Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

Klara Geywitz sieht viel Potential bei „Freiheit Emscher“

Bundesbauministerin fordert, Stadtentwicklung groß zu denken

16.10.2024 – Lesezeit ca. 2 Minuten 72

Bundesbauministerin fordert, Stadtentwicklung groß zu denken

Oberbürgermeister Bernd Tischler (rechts) erläutert der Bauministerin Klara Geywitz die Visionen für die „Freiheit Emscher“. Gernot Pahlen (links) und Baudezernent Klaus Müller (2.v.l.) haben die Pläne mitgestaltet. (Bild:Pressestelle Stadt Bottrop)

Bundesbauministerin Klara Geywitz hat sich vom Potential des Ruhrgebietes beeindruckt gezeigt. In Bottrop informierte sich die SPD-Politikerin über das Projekt „Freiheit Emscher“, das gemeinsam von RAG Montan Immobilien und den Städten Essen und Bottrop initiiert wird. Um die Verbindung zum Steinkohlebergbau und der Industrie zu unterstreichen, wurde die Ministerin von Oberbürgermeister Bernd Tischler am Malakoffturm der ehemaligen Zeche Prosper II empfangen. Betont wurde Industriegeschichte zusätzlich durch die Ehrengarde Prosper-Haniel, die die Ministerin mit den Steigerlied empfing.

Nach dem Ende des Steinkohlbergbaus müssen die Flächen im Bottroper Süden und Essener Norden neugestaltet werden. Insgesamt gehe es dabei um 1.700 Hektar, erklärte Bernd Tischler. „Unser Ziel ist es, etwas Besonderes mit Ausstrahlung weit über die Region erschaffen. ,Freiheit Emscher‘ als interkommunales Projekt ist ein Beweis dafür, dass gemeinsames Handeln stark macht“, sagte er.

Anhand von Schautafeln erläuterte Gernot Pahlen, Geschäftsführer der Freiheit Emscher Entwicklungsgesellschaft, die bisherigen Pläne. „Wir müssen den Stadtraum mit neuen Bildern aufladen“, sagte er mit Blick auf die städtebaulichen Möglichkeiten, die sich mit der Verbindung zum Wasser ergeben. Beispielhaft für die Entwicklung von ehemaligen Industrieflächen gingt er auf die sogenannten Reallabore ein. Zwischen Kokerei und Kläranlage sollen Verfahren entwickelt werden, Abwasser als Ressource für Wertstoffe zu nutzen.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Die Bundesbauministerin anerkennt die Herausforderungen, eine in 150 Jahren gewachsene Industrielandschaft in zehn bis 15 Jahren umzubauen. „Ich will ihnen Mut machen, nicht klein zu denken, sondern groß“, sagte sie. Stadtentwicklung sei immer auch Vision. „Ich fordere sie auf, diese Visionen zu entwickeln.“ Sie ist sich den Investitionsaufwendungen bewusst und erwartet Kosten im dreistelligen Millionenbereich. Sie sei überzeugt, dass Bund, Land und Kommunen das Geld „zusammenkratzen werden“. Beispielhaft verwies sie auf die Hafen-City in Hamburg. Heute eine der ersten Adressen der Elb-Metropole, früher nicht gerade der Ort für einen Sonntagsspaziergang, so Geywitz.

Eine weitere Station der Bauministerin in Bottrop war der Besuch des Tetraeders. Von der Halde aus zeigte Oberbürgermeister Tischler, wo sich das Projekt „Freiheit Emscher“ entwickeln wird und welche Bedeutung die Industrie weiterhin für das Ruhrgebiet hat.

Erste serielle Sanierung: Nürnberger Projekt von ecoworks und Dawonia erhält als erstes DGNB-Zertifikat und QNG-Siegel

Das gemeinsame serielle Sanierungsprojekt von ecoworks und Dawonia in Nürnberg hat als erstes serielles Sanierungsprojekt überhaupt eine DGNB-Zertifizierung in [...]

17.07.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Quartierserweiterung als Schlüssel zur nachhaltigen Stadtentwicklung
Quartierserweiterung als Schlüssel zur nachhaltigen Stadtentwicklung

Die Nachverdichtung bestehender Quartiere ist eine der zentralen Herausforderungen moderner Stadtplanung. Sie bietet die Möglichkeit, dringend benötigten Wohnra[...]

16.07.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Projektbericht: Denkmalgeschütztes Gebäude erhält neuen Glanz
Projektbericht: Denkmalgeschütztes Gebäude erhält neuen Glanz

Die Fridolinschule in Lörrach, einer Kreisstadt im Südwesten Baden-Württembergs, zählt zu den ältesten Schulen der Stadt. Die denkmalgeschützten Schulgebäude au[...]

16.07.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

hochtiefbau
Erste serielle Sanierung: Nürnberger Projekt von ecoworks und Dawonia erhält als erstes DGNB-Zertifikat und QNG-Siegel

Das gemeinsame serielle Sanierungsprojekt von ecoworks und Dawonia in Nürnberg hat als erstes serielles Sanierungsprojekt überhaupt eine DGNB-Zertifizierung in [...]

14.07.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Tiefbauarbeiten verändern das Stadtbild
Tiefbauarbeiten verändern das Stadtbild

Die Tiefbauarbeiten beim Umbau zur Schwammstadt und der kommunalen Wärmeplanung werden das Stadtbild von Kommunen stark verändern. Dabei könnten allein in Berli[...]

09.07.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

hochtiefbau
Pflasterklinker für die Schwammstadt
Pflasterklinker für die Schwammstadt

Starkregen, Hitzeperioden und sinkende Grundwasserstände verändern die Anforderungen an kommunale Verkehrs- und Freiflächen. Plätze, Parkflächen, Straßen und We[...]

08.07.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

hochtiefbau
Schnell realisiert– nachhaltig und kindgerecht
Schnell realisiert– nachhaltig und kindgerecht

Aufgrund steigender Schülerzahlen benötigte die Stadt Nantes schnell ein neues Grundschulgebäude. Beim Bau der Ecole Alice Milliat setzte die Kommune auf eine v[...]

07.07.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Nachhaltig erfolgreich: Erstes öffentliches Schulgebäude in Holzhybridbauweise in Stuttgart fertiggestellt
Nachhaltig erfolgreich: Erstes öffentliches Schulgebäude in Holzhybridbauweise in Stuttgart fertiggestellt

Das „Bildungshaus NeckarPark“ in Bad Cannstatt ist eines der größten und innovativsten Schulbauprojekte der Landeshauptstadt Stuttgart. Es vereint vier Nutzunge[...]

06.07.2026, Lesezeit ca. 8 Minuten

hochtiefbau
Neue Weserpromenade Blumenthal eröffnet
Neue Weserpromenade Blumenthal eröffnet

Der Bremer Stadtteil Blumenthal ist um eine Attraktion reicher: Die neugestaltete Weserpromenade vom Kämmerei-Quartier bis zur Bahrsplate wurde heute am Mittag [...]

06.07.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Ortskern mit neuem Gesicht
Ortskern mit neuem Gesicht

Im nördlichen Odenwald liegt die Gemeinde Höchst. Gefördert im Rahmen der hessischen Dorfentwicklung erhielt der Ortskern der rund 10.000 Einwohner zählenden Ge[...]

29.06.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau

Weitere Artikel in dieser Rubrik