Rubrik Wasser / Abwasser

Begrünte Dächer sind Beitrag zu klimarobusten Städten

22.10.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 13

Christopher Heinrich hat das Dach seiner Garage begrünt. Seitdem kann man von der Terrasse aus auf einen grünen Pflanzenteppich schauen. Foto: Thomas Schmidt/Stadt Herne

Kühler darunter, schöner oben drüber und als Regenwasserspeicher ein wichtiger Baustein für Klimaanpassung: das begrünte Garagendach von Christopher Heinrich. Der Dachbegrüner aus Herne-Eickel hat ein Mini.Wasserzeichen als Dankeschön für sein Engagement bekommen – überreicht von Dr. Frank Dudda, Ratsvorsitzender der Emschergenossenschaft, und Prof. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Wasserwirtschaftsverbandes. Dieser bietet mit der Zukunftsinitiative Klima.Werk das „10.000 Grüne Dächer“-Förderprogramm an: Einfach online den Antrag stellen, die Zusage für den Zuschuss erhalten und loslegen!

Angebracht an der Wand oder aufgestellt im Regal zeigt das Mini.Wasserzeichen "Ich habe ein Gründach vom Klima.Werk". Die Holztafel ist eine Auszeichnung an Hauseigentümer*innen in der Emscher-Region, die mit einem Zuschuss aus dem "10.000 Grüne Dächer"-Programm von Emschergenossenschaft und Zukunftsinitiative Klima.Werk Dachflächen auf ihrem Grundstück bepflanzt haben.

Der Besuch des EG-Ratsvorsitzenden und Herner Oberbürgermeisters Dr. Frank Dudda und des EG-Vorstandsvorsitzenden Uli Paetzel soll "unseren Dank für den Einsatz und die Bedeutung von Dachbegrünungen für klimarobuste Wohnquartiere unterstreichen", sagt Frank Dudda. "Die Förderung ist mit 50 Euro pro Quadratmeter Dachfläche attraktiv, aber trotzdem muss man eigeninitiativ in die Umsetzung gehen und sich kümmern", so Frank Dudda in Richtung von Christopher Heinrich. Der hat für die 35 Quadratmeter Begrünung seiner Garage Matten mit Kräuter- und Sedumpflanzen, Substrat, Schutzvlies, die Drainageschicht, Kies und mehr gekauft und das Gründach in Eigenleistung umgesetzt. Aber wer lieber eine Fachfirma beauftragen möchte: auch das wird gefördert.

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Die Übergabe des Wasserzeichens soll andere motivieren, es wie Christopher Heinrich zu machen. "Wir müssen unsere Städte klimafest umbauen, das zeigt dieser trockene und heiße Sommer ganz deutlich", sagt Uli Paetzel. "Regenwasser ist eine Ressource, mit der wir anders umgehen müssen, zum Beispiel, indem wir sie nicht in die Kanalisation ableiten. Jede kleine und große begrünte Dachfläche ist dazu ein Beitrag, deshalb haben wir das ‚10.000 Grüne Dächer'-Programm aufgelegt. Der Name zeigt unser Ziel an", so Paetzel. Christopher Heinrich kann die Teilnahme nur empfehlen, Antragstellung und Auszahlung, beides habe unkompliziert und digital funktioniert, die Arbeiten am Dach hätten nicht viel Zeit in Anspruch genommen. Die Förderung ist nicht ganz kostendeckend, aber es hat sich gelohnt: Das Gründach ist schön und darunter ist es kühler.

Voraussetzungen, Förderanträge, Webseite

Die Förderung aus dem "10.000 Grüne Dächer"-Programm richtet sich an private und gewerbliche Eigentümer*innen: 50 Euro pro Quadratmeter Dachbegrünung erhalten förderberechtigte Antragsteller*innen für maximal 200 Quadratmeter Fläche, also bis zu 10.000 Euro. Achtung: Erst die Förderzusage abwarten und dann loslegen mit der Dachbegrünung!

Alle Informationen zur Förderung und zu den Voraussetzungen finden sich auf www.klima-werk.de/gruendachfoerderung, über diese Webseite ist auch das Online-Förderportal für die Antragstellung zu erreichen. Hier sehen Interessierte außerdem, ob ihre Adresse im Fördergebiet liegt (Einzugsgebiete von Emschergenossenschaft und Lippeverband). Ab einer Förderzusage haben Eigentümer*innen drei Jahre Zeit, die Dachbegrünung umzusetzen. Fristen bei der Beantragung der Förderung gibt es nicht, die digitale Antragstellung ist jederzeit möglich.

Wer mehr als 200 Quadratmeter Dachfläche begrünen will, kann ebenfalls einen Zuschuss erhalten, dann bitte eine Anfrage dazu an hallo@klima-werk.de schreiben.

Die Zukunftsinitiative Klima.Werk

In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der blau-grüne Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative "Wasser in der Stadt von morgen" weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk.

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