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Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
500.000 Euro für Climate-Tech-Start-up Co-reactive
NRW.BANK unterstützt CO₂-negative Baustofftechnologie aus Düsseldorf
30.01.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Die NRW.BANK beteiligt sich mit 500.000 Euro an der Seed-Finanzierungsrunde des Climate-Tech-Start-ups Co-reactive. Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf entwickelt Zementersatzstoffe und reduziert so die CO₂-Emissionen in der Bauindustrie. Insgesamt konnte sich das Start-up 6,5 Millionen Euro von Investoren sichern.
„Technologische Innovationen wie hier in der Baubranche sind ein zentraler Hebel, um NRW zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas zu machen. Co-reactive zeigt, wie aus der Spitzenforschung marktfähige Lösungen zur Dekarbonisierung entstehen können“, sagt Johanna Antonie Tjaden-Schulte, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Mit unserer Beteiligung unterstützen wir gezielt diese Mission und gestalten die Zukunft einer nachhaltigen Wirtschaft aktiv mit.“
Weniger CO₂ im Baustoff, mehr Klimaschutz am Bau
Co-reactive wurde 2024 als Spin-off der RWTH Aachen gegründet und über das EXIST Programm des BMWE gefördert. Das Start-up hat ein Verfahren entwickelt, mit dem CO₂ dauerhaft in neuen Baustoffen gespeichert werden kann.
Dadurch entstehen neuartige CO₂-negative Baustoffe, die mehr Kohlenstoffdioxid binden als bei ihrer Produktion entstehen. Das reduziert den CO₂-Fußabdruck von Zement deutlich.
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Durch den Baustoff von Co-reactive können konventionelle Zusatzstoffe wie Gesteinsmehl genauso ersetzt werden wie Zementersatzstoffe, zu denen Flugasche und Hüttensand zählen. Diese Stoffe werden aufgrund des Kohleausstiegs und der Transformation der Stahlindustrie zunehmend knapp.
Demonstrationsanlage in Planung
„Die Finanzierung hilft uns, den nächsten Skalierungsschritt von der Labor- zur Demonstrationsanlage zu gehen“, sagt Dr.-Ing. Andreas Bremen, Mitgründer und CEO von Co-reactive. „Dass die NRW.BANK an Bord ist, unterstreicht die Relevanz unseres Ansatzes für die nachhaltige Transformation der Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen.“
Geplant ist der Bau einer kontinuierlich betriebenen Demonstrationsanlage, die jährlich 1.000 Tonnen des CO₂-negativen Baustoffs produzieren soll. Parallel arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit Industriepartnern an der Entwicklung von Pilotanlagen im Zehntausend-Tonnen-Maßstab.
Neben der NRW.BANK sind der High-Tech Gründerfonds (HTGF) als Lead Investor sowie HBG Ventures, AFI – Alliance for Positive Impact, Evercurious VC und ein Netzwerk aus Climate-Tech Business Angels an der Finanzierungsrunde beteiligt. Darüber hinaus erhält das Start-up Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im siebenstelligen Bereich.
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