Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
IFA-Arbeitskreis gibt grünes Licht für "Inliner" in Asbest-Kanälen
06.05.2024 – Lesezeit ca. 2 Minuten
158
Gute Nachrichten für Kommunen und Netzbetreiber, die erdverlegte Asbestzementkanäle in ihrem Bestand haben: Die Instandhaltung erdverlegter Rohre mit "Inlinern" ist nun vom entscheidenden Gremium des Instituts für Arbeitsschutz (IFA) als emissionsarm anerkannt worden.
"Der entscheidende Arbeitskreis des IFA hat unseren Antrag Mitte April genehmigt. Wir freuen uns sehr darüber, denn wir haben mit unserer Arbeit die Tür aufgestoßen für die Akzeptanz von grabenlosen Instandhaltungsverfahren in erdverlegten Leitungen, bei denen das Bestandsrohr im Boden verbleibt", erklärt RSV-Geschäftsführerin Reinhild Haacker.
Die Veröffentlichung des vor Ort härtenden Schlauchlinings als BT-Verfahren werde nach Aussage des Instituts innerhalb der nächsten Wochen erfolgen. Eine offizielle Bestätigung des IFA liegt aber schon vor und kann auf der Themenseite Asbestzementleitungen des RSV heruntergeladen werden.
Anerkennung ist für viele Kommunen eine "echte Erlösung"
Jahrelang hatte es nahezu einen Stillstand bei Kanalsanierungsprojekten gegeben, ausgelöst durch ein Verbot in Bayern und einer daraus folgenden bundesweiten Unsicherheit hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit. "Wir haben fast täglich Anfragen von Kommunen, die zum Teil nicht einmal reinigen oder inspizieren und damit ihre Pflichten nach dem Wasserhaushaltsgesetz vernachlässigen. Für sie ist die Anerkennung eine echte Erlösung", so Haacker.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Nach der Gefahrstoffverordnung dürfen Instandhaltungsarbeiten an Bauprodukten aus Asbest nur in Ausnahmefällen genehmigt werden – u. a. wenn ein emissionsarmes Verfahren gemäß TRGS 519 vorliegt, das durch Messergebnisse eine Faserexposition unterhalb der Grenzwerte von 10.000 Fasern pro Kubikmeter Atemluft nachgewiesen hat. Neben dem Berstverfahren, das als BT-Verfahren vom Institut für Arbeitsschutz anerkannt ist, hat nun das vor Ort härtende Schlauchlining mit entsprechenden Messungen die Voraussetzungen nach der DGUV-Information 201-012 ebenfalls erfüllt.
Veröffentlichung als BT-Verfahren voraussichtlich im Mai
Bis das Verfahren als BT-Verfahren auf der Liste der DGUV steht, dauert es nach Schätzung des IFA noch bis ca Mitte/Ende Mai.
Was bedeutet die Anerkennung für Netzbetreiber? Was müssen sie beachten? Kommunen, Ingenieurbüros, Abwasserentsorger, Unternehmen, Medienvertreter und interessierte Fachbesucher sind eingeladen, sich auf der IFAT zu informieren. Mittwoch, 15. Mai, 14 Uhr am Stand der ISAS GmbH, C3.209
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
Sie können diese Ausgabe kaufen oder ein Abonnement abschließen, um diesen Artikel hier sofort und komplett zu lesen. Mit einem Abonnement erhalten Sie zusätzlich jede gedruckte Ausgabe der Kommunalwirtschaft frei Haus.
Unser PDF Abo ist kostenlos! Abonnieren Sie dazu unseren Newsletter, in welchem ein Downloadlink zur jeweils aktuellen Ausgabe zur Verfügung gestellt wird.
Wenn Sie schon Abonnent der Kommunalwirtschaft sind, melden Sie sich an, um den Artikel zu lesen.
Sonderfall Hausanschlusssanierung – Wenn Standardverfahren an ihre Grenzen stoßen
Wie lassen sich komplexe Sanierungssituationen wirtschaftlich lösen? Diese Frage gehört zu den thematischen Schwerpunkten des 24. Deutschen Schlauchlinertags am[...]
Eisenbahn-Bundesamt legt IKT als Prüfstelle für dezentrale Abwasserbehandlungsanlagen fest
Hersteller dezentraler Niederschlagswasserbehandlungsanlagen können die Reinigungsleistung ihrer Systeme jetzt auch für den Einsatz an Bahnanlagen beim IKT nachweisen lassen.
Einstieg in die Phosphorrückgewinnung 2029, vollumfänglicher Hochlauf über ein Stufenmodell bis 2039, Ablagerung von Aschen als nationale Phosphorreserve, Schaf[...]
Wupperverband passt die Wasserabgabe an die Wupper an
Das aktuelle Wasserwirtschaftsjahr 2026 ist im Wuppergebiet derzeit deutlich zu trocken. An der Referenzmessstelle Bever-Talsperre lagen sieben Monate deutlich [...]
Wie lassen sich Kanäle zugleich langfristig und wirtschaftlich instandsetzen? Der 15. Deutsche Reparaturtag am 9. September in Kassel zeigt anhand praxisnaher E[...]
Bestehende Rundschächte nachträglich mit Rückstauklappen oder Absperrschiebern auszustatten, kann aufwendige Anpassungen am Bauwerk erfordern. Auf der GaLaBau N[...]
Vom Abwasser zur Ressource: Neue Wege für eine effiziente Wassernutzung
Die Wiederverwendung von Wasser gewinnt angesichts zunehmender Wasserknappheit und steigender Klimarisiken an Bedeutung. Im europäischen Forschungsprojekt DECIR[...]
Der Systemcharakter der Funke-Produktpalette kam den Beteiligten einer Kanalerneuerung in Bexbach gelegen. Notwendig war hier eine Nennweitenreduzierung. Der Ku[...]
Duktile Gussrohre mit äußerer Zementmörtelumhüllung nach EN 15542 mit dem Gütezeichen RAL-GZ 699 können grabenlos eingebaut werden und bieten eine hohe mechanische Belastbarkeit.
Der Erfolg einer Kanalsanierungsmaßnahme entscheidet sich nicht allein an der Auswahl einzelner Verfahren. Entscheidend ist, ob Planung, Technik und Bauausführu[...]