Dieser Artikel ist zur Veröffentlichung in der Ausgabe 3 - Mai / Juni 2026 der gedruckten Kommunalwirtschaft vorgesehen.

Rubrik Landschaftspflege

Ein Tag mit ETS Infrastructure Management

Sichere Grünpflege in Melbourne

30.03.2026 – Lesezeit ca. 8 Minuten 25

Sichere Grünpflege in Melbourne

Der Sicherheit beim Arbeiten mit Benzin- und Akkugeräten kommt in der Grünpflege ganz allgemein, besonders aber bei Bodenarbeiten und in luftiger Höhe eine große Bedeutung zu. Das Wissen um Gefahren und Risiken, eine kluge Arbeitsvorbereitung sowie der richtige Umgang mit Pflegegeräten können die Sicherheit von Beschäftigten entscheidend erhöhen und viele Arbeitsunfälle mit Verletzungen vermeiden.

Die berühmten, stadtklimatisch und touristisch wertvollen Uferbereiche des Yarra River, der sich in vielen Windungen durch die große Hafenstadt Melbourne im Süden Australiens schlängelt, müssen regelmäßig und aufwendig gepflegt werden. Dabei bringt die Arbeit mit motorgetriebenen Maschinen und Geräten zahlreiche Gefahren mit sich. Beim Landschaftspflegebetrieb ETS Infrastructure Management, der von der Stadt Melbourne mit der Pflege dieser Außenflächen und Grünanlagen beauftragt ist, kennt man die Risiken, die im Rahmen der täglichen Arbeit bewältigt werden müssen – und unternimmt vieles, um diese zu verringern. Wir haben den Betrieb einen Tag lang bei der Grünflächen- und Baumpflege begleitet.

ETS Infrastructure Management mit seinen landesweit 46 Niederlassungen und über 1.100 qualifizierten Fachkräften betreibt im Kerngeschäft die Vegetationspflege am Boden und in der Höhe – in öffentlichen Parks und gewerblichen Grünanlagen, entlang von Straßen und Bahnstrecken aber auch auf Militärflächen. „Unsere Teams kümmern sich um Freischnitte rund um elektrische Infrastrukturen, entlang von Wasser-, Straßen- und Bahntrassen sowie ganz allgemein in bebauten Umgebungen“, schildert David Timms, Geschäftsführer und Bereichsleiter Gesundheit, Sicherheit, Umwelt und Qualität bei ETS.

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„Der Arbeitsalltag kann gefährliche Situationen für unsere Mitarbeitenden mit sich bringen“, sagt David Timms. „Wenn wir diese Risiken für unsere Mitarbeitenden nicht mindern, können die Folgen schwerwiegend sein.“ Die Sicherheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter sind daher zentrale Elemente für den Erfolg des Unternehmens. Dieser Grundsatz treibt ETS an, innovative Werkzeuge und Verfahren einzusetzen, welche gleichermaßen die Produktivität steigern und die Mitarbeiter schützen. Vor diesem Hintergrund betreibt ETS mit STIHL, einem führenden Hersteller von motorgetriebenen Gartengeräten, seit Jahrzehnten eine strategische Partnerschaft. Heute arbeitet ETS mit mehr als 500 STIHL Geräten, darunter die professionellen STIHL AP Akkuwerkzeuge mit IPX4-Schutz gegen Spritzwasser von allen Seiten, die unter rasch wechselnden Wetterbedingungen in Australien zuverlässig ihren Dienst leisten. Zudem helfen die emissionsfreien und leisen Geräte dem Unternehmen beim Erreichen seiner Umweltziele. Umgekehrt gewinnt der Hersteller in seiner Kooperation mit ETS wertvolle Einblicke in die Anforderungen professioneller Grünflächen- und Baumpfleger in Australien und kann seine Produktentwicklung auf die dort herrschenden Einsatz- und Klimabedingungen ausrichten.

Sicherheit bei Bodenarbeiten

Owain Wallace arbeitet als Vertragsmanager bei ETS Ground Maintenance und ist im Rahmen des Melbourne-Wasservertrags für die Rasenpflegeteams verantwortlich. „Der Fokus auf Sicherheit ist sehr wichtig“, sagt er, „und es wird viel Zeit darauf verwendet, zu gewährleisten, dass alles, was wir unternehmen, so sicher wie möglich ist. Das umfasst die Werkzeuge genauso wie die Schutzausstattung. STIHL stellt uns hochwertige Geräte zur Verfügung, die mit vielen Sicherheitsfunktionen ausgestattet sind und genau dafür konzipiert wurden.“

Heute arbeitet einer seiner Einsatztrupps mit dem akkubetriebenen Freischneider, dem FSA 200. Die Freischneider wurden in Bezug auf Komfort und Ergonomie so konzipiert, dass sie den Bediener optimal schützen. Die neuen Gurtsysteme ADVANCE X-Flex sind vollständig verstellbar. Das ist besonders beim Arbeiten auf abschüssigen Flächen hilfreich, etwa wenn die Arbeiter steile Gleisböschungen mähen. „Den AP-Akku kann man am Gürtel tragen und über einen Adapter mit dem Gerät verbinden, was das Gewicht des Geräts verringert und es nah am Körper hält.“, sagt Owain Wallace. „Das ermöglicht dem Bediener, sich während der Arbeit freier zu bewegen, und schont den Rücken.“

Für den Schneidkopf ihrer Akku-Freischneider haben die Leute von ETS verschiedene Optionen. „Wir nutzen häufig das Grasschneideblatt, wenn wir in öffentlichen Bereichen arbeiten, in denen Menschen unterwegs sind. Es vermindert die Gefahr von Verletzungen durch aufgeschleuderte Gegenstände“, schildert Owain Wallace. „Wir verwenden aber auch den klassischen, flexibel verwendbaren Zweifaden-Mähkopf AutoCut. Den setzen wir auf größeren Flächen ein, wo schwerere Arbeiten anfallen.“

Das Team von ETS kann beim Umgang mit dem Freischneider auch auf körperliche Unversehrtheit durch ihre Persönliche Schutzausrüstung (PSA) zählen, die individuell auf den jeweiligen Einsatz zugeschnitten ist. Ein großes Plus an Sicherheit gewinnt das Team zudem durch die Verwendung der Gehörschutzlösung ADVANCE ProCOM mit integrierten Mikrofonen und Kopfhörern, die über Funk miteinander verbunden sind und eine verlässliche Kommunikation über beträchtliche Entfernungen ermöglichen.

Sicherheit bei Höhenarbeiten

Michael Chahwan arbeitet als Betriebsleiter bei ETS Infrastructure Management und führt das vierköpfige Team für Gefahrenbäume. Es arbeitet mit vier STIHL Akkugeräten und acht STIHL Akkus. „Das Arbeiten in der Höhe ist nicht zu unterschätzen“, sagt er. „Jeder Baum birgt unterschiedliche Gefahren. Aber dank guter Planung und klarer Kommunikation lässt sich der jeweilige Auftrag sicher durchführen.“ Erst kürzlich ist das Team rund um Michael Chahwan auf Akkugeräte umgestiegen, darunter die Kettensäge MSA 220 T. „Ich war wirklich beeindruckt“, sagt er, „die Maschinen sind sehr leicht verglichen mit einigen Benzinsägen, die wir früher verwendet haben, und sie sind auch deutlich leiser. Das Bedienfeld dieser neuen Sägen verhindert, dass man sie versehentlich aktiviert, ohne die Sicherheitstaste zu drücken. Außerdem sieht man genau, ob die Säge eingeschaltet und ob die Kettenbremse aktiviert oder gelöst ist. Und sie zeigt auch an, wenn der Ölstand niedrig ist. Überdies verfügt sie über einen Komforthaken. Damit kann man die Säge ordentlich und sicher zur Seite hängen. Die Führungsschiene liegt nicht am Körper an, sondern sitzt bequem an der Hüfte. Das ist sehr angenehm und sicher beim Arbeiten rund um den Baum.“

Akkugeräte aus der AP-Serie von STIHL wurden von Grund auf rund um ihre zentralen Antriebseinheiten, nämlich den Einsteckakku und den Elektromotor, konstruiert. Daraus ergeben sich eine ausgewogene Balance und einfache Handhabung für ein ermüdungsarmes Arbeiten. Der geräusch- und vibrationsarme sowie völlig abgasfreie Betrieb der Akkugeräte hilft mit, die körperliche Belastung der Baumpfleger entscheidend zu senken und damit die Arbeitssicherheit zu erhöhen.

Auch das Baumpflegeteam kann sich über größere Distanzen verständigen, denn es verwendet die Helm- und Gehörschutzkombinationen ADVANCE X-Vent ProCOM, die mit integrierten Mikrofonen und Kopfhörern eine Verständigung über größere Distanzen ermöglichen.

Eingebaute Innovation

„Für uns bei ETS Infrastructure Management ist Innovation gleichbedeutend mit dem Streben nach neuen Wegen“, erklärt der Geschäftsführer David Timms, „und wir bemerken, dass STIHL dies mit seinem Produktsortiment genau umsetzt – zum Beispiel mit dem Akkusortiment, das der Hersteller unseren Mitarbeitenden zur Verfügung stellt. Wir sehen gravierende Vorteile sowohl ergonomisch als auch in Bezug auf das Gewicht. Hinzu kommen weniger Belastung durch Lärm und Vibrationen für die Bedienenden, wenn wir diese Gerä te täglich über längere Zeiträume einsetzen. Die Rückmeldung unserer Teams aus ihren Einsätzen zeigt, dass wir diese sicherheits- und gesundheitsrelevanten Vorteile ohne Leistungseinbußen erzielen.“ Zudem verringern das günstige Verhältnis von Leistung und Gewicht der Akkugeräte die körperliche Ermüdung. So werden potenzielle Verletzungen wirksam vermieden, die durch schwerere Geräte entstehen könnten. Zudem macht der Transport von Akkus – im Gegensatz zum Transport von Kraftstoff – Gefahrguttransporte überflüssig und verhindert potenzielle Umweltschäden durch Leckagen.

Abgerundet wird das Produktprogramm durch STIHL Connected, eine digitale Lösung zum Flottenmanagement. Mithilfe münzengroßer Connectoren am Gerät oder durch integrierte Konnektivität werden Geräte und Akkus vernetzt, Teamführer und Leiter von Geräteparks erhalten relevante Daten zu Betriebsstunden, Gerätestandort und -zustand. Damit bietet STIHL Connected den Teams von ETS einen klaren Überblick über den Zustand ihrer Geräte, so dass diese den ganzen Tag zuverlässig funktionieren und die Mitarbeiter täglich effizient und sicher mit ihnen arbeiten können, erläutert David Timms und fasst zusammen: „Das STIHL Produktsystem, das wir nutzen, bietet uns wirklich ein durchgängiges Produktspektrum, das unsere Mitarbeitenden unterstützt und es ermöglicht, dass alle am Ende des Tages sicher nach Hause kommen.“

STIHL ADVANCE X-Flex – ein vielseitiges Gurtsystem

Mit dem modularen Gurtsystem ADVANCE X-Flex bietet STIHL Profis im Forst und im Garten- und Landschaftsbau eine flexible Lösung für das Verstauen ihres Equipments sowie für die ergonomische Arbeit mit verschiedenen Geräten. Zentrales Element des Gurtsystems ist ein Hüftgurt, der sich je nach Anwendung mit einer Vielzahl von Taschen und Haltern anpassen und ergänzen lässt – z. B. als leichter Werkzeuggurt für den Forst, als ergonomischer Tragegurt für Motorsensen und Freischneider oder als komfortabler Akku- Gurt für Arbeiten mit Geräten, die ihre Energie via Anschlussleitung über den AP-Adapter oder eine Buchse beziehen. Dabei verteilen sich selbst höhere Gewichte gleichmäßig und komfortabel auf Hüfte und Schultern und die weiche Polsterung trägt zusätzlich zur Reduzierung der Belastung bei. Neben dem in drei Größen erhältlichen Hüftgurt gehören ein ebenfalls in drei Größen erhältlicher Gürtel, ein Schultergurt und ein Freischneider-Gurt zu dem flexiblen System. Hinzu kommt eine Vielzahl an Taschen und Haltern. Diese lassen sich per innovativem und robustem Clip-System einfach, verliersicher und variabel an Gürtel, Hüftoder Schultergurt befestigen und können je nach Bedarf miteinander kombiniert werden. Das modulare Gurtsystem STIHL ADVANCE X-Flex zeichnet sich dank verschiedener Größenausführungen durch optimale Passform und hohen Tragekomfort aus. Die Komponenten des Systems sind sowohl einzeln als auch in vorkonfektionierten Sets für Anwendungen im Forst oder im Garten- und Landschaftsbau erhältlich, was individuelle Anpassungen erlaubt.

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