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Großprojekte und Beteiligung: Tangerhütte treibt Energiewende voran
13.08.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die Stadt Tangerhütte als Energie-Kommune des Monats August 2026 aus. Die flächengroße Einheitsgemeinde in Sachsen-Anhalt überzeugt durch ein breites Fundament aus Solar-, Wind- und Bioenergie sowie modernster Speichertechnologie und akzeptanzfördernder Bürger*innenbeteiligung.
Mit ihren rund 10.000 Einwohner*innen und 295 Quadratkilometern Fläche verbindet Tangerhütte landwirtschaftliche Tradition mit dynamischer Energiewende. Zurzeit erzeugen Erneuerbare-Energien-Anlagen in der Gemeinde rund 261 Megawatt (MW) Strom. Den Hauptanteil trägt die Windenergie mit 189,9 MW aus 59 Windkraftanlagen bei, ergänzt durch ein Ausbaukonzept für weitere neun Anlagen mit 64,8 MW Gesamtleistung.
Einen besonders großen Schub erlebt die Photovoltaik. Auf rund 110 Hektar bei Uchtdorf ist ein Mega-Solarpark mit bis zu 142 Megawatt-Peak (MWp) geplant – ein Vorhaben, das die Erzeugung erneuerbaren Stroms in Tangerhütte schlagartig um mehr als 50 Prozent steigern und zu den zehn größten Solarparks Deutschlands zählen wird. Wie Solarenergie und Bürger*innenbeteiligung Hand in Hand gehen, zeigt der Ortsteil Elversdorf: Die bestehende Anlage soll dort um 13 MWp erweitert werden, wobei breite Partizipation und finanzielle Vorteilsausgleiche für lokale Vereine und Initiativen im Mittelpunkt stehen.
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„Tangerhütte zeigt eindrucksvoll, wie der zügige Ausbau von Wind- und Solarenergie durch aktive Bürger*innenbeteiligung beschleunigt werden kann“, erklärt AEE-Geschäftsführer Dr. Robert Brandt. „Das Zusammenspiel von Großprojekten mit lokaler Wertschöpfung in den Ortschaften und Ortsteilen stärkt die Akzeptanz der Energiewende nachhaltig.“
Ergänzt wird der Energiemix durch Biomasse und Systemintegration. Im Ortsteil Schernebeck treibt ein engagierter Förderverein die Transformation zu einem autarken Bioenergiedorf mit dörflichem Nahwärmenetz und Agri-PV voran. Um die Einspeisespitzen aus Wind und Sonne verlässlich abzufedern, erfolgte am 15. Juli 2026 zudem der Spatenstich für einen Batteriespeicher mit 15 MW Leistung und 30 Megawattstunden Kapazität, der das regionale Stromnetz stabilisiert.
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