Rubrik Wasser / Abwasser

Zisternen von FRÄNKISCHE fördern eine naturnahe Regenwasserbilanz

Zukunftsstädte: Regenwassernutzung als Leitkonzept

15.10.2024 – Lesezeit ca. 5 Minuten 75

Zukunftsstädte: Regenwassernutzung als Leitkonzept

Mit seinen unterirdischen Systemlösungen stellt FRÄNKISCHE sicher, dass blau-grüne Infrastrukturen auch dort etabliert werden können, wo kein Platz zur Verfügung steht. Zisternen speichern das kostbare Regenwasser, das sich über grüne Infrastrukturen zur Bewässerung und Verdunstung nutzen lässt. (Bild: FRÄNKISCHE)

Zunehmende Extremwetterereignisse, niedrige Grundwasserstände und überlastete Kanäle: Die Folgen des Klimawandels sind allgegenwärtig. Städteplanerische und -bauliche Konzepte wie das Schwammstadt-Prinzip zielen mit der Integration von blau-grüner Infrastruktur auf eine ausgeglichene Regenwasserbilanz in urbanen Gebieten ab. Zisternen von FRÄNKISCHE – als unterirdische Speicher zur anschließenden Nutzung des Regenwassers – sind ein wichtiger Beitrag zur blau-grünen Infrastruktur.

Die dichte Bebauung und zunehmende Flächenversiegelung führen dazu, dass sich Städte verstärkt aufheizen und urbane Hitzeinseln entstehen. Gleichzeitig können Starkregenereignisse verheerende Überschwemmungen auslösen, da die Kanalisation überlastet ist. Darüber hinaus ist in den hochverdichteten städtischen Bereichen kaum noch Raum für die natürliche Versickerung und Verdunstung von Regenwasser vorhanden. Beides ist jedoch notwendig, um der Bildung von Hitzeinseln und dem daraus resultierenden Starkregen entgegenzuwirken. Daher muss in Zeiten des Klimawandels der Umgang mit der kostbaren Ressource Regenwasser neu gedacht werden. Ein Ansatz ist das Prinzip der Schwammstadt, das den natürlichen Wasserkreislauf in städtischen Umgebungen nachahmt und Wasser dort zurückhält und verbraucht, wo es anfällt. Statt Regenwasser abzuleiten, kann es in unterirdischen Rückhalteräumen zur Nutzung gespeichert und im Zuge der Bewässerungsaufgabe verdunstet werden. Alternativ versickert es vor Ort langsam in den Boden und erhöht so den Grundwasserspiegel. Zisternen spielen in der Schwammstadt eine tragende Rolle: Sie machen das gesammelte Regenwasser für Bewässerungszwecke und nichttrinkbare Anwendungen wiederverwendbar und reduzieren die ungenutzte Ableitung.

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Zisternen als wichtiger Baustein für blau-grüne Infrastruktur

„Wir müssen die Missstände der bisherigen Stadtentwicklung ausgleichen und den natürlichen Wasserkreislauf wiederherstellen. Der Großteil des Regenwassers sollte verdunsten, etwa ein Drittel versickern und nur eine geringe Menge in die Kanalisation fließen“, erklärt Stefan Weiß, Produktmanager im Geschäftsbereich Drainage Systeme bei FRÄNKISCHE. „Zisternen sind die Bauwerke der Zukunft, denn sie sind ein wichtiger Beitrag für eine blau-grüne Infrastruktur. Sie speichern das notwendige Wasser in ausreichender Menge unterirdisch und können es zur Verfügung stellen.“

Blau-grüne Infrastrukturen wirken den negativen stadtplanerischen Entwicklungen entgegen und sollen den natürlichen Wasserkreislauf wiederherstellen. Blaue Infrastrukturen, wie Seen, Teiche und Kanäle, sammeln das Regenwasser für Trockenperioden. Über grüne Infrastrukturen wie Grünanlagen, Stadtbäume, begrünte Dächer und Fassaden lässt es sich zur Bewässerung und Verdunstung nutzen. Aber ebenso in Wirtschaft, Industrie, Kommunen und Haushalten ist Regenwasser ein kostbares Gut, das die Trinkwasserressourcen entlastet – etwa für die Toilettenspülung, zur Reinigung von Fahrzeugen und öffentlichen Plätzen oder als kostengünstiges Industrie- und Prozesswasser. Mit dem blau-grünen Ansatz gelangt nur noch wenig Regenwasser als Oberflächenabfluss in die Kanalisation.

Auch die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. setzt sich für eine naturnahe und ausgeglichene Wasserhaushaltsbilanz ein. Mit den Arbeits- und Merkblättern der Reihe DWA A-102 setzt sie Grundlagen und Maßnahmen für die Bewertung und Umsetzung fest. Das Ziel ist, dass der Wasserhaushalt im bebauten Zustand möglichst dem unbebauten Referenzzustand entspricht.

Zukunftsweisende Systemlösungen zur Regenwasserbewirtschaftung

Aufgrund vorhandener Bausubstanzen und Nutzungskonkurrenzen von Oberflächen können in dicht bebauten Städten weder blaue noch grüne Infrastrukturen durchgängig angeordnet werden. Deshalb bedarf es kluger technischer Strategien: Mit seinen Systemlösungen stellt FRÄNKISCHE sicher, dass blau-grüne Infrastrukturen auch dort etabliert werden können, wo kein Platz zur Verfügung steht.

Der unterirdische RigoCollect Behälter speichert das kostbare Regenwasser, der QuadroLift Pumpenschacht ermöglicht die Nutzung. Grundelement der gedichteten Anlagen sind die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zertifizierten Rigolenfüllkörper Rigofill inspect. Die Zisternen lassen sich vor Ort montieren oder werden als Werksrigole geliefert. Bei der Installation auf der Baustelle sind durch die Modularität der Rigolenfüllkörper vielfältige Anlagengrößen und -geometrien möglich. Die Ausführung als Fertigteilvariante ist bis ca. 80 m³ Volumen möglich. Die Vorteile der Werksrigolen liegen zudem in der wetterunabhängigen Fertigung in der Produktionsstätte, der Anlieferung per Lkw just in time und dem Einbau innerhalb kürzester Zeit.

Der QuadroLift Systemschacht mit entnehmbarer Hochleistungspumpe ermöglicht die Nutzung des gespeicherten Regenwassers aus Zisternen, etwa zur Bewässerung von Gartenanlagen oder Gründächern. Optional mit intelligenter Steuerung versehen, wird die Zisterne „smart": Sie ermöglicht eine zeitgesteuerte, individuelle und effiziente Organisation der Wasserentnahme bzw. -verteilung im Zuge einer Regenwasserbilanzsteuerung.

Zisternen unterstützen Städte im (Klima-)Wandel

FRÄNKISCHE liefert mit seinen Systemlösungen einen wichtigen Beitrag für eine ausgeglichene Regenwasserbilanz und funktionierende blau-grüne Infrastruktur. Die unterirdisch verbauten RigoCollect Anlagen stellen Regenwasser in der nötigen Qualität und Menge ganzjährig zur Verfügung. Mit dem QuadroLift Systemschacht lässt es sich beispielsweise zur Bewässerung nutzen – dies steigert die Verdunstung und fördert zukunftsfähige Konzepte wie das Schwammstadt-Prinzip. Die Systemlösungen des Regenwassermanagement-Experten ermöglichen es, den wachsenden Gefahren zunehmender Trockenperioden und extremer Niederschlagsereignisse zu trotzen und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Klimaresilienz moderner Städte.

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