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Dieser Artikel ist zur Veröffentlichung in der Ausgabe 6 - November / Dezember 2026 der gedruckten Kommunalwirtschaft vorgesehen.
Neue Ticketlösungen, vertrautes Bezahlen: girocard bietet Potenzial für den ÖPNV
06.11.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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Bild: girocard/Anna-Lena Günther
Der öffentliche Personennahverkehr entwickelt sich weiter: Die Digitalisierung eröffnet auch hier neue Möglichkeiten – gerade beim Ticketing. Laut einer aktuellen girocard-Studie [1] wünschen sich Fahrgäste einen schnellen und unkomplizierten Ticketkauf – idealerweise mit Hinweis auf den besten Preis. Innovative Ticketingkonzepte stoßen dabei auf das Interesse der Bus- und Bahnfahrenden: 52 Prozent würden ein Check-in-/Check-out-System nutzen. 36 Prozent würden dabei gerne ihre vertraute girocard zum Einchecken und Bezahlen verwenden. Beim Bezahlen in der Mobilitäts-App würde sogar knapp die Hälfte (47 Prozent) zur girocard als Bezahlverfahren greifen, wenn dies angeboten würde. Für Verkehrsunternehmen eröffnet das die Chance, moderne Ticketlösungen mit etablierten Bezahloptionen zu verbinden. Gleichzeitig lohnt es sich, die Kosten im Blick zu behalten: Zahlungen mit der Debitkarte der deutschen Banken und Sparkassen verursachen wesentlich geringere Kosten für die Verkehrsbetriebe als internationale Debit- und Kreditkarten.
Digitale Ticketlösungen auf dem Vormarsch
Der ÖPNV ist im Alltag der Menschen hierzulande fest verankert: Gerade Berufspendlerinnen und -pendler (41 Prozent), junge Leute unter 30 Jahren (40 Prozent) und Bewohnerinnen sowie Bewohner von Großstädten (39 Prozent) nutzen nahezu täglich Bus oder Bahn als Fortbewegungsmittel. Tickets erwerben sie dabei mittlerweile oft digital. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) kauft Tickets online: 31 Prozent nutzen dafür eine App, 19 Prozent die Website des Verkehrsbetriebs. 22 Prozent nutzen noch den Fahrscheinautomaten vor Ort. Unabhängig vom Vertriebsweg wünschen sich die Fahrgäste einen unkomplizierten Kaufprozess. Allen gemeinsam ist der Wunsch nach einfachen (87 Prozent) und schnellen (81 Prozent) Ticketlösungen mit einem klaren Hinweis auf die günstigste Variante für die gewünschte Fahrt (81 Prozent). Neben defekten Automaten (50 Prozent) ist die unklare Auswahl des benötigten Tickets (36 Prozent) nach wie vor das zentrale Ärgernis beim Fahrscheinkauf.
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Kosten sparen mit Bezahlkarte „made in Germany“
Neben Komfort und Schnelligkeit ist der Mehrheit der Fahrgäste (57 Prozent) auch wichtig, dass ihre Zahlung beim Ticketkauf über ein national oder europäisch verankertes Zahlungssystem abgewickelt wird. Mit der girocard steht den Verkehrsbetrieben ein Kartenzahlungssystem „made in Germany“ zur Verfügung, das dieses Bedürfnis erfüllt. Die Debitkarte lässt sich perspektivisch in Check-in-/Check-out-Systeme einbinden und befindet sich in der Pilotphase für In-App-Zahlungen. Auch in Sachen Kostenersparnis können Verkehrsbetriebe vom Angebot dieses Kartenzahlverfahrens profitieren. Laut einer Studie der Deutschen Bundesbank [2] ist die girocard das im Verhältnis zum Umsatz günstigste Bezahlverfahren mit Kosten von durchschnittlich knapp einem Prozent des Umsatzes. Internationale Debit- und Kreditkarten sind mit 2,2 und 2,5 Prozent des Umsatzes deutlich teurer.
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