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Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Was können wir tun, damit Gärten und öffentliches Grün fit für die Zukunft sind? Für eine Zukunft, in der es
deutlich heißer und trockener ist, und die gleichzeitig Starkregen mit sich bringt. So weitermachen wie
bisher, ist zweifelsohne keine Option. Die gute Nachricht ist, dass schon kleine Veränderungen einiges
bewirken können. Im Folgenden lesen Sie Empfehlungen zu den drei Bereichen „Planung“, „Bepflanzung“
und „Pflege“, herausgegeben von der Stiftung für Mensch und Umwelt. Sie ist seit einigen Jahren in der
naturnahen Planung und Gestaltung von naturnahem Grün tätig.
1. Planung:
Schatten planen: Bäume als Schattenspender werden immer wichtiger. Achten Sie darauf,
sonnenexponierte Pflasterflächen zu beschatten, damit sie sich nicht so stark aufheizen.
Versiegelung vermeiden: Idealerweise reduzieren Sie wasserundurchlässige Flächen wie Asphalt
auf ein Minimum.
Farbwahl: Bevorzugen Sie helle Oberflächen bei der Materialwahl. Sie heizen sich weniger auf als
dunkle.
2. Bepflanzung:
Pflanzenwahl anpassen: Nutzen Sie heimische trockenheitsverträgliche Arten, mediterrane Arten
oder Arten der eurasischen Steppe.
Pflanzungen & Ansaaten: Führen Sie diese bevorzugt im Herbst durch. Die Erfahrung zeigt, dass
das Frühjahr immer öfter sehr trocken ausfällt.
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Fassadenbegrünung: Bewachsene Fassaden kühlen im Sommer die Umgebung und bieten
Lebensraum für Tiere.
Dachbegrünung: Sie kühlt im Sommer das Gebäude, ist Lebensraum für Pflanzen und Tiere, und ist
darüber hinaus Wasserspeicher und Puffer bei Starkregen.
Beetaufbau anpassen: Hier bietet sich z. B. ein Magerbeet mit wasserspeicherndem Kern aus
Lehm oder Totholz an (Achtung: Der Kern aus Totholz setzt sich, wenn das Holz verrottet.). In
Ausnahmefällen (z. B. Gemüsebeet) können Sie eine Mulchschicht (z. B. aus Stroh, Rasenschnitt
oder Splitt) gegen übermäßige Wasserverdunstung auftragen. Das ist jedoch eher schlecht für Tiere.
3. Pflege:
Niederschläge speichern: Sammeln Sie anfallenden Regen in Tonnen, Zisternen o. Ä. Dieses
Wasser kann z. B. in heißen Dürreperioden als Gießwasser genutzt werden. Wenn keine Tonnen
oder Zisternen möglich sind, lassen Sie Niederschläge in Grünflächen einstauen und langsam
versickern (Stichwort „Schwammstadt“).
Bewässerung: Vermeiden Sie diese möglichst, da Wasserengpässe öfter zu erwarten sind.
Ausnahme: In der Anwachsphase der Stauden und vor allem der Gehölze (da kann es sogar ein
Zeitraum von zwei Jahren sein) ist es erforderlich, gelegentlich zu gießen. Gleiches gilt für absolute
Trockenphasen. Auch dann ist Gießen wichtig. In diesen Fällen ist es hilfreich, wenn Sie auf
gesammeltes Wasser zurückgreifen können.
Hinweis: Die oben genannten Informationen sind ein Auszug aus der Veröffentlichung „Der Handlungsleitfaden: Naturnahe Gestaltung von Wohnquartieren. Praxistipps für Planung, Anlage und Pflege“ der
Stiftung für Mensch und Umwelt.
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