Rubrik Energie & Netze

IBA Hamburg vergibt Wärmekonzession an die HEnW KommunalEnergie GmbH

Fischbeker Reethen erhalten klimafreundliche Wärmeversorgung aus einer Hand

22.09.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 188

IBA Hamburg / MOKA Studio

Die Fischbeker Reethen bekommen eine hundertprozentig erneuerbare Wärmeversorgung Die IBA Hamburg hat die Wärmekonzession für das neue Wohnquartier an die HEnW KommunalEnergie GmbH (HKE), ein Tochterunternehmen der Hamburger Energiewerke, vergeben. Das Unternehmen wird das Quartier künftig über ein eigenes Wärmenetz mit Wärme für Heizung und Warmwasser versorgen.

Damit setzt die IBA Hamburg einen weiteren wichtigen Baustein ihres Nachhaltigkeitskonzepts für die Fischbeker Reethen um. Ziel ist eine Wärmeversorgung, die zuverlässig, bezahlbar und zugleich möglichst klimafreundlich ist.

Katharina Fegebank. Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Mit der klimafreundlichen Wärmeversorgung in den Fischbeker Reethen zeigen wir, wie nachhaltige und zukunftsgerichtete Stadtentwicklung in Hamburg konkret umgesetzt wird. Die hundertprozentige Nutzung erneuerbarer Energien für Warmwasser ist Ausdruck unseres konsequenten Weges der Wärmewende und des Klimaschutzes. Ich freue mich, dass wir diesen Weg mit starken kommunalen Partnern gemeinsam gehen.“

Kay Gätgens, Geschäftsführer der IBA Hamburg: „In den Fischbeker Reethen entsteht ein Quartier, das von Anfang an auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist. Dazu gehört auch eine Wärmeversorgung, die auf erneuerbare Energien setzt und den Bewohnerinnen und Bewohnern langfristig eine sichere und zukunftsfähige Versorgung bietet. Mit der HEnW KommunalEnergie haben wir dafür einen starken kommunalen Partner an unserer Seite.“

Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke: „Die Energieversorgung der Zukunft ist modular. Was wir im großen Stil im Stadtnetz mit unseren Energieparks umsetzen, realisiert unser Tochterunternehmen HEnW KommunalEnergie auf der Quartiersebene für städtische Vorhaben. Fischbeker-Reethen ist ein gelungenes Beispiel für ein Wärmenetz, das gesetzliche Vorgaben an eine CO₂-arme Versorgung erfüllt und gleichzeitig das Quartier zuverlässig mit erneuerbarer Wärme versorgt.“

Das Energiekonzept ist modular aufgesetzt. Herzstück des Konzepts sind Großwärmepumpen, die Wärme aus der Umgebungsluft gewinnen. Ähnlich wie bei einer Haushaltswärmepumpe wird die vorhandene Energie aus der Luft genutzt und auf das benötigte Temperaturniveau gebracht. Für die Spitzenlast, also beispielsweise an kalten Tagen mit hohem Wärmebedarf wird zusätzlich ein Brennwertkessel mit biogenen Brennstoffen eingesetzt. Wärmespeicher sorgen darüber hinaus für die erforderliche Flexibilität: Die erzeugte Wärme wird zwischengespeichert, bis die Bewohnerinnen und Bewohner sie tatsächlich auch brauchen. So wird die Versorgung bedarfsgerecht sichergestellt.

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Rund 95 Prozent des Wärmebedarfs des Quartiers sollen künftig durch die Luft-Wärmepumpen-Anlage gedeckt werden, während die restlichen 5% durch Brennwertkessel mit biogenen Brennstoffen erzeugt werden. Dadurch kommt das Versorgungssystem ohne fossile Brennstoffe aus und der Anteil der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien liegt gemäß Wärmeplanungsgesetz bei 100 Prozent. Die CO₂-Emissionen liegen deutlich unter den zurzeit geltenden gesetzlichen Vorgaben.

Die Wärme wird über ein unterirdisches Leitungsnetz direkt zu den Gebäuden transportiert. Für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das: Sie müssen keine Wärmeerzeugungsanlagen betreiben und profitieren gleichzeitig von einer energieeffizienten und zukunftssicheren Versorgung.

Mit der Vergabe der Wärmekonzession wird ein weiterer Meilenstein bei der Entwicklung der Fischbeker Reethen erreicht. Im Hamburger Süden entsteht so Schritt für Schritt ein neues Quartier für mehrere tausend Menschen, das Wohnen, Klimaschutz und moderne Infrastruktur miteinander verbindet.

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