Dieser Artikel wurde in der Ausgabe Mai 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.

Rubrik IT / Verwaltung / Security

Deutsche stellen Behördenservice mangelhaftes Zeugnis aus

Von wegen Behördenservice: Zwei Drittel der Deutschen fühlen sich als „Bittsteller“

30.04.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten 76

Von wegen Behördenservice: Zwei Drittel der Deutschen fühlen sich als „Bittsteller“

Die Mehrheit der Deutschen (58,5 Prozent) fühlt sich im Kontakt mit Behörden nicht ernst genommen und hat nicht das Gefühl, guten Service zu erhalten. Stattdessen sehen sich 67,4 Prozent als „Bittsteller“, die vom Staat unnötig belastet werden. Das ergab eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des estnischen Programms e-Residency, für die über 5.000 Personen befragt wurden.

Jüngere fühlen sich besonders allein gelassen

Besonders kritisch fällt das Urteil bei jüngeren Befragten aus: In der Altersgruppe 18–29 sagen fast 80 Prozent, dass sie sich im Umgang mit Behörden als Bittsteller fühlen. Bei der Gruppe Ü65 liegt der Anteil hingegen bei knapp 60 Prozent. Auch regional zeigen sich Unterschiede – in Sachsen-Anhalt beispielsweise liegt der Anteil derjenigen, die diesen Eindruck teilen, bei über 76 Prozent. In anderen Bundesländern wie Berlin oder Hamburg zeigt sich aber auch, dass die Menschen Fortschritte bei Serviceorientierung und Digitalisierung durchaus wahrnehmen – diese Beispiele machen Mut für die bundesweite Entwicklung.

Vor allem digitale Ummeldung des Wohnortes gefragt

Gleichzeitig wird der Ruf nach digitalen Verwaltungsprozessen immer lauter: Zwei Drittel der Deutschen (66,8 Prozent) wünschen sich die Ummeldung des Wohnsitzes als digitale Dienstleistung, direkt vor dem digitalen Beantragen von Personalausweis oder Reisepass (57,9 Prozent). Dahinter folgen Führerscheinangelegenheiten (26,3 Prozent), die eigene Geburtsurkunde (22,7 Prozent) und Anträge auf Sozialleistungen (21,8 Prozent).

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„Das e-Residency-Programm ermöglicht die Unternehmensgründung einer Firma mit minimalem bürokratischem Aufwand innerhalb weniger Stunden. Deutschland hat in den vergangenen Jahren bereits viele Schritte in Richtung digitaler Verwaltung unternommen. Der gerade vorgestellte Koalitionsvertrag zeigt zudem weitere wichtige Schritte auf. Unsere Umfrage zeigt, dass das genau der richtige Weg ist und es aus Sicht der Bevölkerung noch immer Potenziale gibt, Verwaltungsprozesse weiter zu vereinfachen und digital zugänglich zu machen,” sagt Liina Vahtras, Managing Director bei e-Residency.


Über die Studie

Civey hat im Auftrag von e-Residency zwischen dem 1. und dem 3. April 2025 5.008 Bundesbürger:innen ab 18 Jahren zu ihrem Service-Erlebnis im Behördenkontakt sowie digitalen Verwaltungsleistungen repräsentativ befragt. Der statistische Fehler liegt bei 2,5 Prozent. Redaktioneller Hinweis: Bei Interesse stehen Ihnen Liina Vahtras (Managing Director) und Mats Kuuskemaa (Country Manager DACH) von e-Residency gerne für ein weiterführendes Gespräch zur Verfügung.

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