Rubrik Wasser / Abwasser

Stadtwerke nehmen neues Pumpwerk Grünbaumstraße in Betrieb

Damit Wasser bergauf fließt – eine neue Druckanlage fürs Wassernetz

22.04.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 364

Damit Wasser bergauf fließt – eine neue Druckanlage fürs Wassernetz

Bild: Stadtwerke Solingen

Solingen ist topografisch anspruchsvoll – das gilt auch für das Trinkwassernetz. Damit das Wasser in Haushalten mit passendem Druck aus dem Wasserhahn kommt, braucht es eine funktionierende Infrastruktur, die in der Lage ist, dies technisch sicherzustellen. Um für den Fall von Reparatur- oder Wartungsarbeiten an der bestehenden Anlage Krahenhöhe eine gleichbleibende Versorgung ermöglichen zu können, haben die Stadtwerke Solingen nun ein weiteres Pumpwerk in der Grünbaumstraße in Betrieb genommen.

Das Wasserwerk Glüder stellt rund die Hälfte des Solinger Trinkwassers zur Verfügung. Das sind pro Jahr zwischen 5,5 und 6 Millionen Kubikmeter. Talsperrenwasser ist weiches Oberflächenwasser aus der Sengbachtalsperre und teilweise der Großen Dhünntalsperre. Im Wasserwerk Glüder wird das gewonnene Talsperrenwasser gemäß den gesetzlichen Vorschriften zu Trinkwasser aufbereitet und durch das Pumpwerk im Wasserwerk Glüder auf den Weg zum Trinkwasserbehälter Krahenhöhe gebracht.

Im Solinger Stadtgebiet befinden sich an mehreren Standorten Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von insgesamt rund 26.000 m³. Damit wird der Tagesbedarf der Solinger gedeckt. Die Wasserbehälter gleichen Schwankungen beim Wasserverbrauch aus. Das innerstädtische Ringleitungssystem zum Transport und zur Verteilung des Trinkwassers entstand in Solingen bis Mitte der 1970er-Jahre. Zeitgleich entstanden auch die Wasserbehälter, welche die "alten" Wassertürme ablösten.

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Das Solinger Trinkwasser wird nach der Aufbereitung in den Wasserwerken der Stadtwerke Solingen und der Speicherung in Wasserbehältern zum Verbraucher transportiert. Das heute in Solingen existierende Trinkwasserleitungssystem umfasst eine Leitungslänge von insgesamt ca. 600 km. Dazu kommen noch über 30.000 Hausanschlüsse, die auch eine Länge von ca. 300 km ausmachen. Beim Transport des Wassers vom niedrigsten bis zum höchsten Versorgungspunkt werden im Stadtgebiet Höhenunterschiede von über 200 m überwunden. Das erfordert technische Maßnahmen, um einen gleichbleibenden Wasserdruck sicherstellen zu können – selbst wenn Wasser bergauf fließen muss.

„Die Anforderungen an das Trinkwassernetz in Solingen sind mit der Stadtentwicklung über die letzten Jahrzehnte gestiegen. Um diesen auch in Zukunft gerecht werden zu können, erweitern wir unser Wassernetz um die neue Pumpstation, die in der Hochdruckzone Krahenhöhe einen gleichbleibenden Druck ermöglicht“, so Peter Adams, Leiter der Planungsabteilung Gas/Wasser bei den Netzen Solingen, einer 100%igen Tochter der Stadtwerke Solingen. Er hat mit dem Team aus den Wasserwerken das Pumpwerk geplant und den Bau koordiniert. „Wir haben aufgrund des Standorts insbesondere darauf geachtet, dass sich der Bau optisch in die Umgebung einfügt – und ich finde, dies ist gut gelungen, nicht zuletzt durch die Bepflanzung oder auch das Dachbegrünungskonzept“, so Adams.

Die Überwachung der Wasserverteilung erfolgt über die Leitwarte der Netze Solingen, so können die Mitarbeiter*innen bei Schäden oder Ausfällen kurzfristig reagieren. Wasserversorger ist in der Stadt Solingen der Eigenbetrieb Wasserversorgung Solingen (kurz EBW).

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