Rubrik Müll / Entsorgung / Recycling

Vom Recycling zur Rohstoffsicherung: Startups zeigen Wandel der Kreislaufwirtschaft

27.01.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 1

Vom Recycling zur Rohstoffsicherung: Startups zeigen Wandel der Kreislaufwirtschaft

Demo Day auf der Circular Valley Convention 2025. (Bild: Jan Turek/Circular Valley)

Kreislaufwirtschaft ist längst mehr als Abfallvermeidung. Der neue Batch des Circular Economy Accelerators von Circular Valley zeigt, wie stark Themen wie Rohstoffsicherung, Datenverfügbarkeit und industrielle Skalierung an Bedeutung gewinnen. 17 internationale Startups arbeiten an Lösungen, die Kreislaufwirtschaft in den industriellen Kern bringen.

Kreislaufwirtschaft wird zunehmend zur Industriefrage: Unternehmen suchen nach Wegen, Rohstoffe zu sichern, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und Lieferketten resilienter zu machen. Genau diese Entwicklung spiegelt sich in der neuen Förderrunde des Circular Economy Accelerators von Circular Valley wider, in der internationale Startups an Lösungen für Materialien, Daten und industrielle Prozesse arbeiten.

Die ausgewählten Startups beschäftigen sich weniger mit Produkten für Endkonsumenten, sondern mit industriellen Kernfragen: Wie lassen sich Materialien verlässlich zurückverfolgen? Wie können Recyclinganlagen effizienter und sicherer arbeiten? Und wie können kritische Rohstoffe wie Metalle, Batteriematerialien oder Chemikalien im Kreislauf gehalten werden?

17 Startups aus Europa, Nordamerika, Afrika und Asien

Insgesamt nehmen 17 Startups aus Europa, Nordamerika, Afrika und Asien an der zehnten Runde des Circular Economy Accelerators teil. Ausgewählt wurden sie aus hunderten internationalen Bewerbungen. Das Förderprogramm unterstützt seit 2021 junge Unternehmen dabei, ihre Lösungen gemeinsam mit Industriepartnern, Investoren und Expertinnen und Experten aus dem breiten Circular Valley Netzwerk weiterzuentwickeln.

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Zu den diesjährigen Startups gehören beispielsweise Unternehmen, die digitale Produktpässe und verifizierte Materialdaten für globale Lieferketten bereitstellen, Recyclinganlagen mithilfe von KI transparenter und sicherer machen oder aus Industrie- und Agrarabfällen hochwertige Materialien für Chemie, Bau oder Verpackung gewinnen.

„Viele Startups haben die Bedeutung von Rohstoffverfügbarkeit aus der lokalen und regionalen Schließung von Stoffkreisläufen für eine resiliente Wirtschaft erkannt und entwickeln entsprechende Geschäftsmodelle. Dies wollen wir mit unserem Accelerator-Programm unterstützen", sagt Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung

Ein Höhepunkt für die Startups ist die Circular Valley Convention am 11. und 12. März in Düsseldorf

Die jungen Unternehmen kommen im Februar und März in die Rhein-Ruhr-Region und arbeiten dort mehrere Wochen mit Partnern aus dem Circular Valley Netzwerk zusammen. Sie arbeiten an ihren Pitches, lernen, wie man erfolgreich Investoren für sich gewinnt und erhalten Einblicke in die Praxis der Industrie.

Ein Höhepunkt ist die Circular Valley Convention am 11. und 12. März 2026 im Areal Böhler in Düsseldorf. Dort zeigen die Mitgastgeber BASF, Bayer, Evonik, Henkel und Vorwerk sowie zahlreiche weitere Aussteller mit konkreten Beispielen, welchen Beitrag Kreislaufwirtschaft zur wirtschaftlichen Resilienz leistet und wie sich tragfähige Geschäftsmodelle herausbilden. Auch die Startups stellen im Rahmen des Demo Days auf der Circular Valley Convention ihre Geschäftsmodelle vor und kommen in den Austausch mit wichtigen Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Wissenschaft und Politik sowie einem breiten fachlichen Publikum.

Der Messebereich der Circular Valley Convention 2026 bietet Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Initiativen und Startups eine Bühne, um verschiedene zirkuläre Lösungen zu präsentieren. Damit wird die Convention erneut zu einem zentralen Treffpunkt für alle, die Circular Economy nicht nur diskutieren, sondern praktisch umsetzen wollen.

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