Studie 500
Baustellenverantwortliche befragt. Ein zentrales Ergebnis: Zwei Drittel der Befragten sind der
Überzeugung, dass die Baustellenkriminalität 2023 zugenommen habe.
80 Prozent der Umfrageteilnehmer erklärten zudem, dass es bei ihnen mindestens einmal im
Jahr zu Diebstählen an ihren Einsatzorten komme. Knapp ein Fünftel sagte, dass an ihren
Baustellen mehrfach pro Jahr Diebstähle stattfänden. Darüber hinaus würden die kriminellen
Strategien immer ausgereifter und professioneller. BauWatch rät in diesem Zusammenhang zu
einem mehrstufigen Abschreckungs- und Sicherheitskonzept, um kriminelle Machenschaften zu
verhindern und schwerwiegenden Folgen zu entgehen. Klaus Maskort, Geschäftsführer der
BauWatch Projekt Service GmbH Deutschland, erklärt: „Unser Bericht zeigt, dass das Gefühl
mangelnder Sicherheit einen erheblichen Einfluss auf die Arbeitsmoral und das Wohlbefinden
der Mitarbeiter haben kann. Die persönliche Sicherheit und der Schutz des Eigentums auf
Baustellen sind von entscheidender Bedeutung für die Effizienz und Produktivität.“
Diebstahl verzögert Bauprojekte und ist rufschädigend
Experten schätzen, dass der deutschen Bauindustrie durch Diebstähle ein Schaden von über 80
Millionen Euro entsteht – Tendenz steigend. Im BauWatch Crime Report beschreiben die
Betroffenen die Folgen: Sie gaben beispielsweise an, dass 43 Prozent aller Projekte aufgrund
von Baustellenkriminalität, einschließlich Diebstahl und Vandalismus, in Verzug gerieten. Fast ein
Viertel der Befragten gab dabei einen Verzug im Baufortschritt von bis zu vier Wochen an. In
einem von acht Fällen können Bauprojekte überhaupt nicht fortgesetzt werden. Dies führt zu
Kostensteigerungen und Image-Schäden für die betroffenen Unternehmen.
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Geht es um die Art des Diebesguts, kommt die Erhebung zu dem Ergebnis, dass teure
Maschinen nur 8 Prozent der am häufigsten gestohlenen Güter auf Baustellen ausmachen,
Fahrzeuge (Autos und Lieferwagen) 7 Prozent. Deutlich häufiger werden kleine Werkzeuge
entwendet. In mehr als der Hälfte der Fälle (53 Prozent) betrugen die Kosten für gestohlene
Gegenstände zwischen 585 und 4.650 Euro: Vermeintlich kleine Diebstähle können sich jedoch
schnell summieren, wenn sie wiederholt nicht erkannt werden.
Kupfer und Kabel bei Dieben besonders beliebt
Kupfer ist begehrt und teuer. Daher verwundert es nicht, dass 46 Prozent der Befragten angaben,
dass es die beliebteste gestohlene Ware sei. Die BauWatch-Daten zeigen außerdem, dass Kabel
47 Prozent der Diebstähle ausmachen. Diese Kabel werden oft bei Eisenbahn- und
Telekommunikationsanlagen entwendet. Kupferdiebe haben im vergangenen Jahr rund 450-mal
bei deutschen Eisenbahnen zugeschlagen. Der Schaden belief sich auf insgesamt 7 Millionen
Euro.
Herausforderung mangelnde Sicherheit
Verlässliche Sicherheitsmaßnahmen könnten Diebstähle auf Baustellen deutlich minimieren. Die
BauWatch-Studie deckt jedoch einen enormen Mangel hinsichtlich der Berücksichtigung von
Präventivmaßnahmen auf. Mehr als ein Drittel der befragten Bauexperten gab an, dass Sicherheit
auf ihren Baustellen „niedrige Priorität” habe. Und das, obwohl fast die Hälfte (48 Prozent)
fordert, dass Unternehmen über Sicherheitsmaßnahmen bereits vor Baubeginn nachdenken
sollten. „Es ist wichtig zu erkennen, dass Sicherheit auf der Baustelle eine gemeinsame
Verantwortung ist. Jeder von uns, vom Geschäftsführer über Baustellenverantwortliche bis zum
kleinen Subunternehmer vor Ort, spielt eine entscheidende Rolle bei der Prävention von
Diebstahl und Vandalismus“, kommentiert Klaus Maskort.
Vier Top-Tipps: So lässt sich Baustellenkriminalität eindämmen
Um Kriminellen das Handwerk zu legen und Unternehmen zu unterstützen, schlägt BauWatch
verschiedene Handlungsempfehlungen vor:
Sichtbare Maßnahmen wie Kameratürme und temporäre Zäune sind eine effektive
Abschreckung, denn Gelegenheitsdiebe lassen sich so von spontanen Chancen
abbringen. Eine gute Ausleuchtung kann Diebe ebenfalls abschrecken.
Klare Kommunikation und regelmäßige Schulungen geben Mitarbeitern das Know-how,
das sie benötigen, um Baustellen entsprechend zu sichern. Schulungsunterlagen sollten
digital und ausgedruckt zur Verfügung gestellt werden. Zudem sollten Teams über Best-Practice-Maßnahmen informiert werden, darunter das Entfernen von Schlüsseln von
Maschinen, oder das Verschließen von Toren.
Unternehmen sollten nicht an der falschen Stelle sparen und stattdessen in
leistungsstarke Systeme für die Baustellensicherheit investieren: Sie helfen, sowohl
Material als auch Mitarbeiter zu schützen.
Die Bedrohungslage sollte stets für jedes Projekt individuell bewertet und angepasst
werden. Flexibilität ist gefragt. Unternehmen sollten bei ihren Sicherheitsmaßnahmen
anstehende Feiertage im Blick haben, an denen Standorte angreifbar sind. Ein
Ampelsystem kann hier eine effektive Lösung sein. So zeigt Rot etwa an, dass die
Bedrohungslage hoch ist.
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