Rubrik Verkehr / Mobilität

Umfrage zum Deutschlandticket: Klare Mehrheit für Fortführung und Ausbau

07.04.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten 30

Das Bekenntnis zum Deutschlandticket durch die sich abzeichnende Koalition aus Union und SPD ist ein wichtiges Signal für eine bezahlbare und klimafreundliche Mobilität. Eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Bündnisses sozialverträgliche Mobilitätswende unter Nutzerinnen und Nutzern des Deutschlandtickets unterstreicht dessen hohe Relevanz. Mit Blick auf die anstehende Verkehrsminister*innenkonferenz betont das Bündnis: „Jetzt sind die Länder in der Pflicht, sich mit dem Bund auf eine langfristige Finanzierung des Tickets ohne Ablaufdatum zu einigen, ein bundesweit gültiges Sozialticket einzuführen und gemeinsam den Ausbau und die Verbesserung des ÖPNV-Angebots voranzutreiben. Wie wichtig das Ticket in Kombination mit passenden Angeboten für den Zugang zu Mobilität ist, zeigt die aktuelle Umfrage."

Die Befragung unter den rund 13,5 Millionen Abonnentinnen und Abonnenten des Deutschlandtickets kommt zu dem Ergebnis, dass für 89,3 Prozent eine langfristige Fortführung des Tickets wichtig ist. Ohne das Deutschlandticket würden die individuellen Mobilitätskosten bei mehr als zwei Drittel der befragten Personen steigen (69,6 Prozent) – und das in einer Zeit, in der viele Menschen dringend auf finanzielle Entlastung angewiesen sind. Auch für den Klimaschutz ist das Deutschlandticket relevant: 41,7 Prozent der Befragten würden bei Abschaffung des Tickets häufiger das Auto nutzen und rund ein Viertel der Befragten (24,7 Prozent) würden ihre Fahrten generell reduzieren, wodurch ihre gesellschaftliche Teilhabe eingeschränkt und die Daseinsvorsorge gefährdet wird.

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Ausbau von Bus und Bahn statt Taktreduzierungen

Anstelle von Kürzungen im öffentlichen Nahverkehr braucht es massive Investitionen in ein flächendeckendes und barrierefreies Angebot in ländlichen Räumen und in den Städten. Etwa die Hälfte der befragten Bürgerinnen und Bürger würden den ÖPNV stärker nutzen, wenn es höhere Verlässlichkeit gäbe (49 Prozent), Bahn- und Busverbindungen ausgebaut werden (44,6 Prozent) und die Taktung verbessert wird (38,5 Prozent). Das Bündnis ergänzt: „Barrierefreiheit und angemessene Qualitätsstandards in Hinsicht auf Sauberkeit und Sicherheit müssen in den Verkehrsmitteln und an Haltestellen zur Selbstverständlichkeit werden. Nur so kann der öffentliche Nahverkehr für noch mehr Menschen eine echte Alternative zum Auto werden. „Statt mehr für den ÖPNV zu tun, werden in vielen Regionen jedoch Verbindungen ausgedünnt“, kritisiert das Bündnis weiter. „Eine Entwicklung, die im Widerspruch zu den Bedürfnissen der Fahrgäste und zum Staatsziel der gleichwertigen Lebensverhältnisse steht".

Appell an die Verkehrsminister*innenkonferenz und die zukünftige Koalition im Bund Das Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende fordert Bund und Bundesländer dazu auf, sich auf eine auskömmliche und dauerhafte Finanzierung des ÖPNV zu einigen. „Nur so können Instandhaltung und der naturverträgliche Ausbau der Infrastruktur vorangetrieben und tarifgebundene, attraktive Arbeitsplätze gesichert werden. Die Menschen haben klar signalisiert: Sie wollen eine bezahlbare und verlässliche öffentliche Mobilität. Jetzt braucht es politische Entscheidungen, die diesem Wunsch gerecht werden“, so die Verbände.

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