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Dieser Artikel wurde in der Ausgabe 1 - Januar / Februar 2026 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Magistrat beschließt zentrale IT-Struktur und schafft Position eines Chief Digital Officer
„Hanau ist 2030 komplett digitalisiert“
18.12.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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Der Magistrat der Stadt Hanau hat eine umfassende Neustrukturierung der stadtweiten IT beschlossen. „Unser Ziel ist es, die vollständige Digitalisierung der gesamten Unternehmung Stadt Hanau bis 2030 umzusetzen. Herzstück der Neuaufstellung ist die Schaffung eines neuen Bereichs ‚Informationstechnologie‘, der perspektivisch von einem ‚Chief Digital Officer‘ (CDO) geleitet wird“, so Stadträtin und Digitaldezernentin Isabelle Hemsley.
"Wir stehen als Stadtgesellschaft in einem tiefgreifenden Wandel – von analogen hin zu vollständig digitalisierten Lebens- und Arbeitswelten", sagt Isabelle Hemsley. "Um diesen Wandel im Sinne der Menschen in Hanau weiterhin zu gestalten, denken wir unsere Strukturen neu. Ein starkes, zentrales IT-Steuerungsmodell ist dafür unverzichtbar. Und natürlich gilt, dass in Hanau städtische Dienstleistungen auch weiterhin analog erledigt werden können – und spätestens ab 2030 eben alles auch digital zur Verfügung steht. Wir denken und arbeiten von den Bürgerinnen und Bürgern aus – wir lösen echte Probleme für echte Menschen", so Digitaldezernentin Isabelle Hemsley.
Der neue Fachbereich Informationstechnologie wird zum 1. Februar 2026 eingerichtet. Die neue Einheit bündelt die bisher auf mehrere Organisationen verteilten IT-Aufgaben und führt sie in vier zentralen Bereichen zusammen, IT-Controlling und Verträge, Smart City und digitale Transformation, Datenmanagement sowie Digitalisierung und Organisationsentwicklung. Mit dieser Struktur wächst zusammen, was inhaltlich zusammengehört: IT-Infrastruktur, digitale Fachverfahren, Smart-City-Projekte, Modernisierung der Arbeitsplätze und die strategische Weiterentwicklung der Verwaltung. "Die Leitung des neuen IT-Fachbereichs übernimmt künftig ein Chief Digital Officer, CDO", so Hemsley. Der CDO ist direkt dem zuständigen Digitaldezernat unterstellt und wird als zweite Geschäftsführerposition zugleich Mitglied der Geschäftsführung der BeteiligungsHolding Hanau GmbH (BHG) und dort insbesondere den Geschäftsbereich BHG.IT führen.
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"Damit werden alle zentralen Digitalisierungs- und Transformationsprojekte – von der technischen Infrastruktur bis zur fachlichen Umsetzung – aus einem Guss gesteuert. Nur wenn wir die Entscheidungs-, Verantwortungs- und Budgetstrukturen an einer Stelle bündeln, können wir die Digitalisierung effizient umsetzen", sagt Hemsley. "Priorisierung wird zum Schlüsselbegriff der kommenden Jahre. Wir müssen uns konsequent darauf konzentrieren, was den Menschen in Hanau den größten Nutzen bringt."
Seit 2007 lag ein Großteil der städtischen IT-Aufgaben bei der BHG. Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie – etwa veränderte Kommunikationswege, steigende Anforderungen an digitale Arbeitsplätze und beschleunigte Verwaltungsprozesse – machten deutlich, dass neue Strukturen benötigt werden. Mit der Gründung des Amtes 34 – Digitalisierung und Organisationsentwicklung – im Jahr 2023 wurden bereits zentrale Digitalisierungsprojekte wie die E-Akte, neue Fachverfahren und moderne Arbeitsplatzkonzepte in kurzer Zeit erfolgreich angestoßen oder umgesetzt. Zur Begleitung der Neuausrichtung wird der bereits bestehende Lenkungsausschuss Stadtwandel.digital um ein erweitertes Beteiligungsformat ergänzt. Künftig sollen halbjährlich wechselnde Akteurinnen und Akteure aus Stadtgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Fachwelt zentrale Themen der digitalen Transformation beraten.
"Die vollständige Digitalisierung der Unternehmung Stadt Hanau bis 2030 ist das gemeinsame Ziel der Neuaufstellung, für das wir nun den ersten wichtigen Schritt machen. Die weiteren Schritte werden wir gemeinsam mit den relevanten Akteuren innerhalb und außerhalb der Unternehmung Stadt Hanau gehen und damit spürbare Mehrwerte für die Hanauerinnen und Hanauer schaffen. Hanau soll nicht nur bei der Ansiedlung von Rechenzentren, sondern bei der Digitalisierung insgesamt zum Leuchtturm im Rhein-Main-Gebiet werden ", so Isabelle Hemsley abschließend.
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