Dieser Artikel ist zur Veröffentlichung in der Ausgabe 2 - März / April 2026 der gedruckten Kommunalwirtschaft vorgesehen.

Rubrik Landschaftspflege

Sauber durchstarten mit Akkugeräten

06.03.2026 – Lesezeit ca. 7 Minuten 4

Sauber durchstarten mit Akkugeräten

Bei der Garten- und Landschaftspflege bringt der Wechsel von Benzingeräten auf Akkugeräte viele Vorteile für Besitzer, Anwender und Umwelt. Die elektrischen Geräte erzeugen keine Abgasemissionen und außerdem weniger Lärm und Vibrationen als vergleichbare Benzinmodelle. Zudem arbeiten Akkugeräte langfristig gesehen kostengünstiger als solche mit Benzinmotoren. Daher zählen immer mehr Dienstleister und Kommunalbetriebe auf diese kraftvolle und nachhaltige Pflegetechnik.

Wenn der Franzose Julien Ferraris seinen aktuellen Maschinenpark betrachtet, besteht dieser heute bereits zu 85 Prozent aus Akkugeräten. Das kommt nicht überraschend, denn er und seine Angestellten haben schon früh die Vorteile batteriebetriebener Grünpflegegeräte entdeckt. Ferraris leitet als Geschäftsführer das Unternehmen Liléo Jardins aus Le Bourget - du-Lac, einer Gemeinde in den französischen Auvergne-Rhone-Alpen. Im Großraum Chambéry arbeiten seine acht Mitarbeiter in der Garten-, Landschafts- und Baumpflege. Ihre Arbeit ist herausfordernd, und daher sind Julien Ferraris und seine Kollegen ständig auf der Suche nach technischen Lösungen, mit denen ihre Aufgaben sich leichter und einfacher bewältigen lassen und man gleichzeitig die hohen Standards bei der Ausführung beibehalten kann. Mit dem Wechsel von benzinbetriebenen Pflegemaschinen auf leichte, ergonomische, vibrations- und geräuscharme Akkugeräte haben die Grünprofis von Liléo Jardins einen weiten Schritt nach vorn gemacht – und sich bereits heute auf die Anforderungen der Zukunft eingestellt.

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Grünpflegetechnik mit Komfort

Neben der Gartengestaltung sowie der Baumpflege und Fällarbeiten beschäftigt sich Liléo Jardins seit mehr als zehn Jahren als Dienstleister in der Unterhaltung von Gärten und Grünlagen rings um seinen Firmensitz in Le Bourget-du-Lac. Seien es Hecken-, Strauch- oder Baumschnitt, das Bekämpfen von Unkraut und Gestrüpp – bei allen diesen Arbeiten kommen handbetriebene Motorgeräte zum Einsatz. Bereits im Jahr 2019 rüstete man das erste Team mit Akkugeräten von STIHL aus. Inzwischen arbeiten alle Teams mit Akkugeräten, und die Grünprofis rund um Julien Ferraris haben ihre Arbeit mit den elektrischen Pflegegeräten zu schätzen gelernt, wie er berichtet: „Es ist komfortabler, die Nutzung der Geräte ist angenehmer. Sie vibrieren weniger, machen weniger Lärm, stoßen keine Abgase aus und heizen sich weniger auf. Meine Mitarbeiter haben diese Vorteile sofort erkannt und nutzen die Geräte sehr gerne im Vergleich zu Benzingeräten.“ Er nennt ein Beispiel: „Die Akku - Freischneider sind ausgewogen im Design, leichter als Benzingeräte und einfacher zu handhaben. Man kann schneller damit arbeiten und wird nicht so schnell müde.“ Noch komfortabler lassen sich Pflegegeräte mit externen, am Gürtel oder auf dem Rücken getragenen Akkus handhaben. Das beugt Rückenbeschwerden vor, zudem wird so die Gefahr von Arbeitsunfällen – und somit Personalausfall – aufgrund von Ermüdung verringert. Weil in den Elektromotoren der Akkugeräte lediglich rotierende und keine oszillierenden Bewegungen entstehen, erzeugen die Maschinen auch deutlich weniger unangenehme und gesundheitsschädigende Hand-Arm-Vibrationen. Dass Akkugeräte darüber hinaus vielfach geringere Betriebsgeräusche als Benzingeräte und keine schädlichen Abgase erzeugen, ist ein großer Gewinn für Anwender und Umwelt.

Einfaches Energiemanagement

Den Pflegeprofis von Liléo Jardins aus Frankreich brachte die Umrüstung auf Akkutechnik auch wesentliche Vorteile im Energiemanagement, erklärt der Landschaftsgärtner Julien Loquatelli: „Die Vorteile von akkubetriebenen Elektrogeräten im Vergleich zu Masch inen mit Verbrennungsmotoren bestehen darin, dass wir keinen Kraftstoff mitnehmen und einfüllen müssen. Das Aufladen und Wechseln der Akkus ist einfacher und bequemer.“ Dafür wurde im Betrieb zunächst ein durchdachtes Energiekonzept eingeführt, um ganztägige Einsätze der Akkugeräte zu ermöglichen: „Am Firmensitz haben wir einen gesonderten Raum, in dem wir die Akkus lagern und über Nacht aufladen“, erläutert Loquatelli. „Morgens nehmen wir die geladenen Akkus zu den Baustellen mit.“ Tagsüber besteht der berufliche Anspruch darin, jederzeit mit den Akkugeräten arbeiten zu können. Auch dafür hat sich eine einfache Routine entwickelt, ergänzt der Firmenchef: „Meistens bestehen unsere Teams aus zwei Personen. Wir versorgen jedes Team mit drei Akkus und einem Schnellladegerät. Damit können sie den ganzen Tag ohne Unterbrechung arbeiten.“

Ergonomie trifft Ökonomie

Weniger Lärm, keine Vibrationen, keine Abgase – und die Geräte heizen sich nicht so auf. Das sind wichtige Vorteile, die die Umstellung auf Akku-Geräte für Julien Ferraris von Liléo Jardins leicht machten. Die leisen Geräte von STIHL wie Freischneider, Hoc hentaster oder Heckenschere spielen vor allem bei der Pflege privater Gärten oder Grünanlagen ihre Vorteile aus, da sie dank geringer Geräuschemissionen kaum störend wirken. (Bild: STIHL)

Neben dem einfachen und gefahrlosen Energiemanagement sowie den Synergieeffekten für den Arbeits- und Gesundheitsschutz bringt der Umstieg von Benzin- auf Akkugeräte auch wirtschaftliche Vorteile. „Ich habe schon vor dem Umstieg einige Kalkulationen zum Kraftstoffverbrauch von Benzingeräten angestellt“, berichtet Julien Loquatelli, „und basierend auf meinen Berechnungen werden wir durch den Umstieg auf Akkugeräte Geld einsparen.“ Tatsächlich kann die anfängliche Investition in Elektrogeräte und Akkutechnologie zwar kostspieliger sein als die Beschaffung von Benzingeräten. Jedoch sind die Gesamtbetriebskosten, also die Kosten für Beschaffung und Energie, Wartung und Reparatur üblicherweise günstiger. Über das gesamte Maschinenleben hinweg geht die Kostenschere zugunsten der Akkugeräte auf. Besonders vorteilhaft: Die Einsteck - und Rückentrageakkus können zusammen mit verschiedenen Akkugeräten desselben Herstellers verwendet werden. So umfasst etwa das STIHL AP-System ein weites Spektrum an Akkugeräten für professionelle Einsätze in der Landschafts-, Garten- und Baumpflege sowie für kommunale Arbeiten. Sie sind vollständig kompatibel mit allen Einsteckakkus aus dem STIHL AP-System sowie mit den Gürteltaschen- und Rückentrageakkus des Herstellers.

Bei Liléo Jardins in Frankreich werden daher voraussichtlich bald auch die restlichen Benzingeräte im Maschinenpark durch leise, vibrationsarme und abgaslose Akkugeräte ersetzt worden sein. Der Landschaftsgärtner Julien Loquatelli zeigt sich zuversichtlich, dass sein Firmenchef Julien Ferraris einen richtigen Schritt unternommen hat: „Ohne Zweifel ist Akkutechnologie die Zukunft. Wir gehen nicht mehr zurück.“

Akkugeräte und STIHL connected

Viele Landschaftsgärtner, Kommunal- und Forstbetriebe kennen und nutzen bereits ein digitales Flottenmanagement, um ihren Fuhr- und Maschinenpark systematisch zu organisieren. Telematik-Anwendungen übermitteln dabei genaue Informationen über die Standorte und Betriebszustände ihrer Maschinen und Fahrzeuge, über erbrachte Arbeitsstunden, anstehende Wartungstermine und vieles mehr. Diese Informationen sind überall abrufbar, vom Firmenrechner des Fuhrparkleiters genauso wie vom Smartphone oder Tablet des Anwenders oder Vorarbeiters. Die Systematik STIHL connected überträgt ein solches Flottenmanagement in die Welt der kleineren Maschinen und Geräte – darunter auch sämtliche Akkugeräte von STIHL.

An welchem Einsatzort werden die betriebseigenen Heckenscheren, Freischneider oder Blasgeräte gerade verwendet? Wie werden sie dabei beansprucht? Wann sind Wartungstermine oder ein Gerätetausch fällig? Aktuelle und detaillierte Informationen darüber liefert das System STIHL connected. Zentrales Element ist dabei der STIHL Smart Connector – ein knapp fünf Zentimeter großes Bauteil, das dauerhaft in oder auf der Maschine befestigt ist. Er erfasst die Betriebszustände und sendet diese Daten am Einsatzort via Bluetooth-Technologie an die Endgeräte der Anwendenden. Zusätzliche Informationen erfasst der STIHL Smart Connector 2 A; er wird direkt in das Gehäuse eines dafür vorbereiteten STIHL Akku-Geräts eingesetzt und mit dessen Geräteelektronik verbunden.

Diese Informationen werden über eine mobile STIHL connected Box im Firmenfahrzeug oder über eine fest installierte Stihl connected Box am Firmensitz per Datenfunk in die virtuelle STIHL Cloud übertragen. In einem weiteren Schritt werden sie über das webbas ierte STIHL connected Portal zur Auswertung bereitgestellt. Flottenmanager können am Firmenrechner sowie unterwegs über ihr Smartphone auf dieses Webportal zugreifen. Eine wichtige Nachricht an Betreiber von kleinen und großen Maschinen und Fahrzeugen sowi e von markengemischten Maschinen- und Fuhrparks: Das Flottenmanagement mit STIHL connected funktioniert mit Akku- und Benzingeräten von STIHL genauso wie mit Geräten anderer Hersteller – auch Aufsitzmähern, Traktoren oder Fahrzeugen.

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