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Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Die Agentur für Erneuerbare Energien e.V. (AEE) zeichnet im August Markt Indersdorf als Energie-Kommune des Monats aus.
Gemeinschaftsprojekt Wärmewende: Markt Indersdorf erweitert Wärmenetz mit Partnern aus der Kommune
06.09.2023 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Die Energiewende kann nur durch den Einsatz verschiedener Technologien funktionieren. (Foto: Josef Götz/Agrardienst Götz GmbH)
Im oberbayerischen Markt Indersdorf geht der Ausbau des privaten lokalen Wärmenetzes Hand in Hand mit Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt. Kommunalpolitik, lokale Betriebe und Bürger*innen gestalten die Entwicklung der Gemeinde und damit auch den Klimaschutz sowie die Energiewende vor Ort gemeinsam. Allein durch ein zusätzliches Fernwärmenetz für 120 Haushalte werden jährlich 750 Tonnen CO2 eingespart.
Bereits seit 2016 wird in der ländlich geprägten Kommune im Landkreis Dachau bilanziell etwa so viel erneuerbarer Strom produziert, wie auch verbraucht werden kann. Seitdem werden gerade im Bereich Solar- und Bioenergie die Kapazitäten konsequent erweitert. Neben dem Ausbau der umweltschonenden Wärmeinfrastruktur und der Produktion von erneuerbarem Strom setzt die Verwaltung auch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Kommune um. „Insbesondere im Wärmesektor wird hierzulande deutlich mehr Energie verbraucht, als den meisten Menschen bewusst ist", erklärt Dr. Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Markt Indersdorf zeigt, wie eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und lokalen landwirtschaftlichen Betrieben aussehen kann." Der Ort nutze seine ländliche Prägung und stärke so die Wärmewende und die Artenvielfalt zugleich.
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Erneuerbare Wärme aus Biogas vor Ort
Nicht erst seit der Gaskrise des vergangenen Jahres hat die Wärmewende im Ort Priorität. Bereits seit über einem Jahrzehnt versorgt ein lokales Familienunternehmen öffentliche Gebäude wie die Markt Indersdorfer Grund- und Mittelschule und zahlreiche weitere Objekte mit erneuerbarer Wärme. Aus Energiepflanzen und Gülle der landwirtschaftlichen Betriebe produziertes Biogas wird in das Netz eingespeist. Damit weist das verbrauchte Gas einen Primärenergiefaktor von 0 auf. Ebenso wichtig für die Betriebe ist die Stärkung der Artenvielfalt vor Ort. Konkret heißt das, dass neben rund drei Hektar Blühstreifen entlang der Maisfelder auf weiteren 15 Hektar Pflanzen angebaut werden, die zahlreichen Insekten als Nahrungsquelle und Rückzugsort dienen. Nach der Ernte im September werden die Pflanzen zur Herstellung von Biogas genutzt. Die Gärreste können im Folgejahr wieder auf den Feldern als Dünger zum Einsatz kommen.
Teilhabe an der Energiewende
Im März dieses Jahres entstand die Bürger*innen-Energiegenossenschaft „Dachauer Land" als Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Altomünster, Markt Indersdorf und Hilgertshausen-Tandern. Die noch junge Genossenschaft soll den Bürger*innen in Zukunft noch bessere Möglichkeiten bieten, die energetische Transformation mitzugestalten und von ihr zu profitieren. An Zukunftsprojekten made in Markt Indersdorf mangelt es nicht: Neben der Errichtung zweier Blockheizkraftwerke ist außerdem ein Solarpark für die Produktion von grünem Wasserstoff geplant.
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