Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Veolia beteiligt sich am bundesweiten Projekt zum Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung
RKI und UBA kooperieren bei AMELAG mit Veolia
06.10.2023 – Lesezeit ca. 3 Minuten
26
Der Umweltdienstleister Veolia ist Teil des bundesweiten Projektes mit dem Namen AMELAG. Die Abkürzung steht für Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung. Dieses wegweisende Vorhaben, das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) initiiert wurde, zielt auf die dauerhafte Überwachung der SARS-CoV-2-Viruslast im Abwasser ab.
Das AMELAG-Projekt wird vom Robert Koch-Institut (RKI) und vom Umweltbundesamt (UBA) federführend in Zusammenarbeit mit 16 Bundesländern und mehreren Universitäten durchgeführt und betrachtet Abwasseranalysen aus bis zu 175 Kläranlagen bundesweit. Finanziert wird das Projekt nach BMG-Angaben mit mehr als 30 Millionen Euro in Zusammenarbeit mit dem BMUV.
Abwasserdaten haben sich als äußerst zuverlässige Indikatoren für den Gesundheitszustand der Bevölkerung erwiesen, da sie bereits vor dem Auftreten von Krankheitssymptomen Informationen liefern können. "Wir freuen uns, dass die Abwasserdaten einen stetigen Platz im Pandemie-Radar erhalten, denn sie vermittelnein ziemlich genaues Bild des Infektionsgeschehens im Einzugsgebiet einer Kläranlage und fungieren als Frühwarnsystem für neuartige Viren und die Dynamik einer Pandemie. Wir blicken mit Spannung auf die Analysedaten des Herbste", sagt Dr. Matthias Staub, Experte auf dem Gebiet Abwassermonitoring und Leiter Geschäftsentwicklung im Geschäftsbereich Wasser bei Veolia. Im Rahmen von AMELAG wird Veolia zunächst bis Ende 2024 wöchentlich Abwasserproben von Kläranlagen in Grimma und Döbeln sowie zwei weiteren Standorten nehmen, analysieren und auswerten.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Bereits seit April 2021 nimmt Veolia regelmäßig Abwasserproben aus verschiedenen Kläranlagen im Bundesgebiet und untersucht diese mittels PCR-Analytik von Analytik Jena anschließend im Labor auf SARS-CoV-2 und seine Mutanten.
Im Jahr 2022 nahm Veolia am ESI-CorA-Pilotprojekt des BMG, des BMUV und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Sanitätsdienstes der Bundeswehr des Bundesministeriums für Verteidigung teil. Dabei wurde das Abwasser der Kläranlage in Hof (Bayern) und Rollsdorf (Sachsen-Anhalt) überwacht. Zeitweilig untersuchte Veolia bis zu 13 Standorte in Deutschland regelmäßig.
Veolias Expertise nutzt auch die Industrie. Indem die SARS-CoV-2-Viruslast im Abwasser an mehreren großen Produktionsstandorten überwacht wird, können Industrieunternehmen so einem Stillstand ihrer Produktion entgegenwirken und sich frühzeitig auf mögliche Krankheitsfälle von Beschäftigten einstellen.
Die Beteiligung von Veolia am AMELAG-Projekt unterstreicht das Engagement des Unternehmens für die Förderung von Gesundheit und Umweltschutz durch innovatives Abwassermonitoring. “Die gewonnenen Erkenntnisse tragen dazu bei, frühzeitig gefährliche Krankheiten zu erkennen, Infektionscluster zu vermeiden und die öffentliche Gesundheit vor allem während einer Pandemie zu schützen”, sagt Dr. Matthias Staub.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Sie können diese Ausgabe kaufen oder ein Abonnement abschließen, um diesen Artikel hier sofort und komplett zu lesen. Mit einem Abonnement erhalten Sie zusätzlich jede gedruckte Ausgabe der Kommunalwirtschaft frei Haus.
Unser PDF Abo ist kostenlos! Abonnieren Sie dazu unseren Newsletter, in welchem ein Downloadlink zur jeweils aktuellen Ausgabe zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie schon Abonnent der Kommunalwirtschaft sind, melden Sie sich an, um den Artikel zu lesen.
Wie ein Schwamm: Regenwasser als Teil der Lösung für klimafitte Städte
Dieser Sommer hat es gezeigt, jeder konnte es sehen und spüren: Hitzerekorde und Dürre, dürstende Bäume, welkes Laub, ausgetrocknete Bäche. Städte können aber s[...]
Das Großprojekt zur naturnahen Umgestaltung der Wupper im Wuppertaler Stadtgebiet ist seit dem 8. September offiziell abgeschlossen. Der letzte gut ein Kilomete[...]
Fachwissen für qualitätsgerechte Ausschreibung und Vergabe
Eine dauerhaft leistungsfähige Kanalinfrastruktur beginnt bereits lange vor dem ersten Spatenstich. Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung bilden die Grundla[...]
Forschungsprojekt Blue Transition zeigt Wege zu klimaresilientem Wasser- und Bodenmanagement auf
Wie können Regionen ihre Wasser- und Bodenressourcen besser an die Folgen des Klimawandels anpassen? Nach vier Jahren Forschung zieht das vom LIAG-Institut für [...]
Smarte Stadt – smartes Regenwassermanagement: Mit vernetzten Lösungen für Speicherung, Überwachung und Bewässerung unterstützt das WaterTech-Unternehmen ACO Stä[...]
Baustelle an Nürnbergs Verkehrsknotenpunkt schreitet voran Unterwasser-Einsatz am Plärrer
Abgetaucht mitten in Nürnberg: Auf dem zentralen Verkehrsknotenpunkt Am Plärrer waren am Mittwoch, 9. September 2026, Industrie-Taucher im Einsatz. Ihre Mission[...]
Die Anforderungen an Gemeinden und Kommunen steigen drastisch, denn es soll eine vierte Ausbaustufe an Kläranlagen gebaut werden, die durch Investitions-, Energ[...]
Resiliente Netze – Das Rückgrat unserer Gesellschaft
Das 39. Oldenburger Rohrleitungsforum findet am 4. und 5. Februar 2027 in den Weser-Ems-Hallen Oldenburg statt. Unter dem Leitthema „Resiliente Netze – Das Rück[...]
Starkregenereignisse und zunehmende Flächenversiegelung erhöhen den Handlungsdruck für Städte und Gemeinden im Umgang mit Niederschlagswasser. Eine vorausschaue[...]
Die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) setzen sich weiterhin für die Verknüpfung von Vierter Reinigungsstufe und erweiterte[...]