Rubrik Natur und Umwelt

IGA 2027: Erster Spatenstich am Wendebecken

16.10.2024 – Lesezeit ca. 4 Minuten 73

IGA 2027: Erster Spatenstich am Wendebecken

Nina Frense (Geschäftsführung IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH) Horst Fischer (Geschäftsführung IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH) Garrelt Duin (Regionaldirektor RVR) Karin Welge (Oberbürgermeisterin Stadt Gelsenkirchen) Andreas Bothe (Regierungspräsident des Regierungsbezirks Münster) Christoph Prinz (IGA-Stabsstellenleiter Stadt Gelsenkirchen) (Bild: Karsten Rabas, Stadt Gelsenkirchen)

Im Sommer 2027 wird der Nordsternpark einer der Zukunftsgärten der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Metropole Ruhr 2027. Als erste große Teilbaumaßnahme startete am 30. September mit dem feierlichen Spatenstich der Umbau des Wendebeckens zu einem Freizeit- und Erholungsort direkt am Rhein-Herne-Kanal.

Mit dem Beginn der Bauarbeiten wird ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Nordsternparks zu einem modernen und nachhaltigen Erholungsraum gesetzt, was Oberbürgermeisterin Karin Welge in Ihrer Begrüßung betonte: „Mit dem heutigen Spatenstich legen wir den Grundstein für einen neuen Anziehungspunkt im Nordsternpark – einen Ort, an dem wir ab 2027 alle die Natur genießen, Kraft tanken und Zeit mit unseren Liebsten verbringen können.“

Andreas Bothe, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Münster, bekräftigte in seiner Ansprache: „Ich bin überzeugt, dass der Bau des Zukunftsgartens Gelsenkirchen im Rahmen der IGA 2027 ein Vorbild für viele weitere Kommunen in unserem Land sein wird. Es zeigt, was möglich ist, wenn eine ganze Region sich zukunftsweisend präsentieren möchte und dabei die Zusammenarbeit zwischen Land und Stadt Hand in Hand geht.“

Der Regionaldirektor des Regionalverbands Ruhr, Garrelt Duin, stellte in seinem Grußwort die Bedeutung der IGA 2027 für die Metropole Ruhr heraus: „Bei meinen Besuchen im künftigen Zukunftsgarten Gelsenkirchen konnte ich mich von der Kreativität und Kraft überzeugen, die in die IGA Metropole Ruhr 2027 gesteckt wird. Hier entstehen langlebige und nachhaltige Projekte, die die Lebensqualität der Menschen vor Ort erhöhen und viele Gäste anziehen werden. Hier entsteht ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur grünsten Industrieregion.“

Der Leiter der IGA-Stabsstelle der Stadt Gelsenkirchen, Christoph Prinz, erläuterte im Detail die nun beginnende Baumaßnahme am Wendebecken: Der Seitenarm des Rhein-Herne-Kanals wird zu einem lebendigen Treffpunkt und Aktivitätsbereich entwickelt. Die östliche Böschung wird als gleichmäßige Schräge zum Wasser hin gestaltet, eine barrierefreie Rampe legt sich in die Böschung und überwindet den Höhenunterschied von ca. 7 Metern barrierefrei, eine zusätzliche Treppenanlage schließt an der Inselpromenade an. Am östlichen Ufer ist ein Café mit Außenbestuhlung geplant, nach Westen entsteht eine naturnahe Ufergestaltung mit Schilf- und Röhrichtzone. Ein Natursteg mit Ruhe- und Aussichtsplattformen wird barrierefrei an den Südeingang angeschlossen. Ein schwimmender Steg führt in das Wendebecken und endet in einer offenen, kreisrunden Fläche. Während der IGA-Ausstellungsdauer von April bis Oktober 2027 führt ein direkt auf dem Wasser schwimmendes Ponton über das Wendebecken, Floating Wetlands blühen über den gesamten IGA-Zeitraum. Die bestehende Spundwand wird gekürzt, unterirdisch als Schutzfunktion gehalten und mit einer Steinschüttung gestützt.

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Mit Kosten von 3,8 Mio. ist die Neugestaltung des Wendebeckens das größte Teilprojekt innerhalb der Freianlagen. Die Größe des gesamten Bearbeitungsbereiches mit Nebenflächen beträgt ca. 12.000 m².

Beim Spatenstich wurde Regierungspräsident Bothe die besondere Ehre zuteil, mit dem goldenen Spaten zu agieren, mit dem bereits der damalige NRW-Ministerpräsident Johannes Rau im Nordsternpark Gelsenkirchen den ersten Baum für die BUGA 1997 gepflanzt hatte.


Hintergrund:

Die Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 wird ein buntes, begeisterndes Gartenfestival im ganzen Ruhrgebiet und ist ein weiterer großer Schritt auf dem Weg des Reviers hin zur grünsten Industrieregion der Welt. Von April bis Oktober 2027 wird sie für Innovation und Blütenrausch sorgen:
Die IGA 2027 hat drei Ebenen: die fünf Zukunftsgärten Duisburg, Gelsenkirchen, Dortmund, „Emscherland“ und Bergkamen/Lünen, die Ebene „Unsere Gärten“ mit (inter)kommunalen Projekten und die Ebene „Mein Garten“, die die ganze Bevölkerung zum unmittelbaren Mitmachen einlädt. Die Zukunftsgärten werden neben der Leistungsschau der Grünen Branche Schaufenster und Laborraum sein für Ideen und Antworten auf die Leitfrage „Wie wollen wir morgen leben?“ und eine Vielzahl von Events und Kulturveranstaltungen bieten.

Die IGA Metropole Ruhr 2027 ist die erste dezentrale internationale Gartenschau in Nordrhein-Westfalen. Sie wird organisiert durch die IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH als Durchführungsgesellschaft, den Regionalverband Ruhr, die Kommunen und Kreise und in Kooperation mit dem Land Nordrhein-Westfalen, Emschergenossenschaft/ Lippeverband und vielen weiteren Partnerinnen und Partnern. Labelgeber ist die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft mbH.

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