Rubrik Allgemein

Städte und Gemeinden sehen Bund und Land für angemessene Finanzausstattung in Verantwortung

Klimaanpassung bleibt zentrale kommunale Aufgabe in NRW

12.03.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 96

Wer vor Ort verantwortungsvoll handeln möchte, darf die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung keinesfalls aus dem Blick verlieren. Diese Haltung wurde in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz des Städte- und Gemeindebundes NRW (StGB NRW) in Düsseldorf unterstrichen. „Der Klimawandel interessiert sich nicht für politische Prioritäten. Städte und Gemeinden haben gar keine andere Wahl, als sich auf seine Folgen einzustellen, um Menschen, Umwelt und Wirtschaft zu schützen“, machte der Ausschussvorsitzende Jörn Möltgen, Bürgermeister der Gemeinde Havixbeck, deutlich.

Mehrkosten bei Verpflichtung der Kommunen ausgleichen

Im Ausschuss diskutierten die Mitglieder unter anderem über die geplante Änderung des Klimaanpassungsgesetzes NRW. So soll das Gesetz der Landesregierung per Rechtsverordnung ermöglichen, Städte und Gemeinden zur Aufstellung von Klimaanpassungskonzepten zu verpflichten. „Nachdem der Bund die Länder zur Erstellung flächendeckender Konzepte bereits verpflichtet hat, fordern wir von der Landesregierung schon seit zwei Jahren, diese Aufgabe auf die gemeindliche Ebene zu legen. Denn: Vor Ort sind Sachnähe und die Kenntnis über die lokalen Gegebenheiten immer noch am größten. Gleichwohl erwarten wir, dass das Land seiner Pflicht zum Ausgleich der Mehrkosten nachkommt“, erläuterte am Rande der Sitzung, Dr. Johannes Osing, Beigeordneter des StGB NRW für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit, die grundsätzliche Zustimmung des Ausschusses zum Vorhaben.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Um das Verfahren schlank zu halten und die Aufstellung der Konzepte zügig abzuschließen, forderte der Ausschuss zudem, dass der Aufwand für Datenerhebung und Analyse vom Land übernommen wird. Demnach sollen sich Städte und Gemeinden auf die Festlegung der eigentlichen Maßnahmen konzentrieren können. „Einen Fahrplan zu haben, ist zwar wichtig, aber nur der Anfang. Erst die konkrete Umsetzung wird zu einer besseren Vorsorge vor Gefahren wie Überflutungen, Hitze oder Dürre führen“, fügte Möltgen hinzu.

Angemessene finanzielle Ausstattung notwendig

Eine ganzheitliche Vorsorge setze voraus, dass auch die öffentliche Wasserversorgung nachhaltig gesichert werde. Hierfür sei die Landesregierung ebenfalls in der Pflicht: „Sie muss die seit gut fünf Jahren bestehende Möglichkeit endlich nutzen, landesweit einheitliche Regeln für den Umgang mit Wasserknappheit zu treffen – speziell, wann Wasserentnahmen für die öffentliche Wasserversorgung Vorrang vor anderen Wasserentnahmen haben“, erklärte Möltgen. Der Ausschuss regte daher an, diese Punkte als Bestandteil der „Zukunftsstrategie Wasser“ aufzunehmen, welche derzeit durch das Land erarbeitet wird. Die Strategie müsse außerdem die Handlungsoptionen der Städte und Gemeinden angemessen beschreiben.

„Klimaschutz und Klimaanpassung sind kommunale Daueraufgaben, müssen jedoch zugleich gesamtgesellschaftlich bewältigt werden. Deshalb sehen wir Bund und Land in der Verantwortung, die Städte und Gemeinden entsprechend finanziell auszustatten, damit sie den Herausforderungen des Klimawandels angemessen begegnen können“, forderte Möltgen abschließend.

Im Schatten des Erzengels
Im Schatten des Erzengels

Hoch über der Kapelle Saint-Aubert, an der Spitze des Mont-Saint-Michel, thront die vergoldete Kupferstatue des namensgebenden Erzengels Michael. Im Schatten di[...]

11.05.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

allgemein
Kommunale Strategien für die ambulante Versorgung
Kommunale Strategien für die ambulante Versorgung

Die Aufrechterhaltung einer wohnortnahen medizinischen Versorgung entwickelt sich zunehmend zu einer Kernaufgabe kommunaler Daseinsvorsorge. Obwohl die gesetzli[...]

29.04.2026, Lesezeit ca. 9 Minuten

allgemein
Bestand und Neubau im architektonischen Dialog
Bestand und Neubau im architektonischen Dialog

Mit dem zweigeschossigen Erweiterungsbau der Kindertageseinrichtung Breslauer Straße in Bietigheim‑Bissingen reagiert die Stadt auf den gestiegenen Bedarf an Be[...]

24.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

allgemein
Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung und Haushaltsmodellrechnung

­Die Zahl der Menschen in Nordrhein-Westfalen wird zukünftig sinken, gleichzeitig werden sie immer älter und Haushalte kleiner. Diese und weitere Ergebnisse der[...]

22.04.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

allgemein
Earth Day 2026: Noch 100 Tage bis zum Rechtsanspruch
Earth Day 2026: Noch 100 Tage bis zum Rechtsanspruch

Mit Blick auf den Earth Day am 22. April rückt ein Thema in den Fokus, das Umwelt, Gesundheit und Bildung unmittelbar verbindet: die Qualität des Schulmittagess[...]

21.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

allgemein
„Die Rückkehr der Samurai“
„Die Rückkehr der Samurai“

Wo Technologie auf Tradition trifft, entsteht in diesen Tagen ein Kunstwerk von gewaltigen Ausmaßen: In Japan verwandelt der Künstler Klaus Dauven zusammen mit [...]

13.04.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

allgemein
Next Generation
Next Generation

Die neue Shirt-Kollektion von Kübler punktet nicht allein durch moderne Schnitte für Damen und Herren, spürbar hohen Tragekomfort und Vielseitigkeit. Dank integ[...]

09.04.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

allgemein
Gastro-Gewerkschaft NGG warnt vor „Überstunden-Olympiade“

Die Gastro-Branche ist bereit für Olympia: „Nordrhein-Westfalen kann Gästeservice auf Weltniveau – und das auch im großen Stil. In der Hotellerie und Gastronomi[...]

09.04.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

allgemein
Olympia-Chance nutzen: Mit Bürgerbeteiligung den Breitensport in NRW zukunftsfest machen
Olympia-Chance nutzen: Mit Bürgerbeteiligung den Breitensport in NRW zukunftsfest machen

Die aktuelle Bürgerbefragung zur Olympia-Bewerbung Nordrhein-Westfalens kann einen entscheidenden Wendepunkt für die Sportlandschaft im Land markieren. Bis zum [...]

08.04.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

allgemein
Prozessmanagement im Ennepe-Ruhr-Kreis: Sechs Verwaltungen ziehen an einem Strang

Seit März 2025 bauen der Ennepe-Ruhr-Kreis sowie die Städte Gevelsberg, Hattingen, Sprockhövel, Wetter und Witten ihr Prozessmanagement gemeinsam auf – begleite[...]

07.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

allgemein

Weitere Artikel in dieser Rubrik