Dieser Artikel ist zur Veröffentlichung in der Ausgabe 2 - März / April 2026 der gedruckten Kommunalwirtschaft vorgesehen.

Rubrik Natur und Umwelt

Früh anfangen, nachhaltig wirken: Energie- und Umweltbildung im Kindergarten

Von Jana Herbertz - Redaktion Kommunalwirtschaft – 26.02.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 6

Früh anfangen, nachhaltig wirken: Energie- und Umweltbildung im Kindergarten

Klimaschutz ist keine Frage des Alters. Er wächst dort, wo Neugier, Staunen und Entdeckerfreude zu Hause sind: im Kindergarten. Wer schon früh versteht, dass Strom nicht einfach „aus der Wand kommt“ und dass unser Handeln Auswirkungen auf die Umwelt hat, entwickelt ein Bewusstsein, das ein Leben lang prägen kann.

Vor diesem Hintergrund haben die Stadtwerke Solingen in diesem Schuljahr ihren etablierten Energieunterricht erstmals auf Solinger Kindergärten ausgeweitet. Damit schaffen sie ein neues, kostenloses Angebot zur frühzeitigen Energie- und Umweltbildung – und setzen ein wichtiges Zeichen für kommunale Verantwortung und nachhaltige Bildungsarbeit.

In der Kita Cheruskerstraße begab sich Mechthild Köhncke von der DUA (Deutsche Umwelt Aktion e.V.) gemeinsam mit neugierigen Nachwuchsforscherinnen und -forschern auf eine spannende Entdeckungsreise: Ein Fön, eine Bohrmaschine, ein Staubsauger oder ein Laptop brauchen Strom – aber woher kommt er eigentlich? Und wie wird er erzeugt?

Statt trockener Theorie erlebten die Kinder anschauliche Experimente und echte Aha-Momente. Von der schnaufenden Dampfmaschine bis zum flitzenden Mini-Solarauto wurde gezeigt, wie Energie entsteht und genutzt wird. Es wurde gekurbelt, gepustet, ausprobiert und gestaunt – spielerisch, altersgerecht und mit allen Sinnen. Genau darin liegt der Schlüssel: Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie selbst entdecken und Zusammenhänge begreifen dürfen.

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Doch der Projekttag ging noch einen Schritt weiter. Behutsam spannte Mechthild Köhncke den Bogen vom eigenen Handeln zu globalen Auswirkungen: Was hat unsere Strom- und Energieerzeugung mit dem Klima zu tun? Und warum betrifft das sogar den Eisbären am Nordpol? Anschaulich erklärte sie, wie sich Energieverbrauch auf die Erderwärmung auswirkt und was das für das schmelzende Eis in der Arktis bedeutet. Plötzlich wurde aus einem abstrakten Thema eine greifbare Geschichte: Wenn bei uns das Licht unnötig brennt, wird es für den Eisbären ganz schön eng.

Entscheidend dabei ist: Frühzeitige Umweltbildung soll keine Angst machen, sondern Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Und genau das geschah. Gemeinsam überlegten die Kinder, wie sie im Kindergarten und zu Hause Strom sparen können – Licht ausschalten beim Verlassen des Raumes, Geräte nicht im Stand-by-Modus lassen und bewusst mit Energie umgehen. So entsteht Selbstwirksamkeit: Kinder erleben, dass ihr Verhalten zählt.
Die verteilten Eisbär-Sticker fanden schließlich schnell ihren Platz – auf den Lichtschaltern. Als kleine, aber wirkungsvolle Erinnerung daran, Verantwortung zu übernehmen.

Programme wie dieses zeigen, wie kommunale Akteure Verantwortung für die Zukunft übernehmen können. Indem sie bereits die Jüngsten für Energie- und Umweltthemen sensibilisieren, legen sie den Grundstein für ein nachhaltiges Denken und Handeln in unserer Stadt. Denn wer früh lernt, achtsam mit Ressourcen umzugehen, wird auch später bewusste Entscheidungen treffen – zum Wohle von Klima, Umwelt und kommenden Generationen.

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