Rubrik Allgemein

Stadtrat stimmt für die Bewerbung der Stadt für die Bundesgartenschau 2033

Dresden kann BUGA

20.12.2023 – Lesezeit ca. 5 Minuten 85

Dresden kann BUGA

Bewerbungsübergabe Dresden (Foto: (c) Stadt Dresden)

Stadtrat beschließt mit klarer Mehrheit die offizielle Bewerbung der Landeshauptstadt Dresden für die Austragung der Bundesgartenschau (BUGA) 2033 bei der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) auf Grundlage der Machbarkeitsstudie. Oberbürgermeister Dirk Hilbert übergab das Bewerbungsschreiben und die Machbarkeitsstudie direkt nach dem Beschluss des Stadtrates an den Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft Jochen Sandner.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Dresden kann BUGA. Die Bundesgartenschau ist eine große Chance für Dresden. Unsere BUGA soll weit mehr sein als schöne Beete und touristische Attraktion. Sie wird unsere Stadt grüner, nachhaltiger und ökologischer gestalten. Mit diesem großen Projekt werden wir uns gemeinsam neue lebendige Orte schaffen, die Dresdnerinnen und Dresdner zusammenbringen und Stadtteile nachhaltig weiterentwickeln. Bereits im Prozess zur Erstellung der Machbarkeitsstudie gab es viele Impulse aus der Stadtgesellschaft. Diese breite Beteiligung hat mich besonders gefreut. Denn eine Bundesgartenschau in Dresden kann nur gelingen, wenn sie von ihren Bürgerinnen und Bürgern mitgestaltet wird. Mit unseren Ideen wird Dresden blühen und wachsen. Lassen Sie uns in Dresden eine einzigartige BUGA ausrichten, die Strahlkraft für die Region und für ganz Sachsen entfaltet.“

DBG-Geschäftsführer Jochen Sandner: „Die Bundesgartenschau wird auch für Dresden in bewährter Weise Motor für die weitere Stadt-Entwicklung sein. Die Machbarkeitsstudie setzt einen robusten Rahmen für die erforderlichen Planungsprozesse in den kommenden Jahren. Den Weg zur BUGABewerbung in Dresden habe ich als einen von allen Seiten sehr engagierten Prozess erlebt. Ich freue mich, im Namen der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft an dem heutigen Abend die offizielle Bewerbung für die BUGA 2033 entgegennehmen zu können.“

Jan Gerken, Kanzler der TU Dresden: „In keiner der bisherigen BUGAs gab es eine so enge Vernetzung zwischen Universität und Stadt wie in ‚unserer‘ BUGA Dresden. Das ist eine Besonderheit, die wir weiterleben sollten! So ist die erste Ideenskizze aus der guten Zusammenarbeit zwischen Stadt und TUD entstanden – und es werden in der Machbarkeitsstudie sowohl der Campus der TUD als auch weitere Standorte wie der Botanische Garten oder Tharandt direkt mit in das Ausstellungskonzept einbezogen. Die BUGA steht letztlich für das gute Miteinander zwischen Stadt und Exzellenzuniversität; und wir sichern der Stadt Dresden auch weiterhin alle Unterstützung zu. Wir freuen uns auf einen lebendigen und konstruktiven weiteren Prozess!“

Als Leitmotiv der BUGA 2033 fungieren die Trümmerberge und -halden, die über die Stadt verteilt sind. Die Luftangriffe am 13. und 14. Februar 1945 haben die Innenstadt weitgehend zerstört. Die Trümmer wurden in drei höheren Trümmerbergen an den Hellerbergen, am Ostragehege und in Leuben und flacher ausgezogenen Halden (unter anderem im heutigen Südpark) oder anderweitig (zum Beispiel im Bereich der Galopprennbahn Seidnitz) abgelagert. Diese Erhebungen als bedeutende Erinnerungsorte sollen als zentrale Bereiche entwickelt und näher im Bewusstsein der Bevölkerung verankert werden. Die Standorte sind auf das gesamte Stadtgebiet verteilt und sollen durch übergreifende Grünzüge miteinander verbunden werden. Ein wesentliches Ziel ist es, bereits vorhandene Grün- und Freiflächen einzubinden und weiterzuentwickeln.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Mit der Erarbeitung der Machbarkeitsstudie wurde die Arbeitsgemeinschaft KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH und Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten beauftragt. Nicht nur die Arbeitsgemeinschaft hat über die vergangenen Monate Ideen entwickelt, mögliche Standorte geprüft und Finanzierungspläne erarbeitet, sondern auch Bürgerinnen und Bürger sowie lokale und regionale Akteure aus Stadtverwaltung, Politik, Wirtschaft, Kultur, Tourismus, Medien, Verbänden und Vereinen haben intensiv mitgewirkt. Aus zwei BUGA-Dialogen, einer BUGAUmfrage, der Dresden Lounge, der BUGA-Werkstatt sowie dem Offenen Rathaus sind zahlreiche Vorschläge und Anregungen in die Machbarkeitsstudie eingeflossen. Ein Bewerbungsbeirat hat den Prozess zur Erstellung der Machbarkeitsstudie von Anfang an begleitet und in insgesamt sechs Sitzungen in diesem Jahr wichtige Impulse gegeben.

Die TU Dresden hat eine besondere Affinität zur BUGA. Einerseits verfügt die Universität über einzigartige botanische Sammlungen wie zum Beispiel in Zuschendorf, Tharandt und natürlich im Botanischen Garten Dresden. Andererseits spielt die TU Dresden bundesweit in der Geschichte der Landschaftsarchitektur eine besondere Rolle. In Dresden wurden erstmals Diplomurkunden vergeben, auf denen der Begriff ‚Landschaftsarchitektur‘ stand. Auch heute werden an der TUD Landschaftsarchitekten ausgebildet, also just solche, die BUGAs planen und entwerfen. Zudem grenzt der Südpark als eine der zentralen Ausstellungsflächen der BUGA direkt an den TUD-Campus an.

Mit der Ausrichtung der Bundesgartenschau (BUGA) im Jahr 2033 durch die Landeshauptstadt Dresden soll die erste seit 1951, dem Geburtsjahr der Bundesgartenschau, innerhalb des Freistaates Sachsen stattfinden. Die Möglichkeit zur Durchführung der BUGA 2033 hat die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) gegenüber der Landeshauptstadt Dresden exklusiv eingeräumt, wenn die Erarbeitung einer Machbachbarkeitsstudie und die Herbeiführung eines entsprechenden Stadtratsbeschlusses bis Ende Dezember 2023 erfolgt. Zielgerichtet hat der Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden am 16. Dezember 2022 einstimmig beschlossen, eine Machbarkeitsstudie zur Durchführung einer BUGA erstellen zu lassen. Im Zusammenhang mit der im Vorfeld erstellten Ideenskizze wurde die grundsätzliche Eignung der Stadt für die Ausrichtung einer BUGA skizziert und Abstimmungen mit der DBG geführt. Seitens der DBG erfolgte eine positive Rückmeldung zu der Idee, die Landeshauptstadt Dresden zum Austragungsort einer BUGA zu machen. Die Bewerbung soll nach erfolgreicher Beschlussfassung des Stadtrates der DBG übergeben werden. Nach Prüfung der Unterlagen findet eine Bereisung der in der Machbarkeitsstudie vorgeschlagenen Kernareale und Komplementärstandorte durch die Bewertungskommission der DBG statt. Die Entscheidung über den Zuschlag trifft die DBG im Anschluss bereits Anfang 2024.

Anknüpfend an die Gartenschautradition der Jahre 1887, 1926 und 1936 soll sich die Stadt durch eindrucksvolle Pflanzungen präsentieren. Darüber hinaus treibt eine BUGA nicht nur die städtebauliche Erneuerung voran. Sie fördert den Tourismus und löst Investitionen in der Stadt und der Region aus. Mit einer BUGA werden Parkanlagen, neue Freiräume und Erholungswerte mit nachhaltigem Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger geschaffen. Moderne Gartenschauen sind Initiatoren einer zukunftsgerichteten Stadt- und Regionalentwicklung und wirken weit über das Durchführungsjahr hinaus. Infolge der avisierten Verzahnung mit dem Umland über Außenstandorte soll sich die Bundesgartenschau zu einem stark verbindenden Erfolgselement für die gesamte Region Dresden entwickeln. Mit der Fortführung und Beschleunigung begonnener Maßnahmen und der Umsetzung von neuen Ideen und Projekten werden die Lebensbedingungen in der Landeshauptstadt Dresden und die bundesweite Anziehungskraft der Stadt insgesamt gesteigert.

Anhebung des Verbundsatzes bedeutsame Weichenstellung für Kommunen in NRW

Der Städte- und Gemeindebund NRW (StGB NRW) begrüßt den Kabinettsbeschluss der Landesregierung, den Verbundsatz im Gemeindefinanzierungsgesetz ab dem Jahr 2027 [...]

17.07.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

allgemein
Fünf Jahre Zentrum KlimaAnpassung: Bundesweite Anlaufstelle für Kommunen zieht starke Bilanz

Überflutete Keller nach Starkregen, überhitzte Schulen und Pflegeheime im Sommer, ausgetrocknete Parks nach anhaltender Dürre: Die Folgen der Klimakrise treffen[...]

10.07.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

allgemein
Gute Bildung in NRW benötigt verlässlichen Rahmen für die Kommunen

Bei seiner Sitzung in Neuss konnte das Präsidium des Städte- und Gemeindebundes NRW (StGB NRW) NRW-Schulministerin Dorothee Feller als Gast begrüßen. In den Ges[...]

09.07.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

allgemein
Kommunalfinanzen: Städte und Gemeinden fordern grundlegende Reform

Das Präsidium des Städte- und Gemeindebundes NRW (StGB NRW) hat in seiner Sitzung bekräftigt, dass eine umfassende Reform der Kommunalfinanzierung als zentraler[...]

08.07.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

allgemein
Mailand oder Madrid – Hauptsache LED!
Mailand oder Madrid – Hauptsache LED!

Ob Fußballplatz, Tennis- oder Padel-Court: Die Anforderungen an die Beleuchtung von Outdoor-Sportstätten sind hoch, etwa im Blick auf Effizienz, Lichtqualität u[...]

08.07.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

allgemein
Leuchtturmprojekt setzt neue Maßstäbe für modernes Lernen
Leuchtturmprojekt setzt neue Maßstäbe für modernes Lernen

Seit dem Schuljahr 2024/2025 hat sich der Neckarbogen in Heilbronn zu einem bedeutenden Bildungsstandort entwickelt. Mit der neuen Josef-Schwarz-Schule ist eine[...]

07.07.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

allgemein
Schulsanierung ohne Unterrichtsausfall
Schulsanierung ohne Unterrichtsausfall

Der Sanierungsbedarf an deutschen Schulen ist hoch. Laut KfW-Kommunalpanel 2026 plant deshalb jede zweite Kommune im laufenden Jahr Mittel aus dem Sondervermöge[...]

06.07.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

allgemein
Smarte und funktionale KNX-Gebäudesteuerung in einer  städtischen Kinderkrippe in Eschenbach (Oberpfalz)
Smarte und funktionale KNX-Gebäudesteuerung in einer städtischen Kinderkrippe in Eschenbach (Oberpfalz)

Wie lassen sich Sicherheit, ein angenehmes Raumklima und eine klare Orientierung in einer Kinderkrippe für viele Kinder und das pädagogische Team gleichermaßen [...]

06.07.2026, Lesezeit ca. 6 Minuten

allgemein
NEU: Akku-Motoreinheit für den Ersatz von Benzinmotoren
NEU: Akku-Motoreinheit für den Ersatz von Benzinmotoren

Makita erweitert das 40V max. XGT Akku-System um eine leistungsstarke und vielseitig einsetzbare Akku-Motoreinheit: die neue GU01G mit einer maximalen elektrisc[...]

03.07.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

allgemein
Raum für neue Wege – Kirche weiterdenken
Raum für neue Wege – Kirche weiterdenken

Kelsterbach – Wie wäre es, wenn Kirchen plötzlich verschwinden? Wie stark sind die Gebäude ins Erscheinungsbild der Städte und Gemeinden integriert? Welche sozi[...]

02.07.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

allgemein

Weitere Artikel in dieser Rubrik