Rubrik IT / Verwaltung / Security

Bitkom macht Vorschläge für eine „Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung“

Bund soll Kommunen bei der Digitalisierung helfen dürfen

29.09.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten 49

Der Bund sollte mehr Möglichkeiten erhalten, die Digitalisierung von Kommunen zu unterstützen und so teure Doppelstrukturen zu vermeiden. Zudem sollten eine gemeinsame föderale IT-Architektur aufgebaut und eindeutige Zuständigkeiten geschaffen werden. Das empfiehlt der Digitalverband Bitkom in seinem Thesenpapier „Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung“, das jetzt im Vorfeld der Kabinettsklausur veröffentlicht wurde. „Bei der Digitalisierung von Verwaltungen und Kommunen brauchen wir mehr Klarheit: Wer bestellt, zahlt – und stellt digital bereit“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Der Bund muss die Möglichkeit erhalten, Städte, Gemeinden und Landkreise bei der Digitalisierung direkt zu unterstützen. Die Menschen wollen und haben ein Recht auf digitale, funktionsfähige Ämter und Behörden.“ Hilfreich wäre eine Änderung des Grundgesetz-Artikels 91c. In einer Bitkom-Umfrage hatten zuletzt 69 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger gefordert, dem Bund mehr Einfluss auf die Digitalisierung von Ämtern und Behörden in Bundesländern und Kommunen zu geben. 65 Prozent plädieren für eine Reform des Föderalismus.

Um die Digitalisierung vor Ort voranzubringen schlägt Bitkom zudem vor, digitale Daseinsvorsorge der staatlichen Grundversorgung zuzuordnen. Dazu gehört, kommunale digitale Basisinfrastrukturen wie etwa Datenplattformen oder IoT-Netze als Grundlage moderner öffentlicher Leistungen nicht nur kurzfristig und projektbezogen, sondern dauerhaft zu finanzieren. Dafür braucht es klare Vereinbarungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Für eine echte Verwaltungsmodernisierung braucht es Bitkom zufolge verbindliche Standards sowie einen Rechtsanspruch auf das Once-Only-Prinzip. Das bedeutet, Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen müssen Daten, die bereits in Registern vorliegen, nicht erneut und oft mehrfach angeben. Das schaffe spürbare Entlastung und beschleunige digitale Verfahren.

Wie Kommunen Digitalisierung vor Ort wirksam verankern können

Ankerorte des digitalen Wandels – etwa Stadtlabore, Makerspaces oder Digitalwerkstätten – sind Schlüsselinfrastrukturen der Smart City, um Digitalisierung zu er[...]

17.03.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

digitales
Betriebliches und behördliches Mobilitätsmanagement effizient gestalten
Betriebliches und behördliches Mobilitätsmanagement effizient gestalten

Der Mobilitätskompass wird neben Baden-Württemberg noch in vier weiteren Bundesländern mit vergleichbaren Inhalten angeboten

17.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales
HiScout und BearingPoint stärken gemeinsam die Resilienz der öffentlichen Verwaltung
HiScout und BearingPoint stärken gemeinsam die Resilienz der öffentlichen Verwaltung

HiScout, führender Anbieter integrierter GRC-Softwarelösungen, baut sein Partnernetzwerk weiter aus und arbeitet ab sofort strategisch mit der Management- und [...]

16.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales
Open Source Wettbewerb für die öffentliche Verwaltung startet
Open Source Wettbewerb für die öffentliche Verwaltung startet

Nach einem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr geht der bundesweite Open Source Wettbewerb 2026 in die zweite Runde. Unter dem Motto „Moderne Verwaltung. I[...]

13.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales
i-kfz-App ab sofort auch für Unternehmen nutzbar

Mit dem digitalen Fahrzeugschein können Fahrzeughalterinnen und -halter ihren Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) seit November 2025 bequem und sich[...]

13.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales
Anpassungsdruck für bestehende Betrauungsakte der öffentlichen Hand?
Anpassungsdruck für bestehende Betrauungsakte der öffentlichen Hand?

Überträgt eine Kommune einem Unternehmen eine Dienstleistung von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse – etwa im Bereich Energieversorgung, Tourismus oder Kran[...]

06.03.2026, Lesezeit ca. 7 Minuten

digitales
„Wir lösen echte Probleme für echte Menschen“
„Wir lösen echte Probleme für echte Menschen“

Hessens Digitalministerin Prof. Sinemus bei Präsentation der Datenplattform „cosma21“ / Digitaldezernentin Hemsley stellt Starkregen-Frühwarnsystem vor / Samstag, 7. März, Stadthof

04.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales
Bewährtes neu gedacht

Im Zuge der S/4 Transformation hat die Cortility GmbH einige ihrer bewährten Lösungen überarbeitet um der neuen S/4-Architektur gerecht zu werden. Dabei war es[...]

20.02.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

digitales
Schutz kritischer Infrastrukturen braucht klare Zuständigkeiten und rechtssichere Lösungen

Heute legt die EU-Kommission einen Aktionsplan zur Drohnensicherheit und Abwehr von Drohnen vor. Dazu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäf[...]

16.02.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

digitales
Digitale Souveränität als strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler für Europas Zukunft
Digitale Souveränität als strategische Notwendigkeit: Die drei Grundpfeiler für Europas Zukunft

Seit Jahren wird über digitale Souveränität diskutiert, meist als theoretisches Ideal. Doch die geopolitische Lage hat das Thema 2026 zur existenziellen Geschäf[...]

13.02.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

digitales

Weitere Artikel in dieser Rubrik