Rubrik Wasser / Abwasser

Funke Straßenabläufe für Gewerbegebiet in Rahden

Überzeugend in Theorie und Praxis

05.07.2024 – Lesezeit ca. 4 Minuten 67

Überzeugend in Theorie und Praxis

So sieht der fertig gesetzte Straßenablauf aus. Dank der Auflagebacken und Ausgleichsringe kann das benötigte Höhen- und Neigungsniveau perfekt eingestellt werden – ganz ohne Mörtelfuge. (Bild: Funke Kunststoffe GmbH)

Es war eine Schulungsteilnahme mit Folgen. Im März 2023 hatten Vertreter der Stadt Rahden die innovativen Funke Straßenabläufe kennengelernt. Wenige Monate später kamen bereits 20 Exemplare beim Straßenendausbau im Gewerbegebiet Süd zum Einsatz. Hier können sie nun ganz ohne Mörtelfuge ihre Langlebigkeit unter Beweis stellen.

Ein enger Austausch der Fachberater mit Anwendern vor Ort ist bei der Funke Kunststoffe GmbH eine Selbstverständlichkeit. In Kombination mit einem lösungsorientierten Technikteam am Unternehmenssitz führt dies dazu, dass innovative Produkte und technische Verbesserungen entwickelt werden, die den Baustellenablauf und die Funktionsweise von Abwasserleitungen und -kanälen optimieren. Funke ist demnach mit Problemstellungen von Anwendern bestens vertraut und hält gleichzeitig durchdachte Lösungen bereit. Diese Erfahrung hat sich jetzt auch die nordrhein-westfälische Stadt Rahden zunutze gemacht. Deren Vertreter hatten im März 2023 an einer Schulung zum Thema Regenwasserbewirtschaftung am Funke-Firmensitz in Hamm teilgenommen. Die dort gezeigten Funke Straßenabläufe überzeugten derart, dass sie nur wenige Monate später in der Carl-Zeiss-Straße im Rahdener Gewerbegebiet Süd eingesetzt wurden.
Erstellt worden ist die Carl-Zeiss-Straße bereits vor rund zwanzig Jahren als Bau- und Erschließungsstraße. Die Entwässerung erfolgte dabei zunächst nur punktuell anhand von zwölf Straßenabläufen aus Beton, die nun beim Endausbau weiterverwendet werden sollten. Da laut den Plänen der IPW Ingenieurplanung GmbH auf der insgesamt 750 m langen Strecke allerdings 32 Abläufe erforderlich sind, kommen nun zusätzlich 20 Funke Straßenabläufe für Aufsätze 300 x 500 mm zum Einsatz. „In Teilbereichen werden sie in zweireihige Pendelrinnen eingebaut, da in der Straße das Längsgefälle stellenweise unter 0,5 % liegt“, beschreibt Planer Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schwarz die Situation.

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Feinanpassung in Höhe und Neigung

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Funke Straßenablauf und herkömmlichen Konstruktionen liegt darin, wie die Bauteile an die Deckschicht angepasst werden. Üblicherweise dienen Mörtelfugen direkt unter dem Aufsatz dazu, Feinanpassungen in der Höhe und der Neigung herzustellen. Auch wenn das einfach und schnell umsetzbar ist, birgt die Ausführung jedoch einen großen Nachteil. Mörtelfugen sind schadens- und reparaturanfällig und damit auf lange Sicht gesehen für Städte und Kommunen kostenintensiv. Dieses Manko hat Funke mit seinem Straßenablauf behoben. Statt einer Mörtelfuge sorgen Auflagebacken und Ausgleichsringe für das individuell benötigte Höhen- und Neigungsniveau. Funke-Fachberater Bernd Hölscher erklärt: „Die Konusplatte des Funke Straßenablaufs ist mit Blick auf den Läuferstein bereits fest mit einem Quergefälle von 2,5 % ausgebildet. Weitere Einstellungen können über verschiedene aus faserverstärktem Kunststoff bestehende Ausgleichsringe vorgenommen werden. Das ist in der Carl-Zeiss-Straße insbesondere wegen der an manchen Stellen vorhandenen Pendelrinnen praktisch. Grundsätzlich sind auch die im Unterteil der Konusplatte angebrachten Auflagebacken in vier Abstufungen bis 12 % an das Straßen-Längsgefälle anpassbar. In Rahden war das wegen des geringen Gefälles allerdings nicht notwendig. Mit dem Funke Straßenablauf kann das ausführende Unternehmen eine perfekte Passgenauigkeit herstellen – die Grundlage für eine dauerhafte und reibungslose Funktion.“

Korrosions- und tausalzbeständig

Insgesamt sind sechs verschiedene Ausgleichsringe mit unterschiedlichen Höhen und Gefällen erhältlich. Sie sind je nach Baustellensituation beliebig kombinierbar. Bis zu drei Stück können übereinandergelegt werden. Hinzu kommt ein weiterer Pluspunkt: Anders als Beton ist der Funke Straßenablauf dank einer zweiteiligen Konusplatte aus Guss und einem wandverstärkten Unterteil aus PVC-U korrosions- und tausalzbeständig.
Diese Vorteile des innovativen Produktes waren es, die bei der Funke-Werksbesichtigung das Interesse von Dipl.-Ing. Oliver Zierenberg, Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung der Stadt Rahden, geweckt haben: „Die Konstruktion ohne Fugen ist schon bemerkenswert. Das wollten wir unbedingt ausprobieren. Wenn die Straßenabläufe das halten, was sie mit Blick auf Langlebigkeit und Schadensfreiheit versprechen, ist das gut investiertes Geld, das sich langfristig rechnet.“

Perfekter Funke-Service

Wie einfach der Einbau vonstatten geht, demonstrierte der Funke-Anwendungstechniker Thomas Bröer vor Ort bei einem Baustellentermin mit der ausführenden Werner Pieper Straßenbau GmbH. Nachdem Bröer zunächst die einzelnen Komponenten wie Grundplatte, Unterteil, Konusplatte, Aufsatz und Ausgleichsringe und ihre jeweiligen Funktionen vorgestellt hatte, konnten die Mitarbeiter von Werner Pieper Straßenbau unter seinen fachkundigen Augen selbst aktiv werden. Geschäftsführer Jens Barnefski: „Mit dem Funke Straßenablauf hatten wir in der Carl-Zeiss-Straße das erste Mal zu tun. Die Einweisung durch Funke war daher ein toller Service. Unsere Mitarbeiter wussten so direkt, worauf sie achten müssen.“
Grundsätzlich ist die Montage des Straßenablaufs einfach, was auch seinem vergleichsweise geringen Eigengewicht zu verdanken ist. Keine der Komponenten wiegt mehr als 25 kg. Für das Setzen ist somit kein Hebegerät notwendig.

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