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Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Klimaanpassungsgesetz: Technische Maßnahmen sind da, Umsetzung erfolgt zu langsam
Zeit zu handeln und zu standardisieren
02.07.2024 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Wir berichteten bereits am 27.06. über das bundesweite Klimaanpassungsgesetz. Am 01.07.2024 ist das KAnG vom BMUV in Kraft getreten. So soll ein verbindlicher Rahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels geschaffen werden. Der VDI zeigt mit technischen Maßnahmen, wie sich Städte zum Beispiel bei Hitze herunterkühlen können. Insgesamt verläuft die Umsetzung von technischen Innovationen zu langsam, obwohl Standardisierung bereits vorliegt.
Das Stadtklima kann sich durch lokale Kaltluft verbessern. Dabei gibt es Ausgleichsströmungen in bebauten Gebieten. Aufgrund des starken Versiegelungsgrads und der baulichen Verdichtung sind Städte von den Auswirkungen des Klimawandels in hohem Maße betroffen. „Es kommt zu einer häufigeren und länger andauernden, überwiegend sommerlichen Überwärmung. Mit entsprechenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Stadtbewohner“, sagt VDI-Experte Matthias Rau. Vor allem eine verminderte nächtliche Abkühlung spielt eine tragende Rolle. “Es ist Zeit zu handeln und zu standardisieren”, ergänzt Rau. „Thermisch induzierte Ausgleichströmungen gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Denn die Sicherstellung der Zufuhr kühlerer Luft in den überhitzen Stadtkörper stellt eine wichtige Maßnahme im Kontext einer nachhaltigen Stadtplanung dar, um dem Klimawandel zu begegnen“, weiß Dr. Valeri Goldberg, ebenfalls VDI-Klimaaexperte.
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Der Verein Deutscher Ingenieure ist einer der größten Regelsetzer und befasst sich unter anderem mit Richtlinien zur Klimaanpassung. Der VDI sagt klar: Die bisherigen Zusagen der Mitgliedsstaaten zum Pariser Klimaabkommen reichen nicht aus, um die globale Erwärmung auf 1,5 °C bzw. 2 °C zu begrenzen. Auch wenn die derzeit von den Vertragsstaaten vorgelegten Selbstverpflichtungen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen eingehalten und umgesetzt würden, würde die globale Lufttemperatur bis Ende des Jahrhunderts auf 2,1 bis 2,8 °C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau steigen. Maßnahmen sind jetzt und schnell umzusetzen. “Nur wenn die Anstrengungen zum Klimaschutz intensiviert werden, sind die Auswirkungen der Erderwärmung begrenz- und beherrschbar. Umso wichtiger sind vorsorgende Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel”, so Catharina Fröhling, Projektkoordinatorin „Herausforderung – Anpassung an den Klimawandel” im VDI.
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