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Baugipfel von Ministerin Geywitz: Deutsche Umwelthilfe und Bundesbündnis Bodenschutz fordern Ausgleich für jede neu versiegelte Fläche
12.12.2024 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Anlässlich des bevorstehenden Spitzentreffens des Bündnisses Bezahlbarer Wohnraum bei Bundesbauministerin Geywitz und des Weltbodentags am 5. Dezember fordern die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das Bundesbündnis Bodenschutz (BbB) ein Ende der stetig fortschreitenden Versiegelung und Zerstörung kostbarer Böden. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum müsse mit konkreten und für Bund, Länder und Kommunen verbindlichen Flächensparzielen verknüpft werden. Der anhaltende Flächenfraß führt zur unwiderruflichen Zerstörung der Lebensgrundlage Boden, Überschwemmungen und extremer Hitze in Städten. Die von Bund und Ländern vorangetriebene Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsprozessen sowie die Möglichkeit, von bestehenden Vorschriften abzuweichen, dem sogenannten „Bau-Turbo“, beschleunigen in erster Linie den dramatischen Verlust wertvoller Landschaften und damit Räumen für Erholung, Biodiversität und Lebensmittelproduktion.
„Bau-Turbo“ und Baugipfel von Bauministerin Geywitz ignorieren den fortschreitenden Verlust von Agrarflächen und wertvollem Grün in den Städten
In Deutschland wird jährlich eine Fläche von der Größe der Stadt Hannover für Siedlung und Verkehr beansprucht
DUH fordert Flächenkreislauf bis 2035 und Nutzung von Bestandspotential durch Modernisierung, Umbau und Umnutzung
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Ministerin Geywitz kann nicht auf der einen Seite eine nachhaltige Stadtentwicklung proklamieren und gleichzeitig dem Flächenfraß Tür und Tor öffnen. Unser Hitzecheck im Sommer hat dieses Jahres klar gemacht, dass unsere zubetonierten Städte auf die alljährlichen Hitzewellen nicht vorbereitet sind. Wir benötigen dringend bundesweit geltende Regelungen gegen Bodenversiegelung und verbindliche Vorgaben sowie ausreichend Ressourcen für die Entsiegelung und Begrünung unserer Städte. Dafür fordern wir ein Ende der Neuversiegelung bis 2035, die priorisierte Nutzung der Bestandspotentiale durch Modernisierung, Umbau und Umnutzung und ein Sofortprogramm für grüne Schulhöfe. Für jeden Hektar, der neu bebaut wird, muss andernorts entsiegelt und renaturiert werden.“
Ingrid Hagenbruch, Vorsitzende des Bundesbündnisses Bodenschutz (BbB): „Mit der zunehmenden Bodenversiegelung schwindet auch unsere Ernährungssicherheit. Während immer mehr Böden dank des ‚Bauturbos‘ von Bundesministerin Geywitz verloren zu gehen drohen, stehen in Deutschland 1,7 Millionen Wohnungen leer und fast 100.000 Hektar Brachflächen warten auf Nutzung. Böden gehören zu den wichtigsten Kohlenstoffspeichern. Jeder Hektar, der neu bebaut wird, bedeutet den Verlust von Kohlenstoffspeicherkapazität, was die Klimakrise weiter anheizt.“
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