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Stadtwerke Husum treiben Projekt Tiefengeothermie voran
08.05.2024 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Die Stadtwerke Husum (Husumer Stadtwerke) treiben das Projekt Tiefengeothermie in
der Storm-Stadt kontinuierlich voran. Nach dem Erhalt der Aufsuchungserlaubnis für Erdwärme
durch das zuständige Landesamt hat der Versorger im nächsten Schritt eine Vorstudie bei der
GeoDienste GmbH in Wunstorf in Auftrag gegeben. Diese liegt nun vor und belegt, dass mit großer
Wahrscheinlichkeit in einer Tiefe von rund 2.000 bis 2.500 Metern warmes Thermalwasser mit
einer Temperatur von etwa 60 bis 75 Grad Celsius vorhanden ist. Das ist der erste Schritt, um das
Potenzial unserer Region zu erfassen. Die Studie trägt alle Ergebnisse zusammen, die bei
verschiedenen Bohrungen in der Vergangenheit in der Gegend zusammengekommen sind und
wertet sie aus“, erläutert Benn Olaf Kretschmann, Geschäftsführer der Husumer Stadtwerke. Für
eine zukünftig nachhaltige und ressourcenschonende Wärmeversorgung in Husum und Umgebung
beschäftigen sich die Stadtwerke Husum GmbH (Husumer Stadtwerke) seit geraumer Zeit mit den
Möglichkeiten der Tiefengeothermie. Aber bevor die Bohrarbeiten starten, gilt es, festzustellen, wo
die Wärmequellen genau sind und was erforderlich wäre, um Wärme aus der Tiefe zu gewinnen.
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Optimal für die Versorgung von Bestandsgebäuden
Die Temperatur des Thermalwassers unter Husum sei für die Nutzung zur Wärmeversorgung in
Bestandsgebäuden optimal, erläutert Matthias Forthmann, Projektleiter Wärme und Contracting bei
den Husumer Stadtwerken. Allerdings, auch das belegt die Studie: Die bisherigen Erkenntnisse
sind noch viel zu vage, um konkrete Schritte einzuleiten. Um wirklich zielgerichtet bohren zu
können, braucht der Versorger zunächst weitere, konkretere Informationen über die Beschaffenheit
des Gebiets. „Das Risiko, jetzt zu bohren und an der ausgewählten Stelle gar nichts zu finden, ist
viel zu groß“, sagt Matthias Forthmann.
Im nächsten Schritt Fördermittel beantragen „Um überhaupt weitere Erkenntnisse über die Beschaffenheit in und unter Husum gewinnen zu
können, bemühen wir uns zunächst um Fördermittel aus Kiel und Berlin“, erklärt der Projektleiter
und ergänzt: „Denn nur mit entsprechenden Fördergeldern können wir das Projekt weiter
vorantreiben.“ Nächste Schritte wie etwa eine Machbarkeitsstudie oder eine seismische Prüfung
sind nur möglich, wenn die Finanzierung gesichert ist. Um das Potenzial vor Ort also ganz konkret
auszuloten, braucht es einen langen Atem. „Die geothermische Erschließung eines Gebietes zieht
sich über Jahre. Wir lassen nicht nutzlos Zeit verstreichen und bleiben dran. Aber bis tatsächlich
Bohrungen möglich sind, wird es noch dauern“, schließt Matthias Forthmann.
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