Rubrik Verkehr / Mobilität

Verkehrsministerium fördert vollelektrische Carsharing-Fahrzeuge mit bis zu 15.000 Euro

Carsharing: Attraktiv für Privatleute und Kommunen

03.11.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten 126

Carsharing: Attraktiv für Privatleute und Kommunen

Bild: KEA-BW

Carsharing erweitert das Mobilitätsangebot in Kommunen und entlastet den Verkehr. Wie Kommunen davon profitieren können, zeigt die neue Publikation „Carsharing in Baden-Württemberg – Überblick und kommunale Handlungsmöglichkeiten“ der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW). Die im Auftrag des Verkehrsministeriums erstellte Übersicht bietet Kommunen einen leichten Einstieg in das Konzept der gemeinschaftlichen Fahrzeugnutzung. Sie befasst sich mit den verschiedenen Arten des Carsharings, den Möglichkeiten des Angebots in Wohnquartieren bis hin zu den straßenrechtlichen Rahmenbedingungen. Interessant für Carsharing-Anbieter: Bis 20. November fördert das Land E-Carsharing-Autos mit bis zu 15.000 Euro.

Heute zu Fuß, morgen mit dem Rad, übermorgen mit dem Auto – Menschen wünschen sich Flexibilität, wenn es um ihre Mobilität geht. Kommunen, die Carsharing fördern, bieten ihren Bürgerinnen und Bürgern diese Wahlmöglichkeiten. Bei der Nutzung von Carsharing sind in der Regel nur die tatsächliche Nutzungsdauer und die gefahrenen Kilometer zu zahlen. Fixkosten wie Steuern, Stellplätze und Versicherung fallen nicht an, zudem fallen TÜV- und Werkstatttermine weg. Abhängig von der persönlichen Fahrleistung kann Carsharing günstiger sein als ein privater Pkw. Und durch den geringeren Aufwand bleibt mehr Zeit für Anderes.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Verkehrsentlastung für die Kommune, Aufwertung der Ortsmitte

Das Teilen von Fahrzeugen entlastet unter anderem das Verkehrsaufkommen in den Kommunen deutlich. Ein Carsharing-Fahrzeug kann bis zu elf Privatfahrzeuge ersetzen. Das entspricht 66 Metern freiem Straßenrand, der anders genutzt werden kann. Weniger Autos auf den Straßen bedeuten auch bessere Luft und weniger Lärm. Eine Win-win-Situation, sowohl fürs Rathaus als auch für die Bürgerinnen und Bürger. Studien zeigen zudem, dass das Mobilitätsverhalten von Menschen sich verändert, wenn sie Carsharing nutzen. Sie legen mehr Wege mit dem Rad oder mit dem ÖPNV zurück; Einkäufe erledigen sie eher vor Ort. Das kommt dem regionalen Einzelhandel zugute und bringt mehr Leben in die Innenstädte und Dorfmitten.

Aufgabe für Kommunen: Stellplätze schaffen

Stellplätze für geteilte Fahrzeuge auszuweisen ist ein wirksames Instrument, um Carsharing zu fördern, wie in der Broschüre betont wird. Wichtig ist: Mobilitätsentscheidungen fallen vor der Haustür. Ein flächendeckendes Netz an Carsharing-Stationen ist deshalb von großer Bedeutung dafür, dass das Konzept auch angenommen wird. Zukunftsfähige Verkehrsangebote integrieren nachhaltige Mobilitätsformen wie Carsharing in die kommunale Planung und hier in bereits vorhandene Mobilitätsstrukturen. Die Übersicht zeigt, wie Kommunen dabei konkret vorgehen können. Enthalten sind auch Anregungen für erfolgreiche Marketing- und Kommunikationsstrategien, die die Sichtbarkeit von Carsharing-Angeboten erhöhen.

Förderung von E-Carsharing – bis 20. November 2025 Antrag stellen

Um Elektro-Carsharing in den Kommunen voranzutreiben, hat das Verkehrsministerium Baden-Württemberg ein eigenes Förderprogramm aufgelegt. Gefördert werden vollelektrische Carsharing-Fahrzeuge mit einer einmaligen Festbetragsfinanzierung von bis zu 15.000 Euro. Die Zuwendung richtet sich besonders an kleine Carsharing-Anbieter auf dem Land. Anträge können bis zum 20. November 2025 gestellt werden.

Carsharing-Anbieter können die Förderung für E-Carsharing-Autos mit der Förderung für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur kombinieren. Letzteres erfolgt über das bereits seit Juli 2023 bestehende Förderprogramm Charge@BW. Anträge können bis Dezember 2025 gestellt werden. Neben Ladeinfrastruktur von Unternehmen wird auch die vorbereitende Elektroinstallation ohne Ladeinfrastruktur für einen späteren Anschluss von Ladepunkten in Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) bezuschusst.

Mehr Tempo im Vergaberecht ja, zusätzliche Belastungen nein

Der Bundestag hat den Entwurf eines Vergabebeschleunigungsgesetzes verabschiedet. Vorgesehen ist unter anderem die Einführung zusätzlicher, verpflichtender Klim[...]

30.04.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

verkehr
Stadtwerke Solingen laden zu offenen Sicherheitstrainings im Busverkehr ein

Die Stadtwerke Solingen erweitern ihr Serviceangebot in der Sparte Mobil um offene Sicherheitstrainings für Fahrgäste, die im Alltag auf besondere Unterstützung[...]

23.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

verkehr
Schnieder startet neuen Förderaufruf für kommunale Mobilitätsplanung

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) unterstützt mit einem neuen Förderaufruf Kommunen bei der Erstellung oder Fortschreibung von nachhaltigen urbanen Mobili[...]

15.04.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

verkehr
Klimatour 2026: Jugendkampagne „FahrRad!“ startet auf der VELOBerlin
Klimatour 2026: Jugendkampagne „FahrRad!“ startet auf der VELOBerlin

Am 11. April 2026 feierte die bundesweite Kampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ des ökologischen Verkehrsclubs VCD und der AKTIONfahrRAD ihren Auftakt auf der[...]

14.04.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

verkehr
Nationale Verkehrssicherheitskonferenz: Bund setzt richtigen Schwerpunkt – Gefahr auf Landstraßen entschärfen
Nationale Verkehrssicherheitskonferenz: Bund setzt richtigen Schwerpunkt – Gefahr auf Landstraßen entschärfen

Im Rahmen des „Pakts für Verkehrssicherheit“ haben sich das Bundesverkehrsministerium (BMV), Länder, Kommunen und über 400 nichtstaatliche Akteure im Jahr 2021 [...]

09.04.2026, Lesezeit ca. 8 Minuten

verkehr
Autonome Shuttles können Nahverkehr verbessern
Autonome Shuttles können Nahverkehr verbessern

Autonome Kleinbusse können den öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg verbessern und Autofahrten ersetzen. Das hat eine Studie des Karlsruher Instituts fü[...]

16.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

verkehr
Kostenloser ÖPNV innerhalb der Hanauer Innenstadt: „Gratis-Bussi für dich“
Kostenloser ÖPNV innerhalb der Hanauer Innenstadt: „Gratis-Bussi für dich“

Start am Samstag, 14. Februar / Kostenfreie HSB-Busse in der Cityzone

11.03.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

verkehr
Erfolg der ABC-Klassen nur mit verbindlicher Beteiligung der Kommunen möglich

Am 13. Januar 2026 gab die Landesregierung im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, landesweit sogenannte ABC-Klassen einführen zu wollen. Ziel sei es, die Spra[...]

05.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

verkehr
Erster E-Gelenkbus überzeugt – sechs weitere sollen folgen
Erster E-Gelenkbus überzeugt – sechs weitere sollen folgen

Vor knapp einem Jahr hat die ESWE Verkehrsgesellschaft ihren Fuhrpark um den ersten vollelektrisch angetriebenen Gelenkbus erweitert. Seitdem hat das Fahrzeug m[...]

05.03.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

verkehr
Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Städte- und Gemeindebund NRW begrüßt neue Möglichkeiten zur Verkehrsüberwachung
Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Städte- und Gemeindebund NRW begrüßt neue Möglichkeiten zur Verkehrsüberwachung

Das Präsidium des Städte- und Gemeindebundes NRW (StGB NRW) hat sich auf seiner Sitzung am 26.2.2026 in Duisburg geschlossen für die von den Regierungsfraktione[...]

03.03.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

verkehr

Weitere Artikel in dieser Rubrik