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Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
NRW setzt auf Abwasser als wichtige Ressource für die Wärmewende
22.10.2024 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Nordrhein-Westfalen will zukünftig verstärkt die Abwasserwärme als nachhaltige und treibhausgasfreie Wärmequelle für den Gebäudesektor nutzen. Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung haben das Umweltministerium NRW, die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) sowie weitere Verbände und Kommunalvertreter heute unterzeichnet. „Mit der im Abwasser enthaltenden Wärme können bis zu 15 Prozent der Gebäude im urbanen Raum in Deutschland wärmetechnisch versorgt werden“, betonte DWA-Präsident Prof. Uli Paetzel bei der Unterzeichnung der Grundsatzvereinbarung. „Die Abwasserwirtschaft ist sehr gerne Partner bei diesem vom Land NRW forcierten Projekt der Wärmewende und wird die Umsetzung der Abwasserwärmenutzung in der Fläche tatkräftig unterstützen“.
Nordrhein-Westfalen strebt bis 2045 die Klimaneutralität an. Die Nutzung erneuerbarer und treibhausgasfreier Wärmequellen ist hierfür ein sehr wichtiger Baustein. Abwasser weist durchgehend eine relativ hohe Temperatur von zehn bis 20 Grad Celsius auf und bietet damit ideale Voraussetzungen für Wärmetauscher und -pumpen. Fachleute schätzen, dass allein in Nordrhein-Westfalen 1,63 GW thermische Leistung aus Kläranlagen und 1,56 GW aus der Kanalisation gewonnen werden können. NRW will bis 2030 mindestens 1 TWh Wärme aus Abwasser gewinnen. Bis 2045 sollen vier TWh Abwasserwärme für die Wärmeversorgung nutzbar gemacht werden.
Um diese Ziele zu erreichen, sollen zeitnah rechtliche und technische Hürden abgebaut werden. Im Fokus stehen die Vereinfachung von Genehmigungsprozessen, die Identifikation von Praxisbeispielen sowie die Förderung der kommunalen Wärmeplanung. Die entwickelten Erkenntnisse und Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht, um Kommunen, Stadtwerke und Planer gezielt bei der Projektumsetzung zu unterstützen.
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Unter den Unterzeichnern sind neben der DWA die NRW-Ministerien für Umwelt und Wirtschaft sowie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Die Initiative ist für weitere Partner offen und wird laufend erweitert.
Um das Potenzial der im Abwasser enthaltenden Wärme umfassend zu nutzen, haben die DWA und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) bereits im August die Informationsbroschüre „Abwasserwärme effizient nutzen – rechtliche und technische Rahmenbedingungen“ veröffentlicht (www.dwa.de). Die Broschüre schildert die verschiedenen technischen Möglichkeiten der Abwasserwärmenutzung und geht detailliert auf die rechtlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten und Hindernisse ein.
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