Rubrik Wasser / Abwasser

IKT sucht kommunale Vorbilder

„Goldener Kanaldeckel 2026“ – Jetzt herausragende Projekte einreichen

20.07.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 212

„Goldener Kanaldeckel 2026“ – Jetzt herausragende Projekte einreichen

Goldener Kanaldeckel 2025: Die Preisträger Frank Großklags, Erik Laurentzen und Christian Baeßler (in Vertretung von Dr. Moritz Heidecker) bei der Preisverleihung im IKT. (Bild: IKT)

Das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur schreibt zum 19. Mal den Preis „Goldener Kanaldeckel“ aus. Ausgezeichnet werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Stadtentwässerungen, Tiefbauämtern und Stadtwerken, die mit einem konkreten Projekt die kommunale Abwasserwirtschaft vorangebracht haben. Bewerbungen und Vorschläge können bis zum 31. August 2026 eingereicht werden.

Die Kanalisation gehört zu den wichtigsten Infrastrukturen einer Stadt – und zugleich zu den am wenigsten sichtbaren. Solange das Abwasser zuverlässig abfließt, bleiben die Technik, die wirtschaftliche Bedeutung und die tägliche Arbeit der kommunalen Fachleute meist im Hintergrund.

Der „Goldene Kanaldeckel“ holt diese Leistungen an die Oberfläche. Seit 2002 würdigt das IKT damit Menschen, die besondere Lösungen für Neubau, Sanierung oder Betrieb entwickelt und entscheidend umgesetzt haben. Der Kanaldeckel steht dabei symbolisch für die sichtbare Schnittstelle zwischen Öffentlichkeit und Kanalisation.

Gesucht: Menschen, die kommunale Praxis voranbringen

Im Mittelpunkt der Auszeichnung steht die persönliche, projektorientierte Leistung. Kandidatinnen und Kandidaten können eine Idee angestoßen, ein Vorhaben koordiniert oder an dessen Umsetzung maßgeblich mitgewirkt haben. Entscheidend ist, dass das Projekt mindestens in einem der Bereiche technische Innovation, Wirtschaftlichkeit und Qualitätsbewusstsein, Umweltschutz oder Bürgerfreundlichkeit besonders überzeugt. Erfolgreiche Bewerbungen haben außerdem Vorbildcharakter: Ihre Ansätze sollen auch anderen Kommunen Impulse für die eigene Arbeit geben können.

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Selbstbewerbung ausdrücklich erwünscht

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Stadtentwässerungen, Tiefbauämtern und Stadtwerken können von jedermann vorgeschlagen werden. Ebenso ausdrücklich erwünscht ist die Bewerbung in eigener Sache. Formvorschriften gibt es nicht. Die Jury entscheidet auf Grundlage der eingereichten Unterlagen. Eine überzeugende Bewerbung beschreibt deshalb Ziele und Umsetzung des Projektes, die erzielten Erfolge, die persönliche Rolle des möglichen Preisträgers sowie Laufzeit und geeignete Belege. In der Regel reichen fünf bis zehn Seiten; Bilder und Grafiken können das Verständnis erleichtern.

Von der Schwammstadt bis zur Druckleitungsinspektion

Die bisher ausgezeichneten Projekte zeigen die große Bandbreite kommunaler Innovation. 2025 würdigte die Jury unter anderem neue Lösungsansätze für innerstädtische Straßenquerschnitte im Zusammenspiel von Trennsystem, Schwammstadt sowie Energie- und Wärmewende, ein strategisches Infrastrukturmanagement und die praxisnahe Bewertung von Inspektionsinstrumenten für Abwasserdruckleitungen.

In den Jahren zuvor reichte das Spektrum von Starkregenvorsorge und Klimaanpassung über digitale Beratung und Echtzeit-Rohrbrucherkennung bis zur bedarfsgerechten Straßenablaufunterhaltung. Die Jury ist für alle Themen offen, sofern die Leistung nachvollziehbar und praxisrelevant ist.

Preisgelder und Preisverleihung

  • 1. Preis: 2.000 Euro
  • 2. Preis: 1.000 Euro
  • 3. Preis: 500 Euro

Die Preisträger werden beim „Tag der Kommunalen Abwasserbetriebe“ am 22. und 23. September 2026 im IKT in Gelsenkirchen bekannt gegeben und ausgezeichnet.

Bewerbung und Informationen
Einsendeschluss: 31. August 2026

Bewerbungen per E-Mail an: goldenerkanaldeckel@ikt.de

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