Rubrik Müll / Entsorgung / Recycling

Zum Schulstart: Schulranzen aufräumen – Abfälle richtig entsorgen

07.08.2025 – Lesezeit ca. 4 Minuten 117

Zum Schulstart: Schulranzen aufräumen – Abfälle richtig entsorgen

Bild: Istock / Sergii Kolesnikov

Nach den Sommerferien beginnt das neue Schuljahr – jetzt heißt es Schulranzen oder Rucksack aufräumen und vergessene Abfälle entsorgen. Doch wohin mit ausgetrockneten Stiften, leeren Trinkpäckchen und Müsliriegel-Verpackungen? Richtige Mülltrennung hilft, Klima und Umwelt zu schützen. Zum Schulstart kann man das schon mal zu Hause üben – mit den Tipps der Initiative „Mülltrennung wirkt“.

Rund 8,9 Millionen Schüler*innen besuchten im Schuljahr 2024/2025 eine allgemeinbildende Schule in Deutschland, so die vorläufigen Ergebnisse des Statistischen Bundesamts1. Für viele von ihnen startet nach den Sommerferien ein neues Schuljahr – dann kommen auch etliche Schulranzen oder Rucksäcke aus der Sommerpause. Bevor Kinder und Jugendliche hier blitzblanke Bücher, neue Stifte und Hefte einpacken, muss ausgemistet werden: Papierreste, leere Klebestifte oder Snackverpackungen – vielleicht sogar ein vergessenes Schulbrot. „Viele dieser Abfälle können recycelt werden, aber nur, wenn sie richtig getrennt entsorgt werden“, erklärt Axel Subklew, Sprecher der Initiative Mülltrennung wirkt. „Gerade für Eltern von jüngeren Kids ist der Schulstart eine gute Gelegenheit, gemeinsam mit ihnen Mülltrennung zu üben.“ Ganz einfach geht das mit diesen Tipps der Initiative Mülltrennung wirkt.

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Schulbrote und Getränke: Gut verpacken, richtig entsorgen

Schulbrote und Getränke sind in wiederverwendbaren Brotboxen oder Trinkflaschen sicher und umweltfreundlich verpackt. Kommt der Lieblingssaft aus einem Trinkpäckchen, gehört die leere Verpackung in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Genauso wie gebrauchte Folienverpackungen von Müsliriegeln oder leere Joghurtbecher. Butterbrottüten aus Papier sind oft beschichtet und müssen im Restmüll entsorgt werden. Einweggetränkeflaschen sind nahezu ausnahmslos bepfandet. Sie können am Verkaufsort zurückgegeben werden. Und wohin mit dem vergessenen Pausenbrot? Nicht mehr genießbares Brot sowie Obst- oder Gemüsereste dürfen in die Biotonne. Aber Vorsicht: Abfälle bitte ohne Verpackung dort entsorgen.

Wohin mit leeren Klebestiften, Tintenkillern & Co.?

Leere Klebestifte oder Klebstofftuben aus Aluminium und Kunststoff sind Verpackungen. Sie gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Vertrocknete Reste sollten vorher im Restmüll entsorgt werden. Ausgediente Bleistifte, Filzstifte, Textmarker, Tintenkiller und leere Tintenpatronen kommen in den Restmüll. Das gilt auch für kaputte Radiergummis, Pinsel und aufgebrauchte Wasserfarben, ausgemusterte Malkästen oder nicht mehr brauchbare Büroklammern.

Altpapier oder nicht? Schulhefte, Pappschachteln, Bastelpapiere & Co.

Umverpackungen und Faltschachteln aus Pappe, zum Beispiel für Buntstifte, kommen ins Altpapier. Genauso wie vollgeschriebene Schulhefte, Heftumschläge aus Papier, Pappschachteln und -rohre oder Schnipsel von unbrauchbarem Bastelpapier. Ausgediente Schulbücher gehören ebenfalls in die Papiertonne. Es sei denn, sie können zum Beispiel an Geschwister oder soziale Einrichtungen weitergegeben werden. Bitte beachten: Kaputte Heftumschläge oder Bucheinbände aus Kunststoff müssen in den Restmüll, ebenso wie gebrauchte Papiertaschentücher oder Papierservietten.

Und wohin mit ausgedienten Schulranzen oder Rucksäcken?

Ausrangierte Schulranzen oder Rucksäcke sind ein Fall für den Restmüll – sofern sie dort hineinpassen. Zu große Modelle gehören auf den Sperrmüll. Allerdings: Sind sie gut erhalten, freuen sich zum Beispiel Wohltätigkeitsinitiativen über eine Schulranzen-Spende!

Kinderleicht: Grundregel für richtige Mülltrennung

Ob Abfälle aus dem Schulranzen oder dem Kinderzimmer – für richtige Abfalltrennung gibt es eine einfache Grundregel: In die Gelbe Tonne und den Gelben Sack gehören ausschließlich gebrauchte und restentleerte Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Das sind zum Beispiel Leichtverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons. Papier, Pappe und Karton kommen in die Altpapiertonne, Glasverpackungen nach den Farben Weiß, Braun und Grün sortiert in die entsprechenden Altglascontainer.

Und so gibt’s Bestnoten für Abfalltrenner*innen: Deckel oder Schraubverschlüsse vom Rest der Verpackung ablösen und getrennt in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack einwerfen. So kann die Sortieranlage unterschiedliches Material leichter erfassen. Zum Beispiel beim Joghurtbecher: Kunststoffbecher und Aluminiumdeckel kommen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack, die Papierbanderole ins Altpapier.

Wie richtige Abfalltrennung und Recycling funktionieren, erklären Tobias Krell – bekannt als Checker Tobi aus der gleichnamigen TV-Sendung – und Pia Amofa-Antwi in spannenden Filmen für die ganze Familie2.

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