Rubrik Natur und Umwelt

Der Deutschland summt!-Pflanzwettbewerb 2025 setzt besonderen Anreiz, die biologische Vielfalt zu fördern

Ob Garten, Schulhof oder Firmengelände: Jetzt mit Artenvielfalt punkten!

17.02.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten 67

Ob Garten, Schulhof oder Firmengelände: Jetzt mit Artenvielfalt punkten!

© Stiftung für Mensch und Umwelt

Die Stiftung für Mensch und Umwelt ruft bereits im zehnten Jahr zur Teilnahme an ihrem beliebten Deutschland summt!-Pflanzwett­bewerb auf. Prämiert werden insektenfreundliche Flächen und inspirierende Aktionen, die auch andere zum Teilnehmen motivie­ren. Es gibt Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von über 10.000,- Euro zu gewinnen. Jetzt planen und im Frühling loslegen!

Öder Rasen, triste Balkone und graue Firmengelände haben Potenzial, summende Paradiese zu werden. Jung wie Alt, vom Kitakind bis zum Firmenchef: Alle sind eingeladen, solche Flächen ökologisch aufzuwer­ten. Das Ziel dabei ist, mehr naturna­hes Grün zum Wohle der Artenvielfalt zu schaffen. Unsere heimischen Wildbienen sind an heimische Blumen angepasst, nicht an Zier­gewächse wie Geranien oder Stiefmütterchen.

„Um die biolo­gische Vielfalt vor Ort zu fördern, wählen Sie am besten heimische Pflanzen, Wildstauden, Kräuter und Gehölze. Auch Strukturen wie Sandlinsen, Totholz und Wasserstellen gehören zu einem Naturgarten. Davon profitieren Insekten, Vögel, Igel, Kröten, Eidechsen und viele mehr“, so Dr. Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer, Leiter der Stiftung für Mensch und Umwelt und Initiatoren von Deutschland summt! Für teilnehmende Kindergruppen wird es Mitte April wieder die Aktion „Kräuterkids“ geben. Mit etwas Glück erhalten Gruppen dann ein kostenfreies Kräuterpaket für Ihre Aktion. Wie groß die Fläche ist, die Teilnehmer*innen beim Wettbewerb einreichen, ist für die Bewertung durch die Jury nicht relevant. Selbst kleine Wildblumenoasen können die Bestäubervielfalt erhöhen.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Die Fackel der Begeisterung weitertragen

Insbesondere Gruppen sind aufgerufen, teilzunehmen. Ob Sportverein, Kollegium, Nach­barschaft, Freundeskreis oder Familie: Alle können zu Schaufel und Pflanze greifen und Vielfalt schaffen. Wichtig: Neben der ökologischen Aufwertung vergibt die Jury Punkte für Info-Aktionen. „Damit sowie in den Social Media können die Teilnehmer*innen auch anderen zeigen, was Insekten und Menschen glücklich macht. Naturnahes Gärtnern soll noch mehr in der breiten Gesellschaft ankommen“, betont Wettbewerbsleiterin Julia Sander. So werden auch Mitbürger*innen, Lokalpresse und Politik auf das wichtige Thema aufmerksam. Für die besten Beiträge winken Geldpreise bis 400,- Euro. In neun Kategorien findet sich für jede Fläche eine Möglichkeit zur Teilnahme.1

Hintergrund zu Wildbienen und zur biologischen Vielfalt

Unsere Welt ist aktuell von einem massiven globalen Artensterben geprägt. Wie die IUCN mitteilt, sind von den über 166.000 bewerteten Arten 28 % vom Aussterben bedroht. Laut des Bundesamts für Naturschutz sind in Deutschland über ein Viertel der Insekten­arten in ihrem Bestand gefährdet. „Etwa 48 % der 557 in der Roten Liste bewerteten Bienenarten sind bestandsgefährdet oder schon ausgestorben“, so das Rote Liste Zentrum. Eine Ursache für den Rückgang und die Gefährdung der Insekten liegt im Verlust ihrer Lebensräume. Wildbienen und andere Insekten spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Nimmt ihr Bestand ab, hat dies auch Folgen für viele andere Tiere und Pflanzen, die von ihnen abhängig sind – und letztendlich auch für uns selbst.


Über die Stiftung für Mensch und Umwelt

Die Stiftung für Mensch und Umwelt mit Sitz in Berlin ist gemeinnützig und bundesweit tätig. Sie realisiert eigene Projekte, die u. a. naturnahes Grün in urbane Räume bringen. Damit möchte sie die biologische Vielfalt fördern. Mit ihrem Naturgarten-Team hat sich die Stiftung in den vergangenen Jahren einen Namen in der naturnahen Gestaltung von Freiflächen im Wohnungsbau gemacht.

Raus aus der Kostenfalle: Umweltbündnis fordert klaren Kurs für Gasausstieg

Mit den Eckpunkten zum Gebäude-Modernisierungs-Gesetz hat die Bundesregierung angekündigt, dass auf unbestimmte Zeit wieder Gasheizungen eingebaut werden dürfen[...]

30.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

natur
Klimaschutz statt Zettelwirtschaft: Studie empfiehlt vereinfachte Förderung von Kommunen

Eine neue Difu-Studie zeigt, warum viele Kommunen bei Klimaschutzprojekten oft schon an der Vielzahl der Förderprogramme scheitern – und wie pauschale Budgets, [...]

27.03.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

natur
Neues Kinderbuch der KEA-BW bringt die Energiewende ins Klassenzimmer
Neues Kinderbuch der KEA-BW bringt die Energiewende ins Klassenzimmer

KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) bringt neues Kinderbuch heraus welches Erneuerbare Energien und nachhaltiges Handeln leicht verständlich erklärt

27.03.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

natur
Wald im Mini-Format mit Wasser.Zeichen prämiert
Wald im Mini-Format mit Wasser.Zeichen prämiert

„Tiny Forests“ sind kleine, dichte Miniwälder im Stadtgebiet, die zahlreiche Vorteile bieten. An der Ecke Westfalenstraße/Hüserstraße in Hochlarmark wächst so e[...]

24.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

natur
Den Frühling willkommen heißen: Dachbegrüner-Saison startet
Den Frühling willkommen heißen: Dachbegrüner-Saison startet

Emschergenossenschaft/Lippeverband und Zukunftsinitiative Klima.Werk fördern Klimaanpassung

19.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

natur
Früh anfangen, nachhaltig wirken: Energie- und Umweltbildung im Kindergarten
Früh anfangen, nachhaltig wirken: Energie- und Umweltbildung im Kindergarten

Klimaschutz ist keine Frage des Alters. Er wächst dort, wo Neugier, Staunen und Entdeckerfreude zu Hause sind: im Kindergarten. Wer schon früh versteht, dass St[...]

26.02.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

natur
Der Fischotter kehrt in die Hammer Lippeaue zurück
Der Fischotter kehrt in die Hammer Lippeaue zurück

Nachdem bereits vor rund 15 Jahren mit Biber und Weißstorch zwei charismatische Tierarten in die Lippeaue in Hamm zurückgekehrt sind, gibt es nun erneut erfreul[...]

24.02.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

natur
BdB und GALK stellen Bäume mit höherer Überflutungstoleranz vor
BdB und GALK stellen Bäume mit höherer Überflutungstoleranz vor

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. und die Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) e. V. und haben gemeinsam eine Broschüre mit dem Titel „Überflutung[...]

23.01.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

natur
Klimaanpassung und Lebensqualität: Schwammstadt muss Standard der Bauleitplanung sein
Klimaanpassung und Lebensqualität: Schwammstadt muss Standard der Bauleitplanung sein

Deutschland will die Schwammstadt. Deutschland braucht die Schwammstadt. Die Schwammstadt schafft klimaresiliente zukunftssichere und lebenswerte Städte. Bei de[...]

20.01.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

natur
Umfrage: Kommunen investieren mehr in Biodiversität
Umfrage: Kommunen investieren mehr in Biodiversität

Sonderbefragung des Difu im Rahmen des KfW-Kommunalpanels zeigt: Über die Hälfte der Kommunen gibt mehr für den Erhalt der biologischen Vielfalt aus als noch vor fünf Jahren.

20.01.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

natur

Weitere Artikel in dieser Rubrik