Rubrik Wasser / Abwasser

Die Kraft der Sonne: Solarenergie stärkt die Widerstandsfähigkeit von Stromsystemen

23.06.2023 – Lesezeit ca. 3 Minuten 77

Die Kraft der Sonne: Solarenergie stärkt die Widerstandsfähigkeit von Stromsystemen

Ohne Strom läuft in einer modernen Welt nichts – abgesehen vom Offensichtlichen, wie Licht, Kühlung, dem Aufladen elektronischer Geräte und der IT-Infrastruktur, geht es auch um funktionierende Wasserversorgung, das Betanken von Fahrzeugen und viele Sicherheitsaspekte. Die heute veröffentlichte Sweco-Studie über die Widerstandsfähigkeit von Elektrizitätssystemen zeigt, welche entscheidende Rolle Solarenergie im Krisenfall spielen kann. Bei Stromausfällen könnte sie deren Auswirkungen abmildern, indem sie weiterhin Zugang zu wesentlichen Grundbedürfnissen und öffentlichen Dienstleistungen ermöglicht. Dabei sieht die Studie vor allem Deutschland auf einem guten Weg, da es über eine hohe Kapazität an installierter Solarenergie verfügt.

Bei Stromausfällen kann eine Notstromversorgung mit geringer Kapazität lebenswichtige Funktionen wie die mobile Kommunikation zwischen Bürger*innen und Behörden, den Zugang zu Wasser oder das Aufladen grundlegender Geräte sicherstellen. Eine vielversprechende Lösung ist die Erzeugung von Notstrom aus privaten Solarzellen in Kombination mit Notstrom-oder Hybrid-Wechselrichtern.

„Angesichts zunehmender extremer Wetterereignisse und externer Bedrohungen, muss das Energiesystem widerstandsfähig sein, um die Risiken längerer Stromausfälle zu mindern. Bürger*innen und Behörden müssen nach Strategien suchen, um den einfachen Zugang zu Elektrizität zu sichern, sowohl zu Kommunikationszwecken als auch für die Aufrechterhaltung der grundlegenden gesellschaftlichen Bedürfnisse. Dabei muss man auch die Privathaushalte im Blick behalten", sagt Matthias Lohoff, Projektmanager Wasser & Energie bei Sweco Deutschland.

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Da herkömmliche netzgekoppelte Solarenergieanlagen bei Stromausfällen aus Sicherheitsgründen keinen Strom mehr produzieren, spielen Wechselrichter eine entscheidende Rolle. Notstrom-Wechselrichter, die für den Anschluss kleinerer Lasten ohne Batterien ausgelegt sind, ermöglichen den Betrieb wichtiger Geräte bei Stromausfällen. Hybrid-Wechselrichter, die Batterien oder andere Formen der Speicherung integrieren, bieten eine umfassendere Lösung, sind aber erheblich teurer.

In den untersuchten Ländern ist eine zunehmende Verbreitung von Solarstromsystemen zu beobachten, die durch die laufende Energiewende, sinkende Solarpreise, Subventionen und verschärfte Vorschriften vorangetrieben wird. Deutschland ist führend bei der insgesamt installierten Solarkapazität, während die Niederlande mit 1,07 kWp die höchste Pro-Kopf-Kapazität haben. Deutschland liegt mit 0,81 kWp knapp dahinter.

Sweco hat die mögliche Widerstandsfähigkeit der Stromversorgung in neun europäischen Ländern in den nächsten fünf Jahren analysiert, indem die künftige Entwicklung der Solarenergie sowie die Kosten und die mögliche Belastung durch Notstromlösungen bei Stromausfällen untersucht wurden. Die in die Studie einbezogenen Länder sind Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Finnland, Deutschland, die Niederlande, Norwegen, Schweden und das Vereinigte Königreich. Die Studie untersucht auch das theoretische Potenzial, wie die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen, wie der Wasserwirtschaft und des Mobilfunks, durch die Integration von Solarenergielösungen oder deren Standort in der Nähe von Solarkraftwerken, erhöht werden kann.

Lesen Sie die vollständige Studie: Solar Energy Resilience: Emergency power from solar panels during blackouts.


Sweco plant und gestaltet die nachhaltigen Städte und Gemeinden der Zukunft. Gemeinsam mit unseren Kunden und dem kollektiven Wissen unserer 20.000 Architekt*innen, Ingenieur*innen und anderer Expert*innen schaffen wir Lösungen, die sich mit der Urbanisierung befassen, die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen und unsere Gesellschaft nachhaltiger gestalten. Sweco ist der führende europäische Anbieter für Architektur- und Ingenieurdienstleistungen mit einem Umsatz von rund 2,2 Mrd. €. Das Unternehmen ist im NASDAQ OMX Stockholm AB gelistet.

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