23.03.2026 – Lesezeit ca. 4 Minuten 2
Aufgrund ihres vergleichsweise geringen Gewichts sind die außen profilierten, aber innen glatten DWCor® 3000-Kanalrohre auf der Baustelle gut zu handhaben. In Homburg kamen sie in Dimensionen von DN/ID 800 und DN/ID 1000 zum Einsatz. (Bild: Funke Kunststoffe GmbH)
Mitte August 2025 konnten die Kanalbauarbeiten im neuen Gewerbegebiet „Am Zunderbaum (G9)“ nach rund einem Jahr erfolgreich abgeschlossen werden – mit Hilfe der Produkte von Funke Kunststoffe. Neben dem HS®-Kanalrohrsystem kamen DWCor® 3000-Kanalrohre zum Einsatz, die sich trotz der großen Nennweiten von DN/ID 800 und DN/ID 1000 gut handhaben ließen.
Insgesamt rund 22 ha groß ist das Areal an der B423 in Homburg, das in der Region wegen seiner früheren Nutzung als „Erdbeerland“ bekannt ist. Ab Frühjahr 2026 sollen sich hier Handwerk, Gewerbe und Industrie ansiedeln. Schon jetzt nimmt das Gebiet Gestalt an. Wesentlich dafür sind die jüngst beendeten Kanalerschließungsarbeiten und die nun folgenden Straßenarbeiten.
Da das künftige Industriegebiet zu rund 80 Prozent versiegelt sein wird, hat die Stadtentwässerung Homburg Vorsorge getroffen und die neuen Regenwasserkanäle auf dem Gelände mit Dimensionen zwischen DN 800 und DN 1400 auf große Niederschlagsmengen ausgelegt. Aufgrund des vergleichsweise geringen Gewichts entschied sich der Auftraggeber in den verfügbaren Nennweiten für die außen profilierten, aber innen glatten DWCor® 3000-Kanalrohre, die die Funke Kunststoffe GmbH bis DN/ID 1000 anbietet. Die mit der Ausführung beauftragte Neunkircher Baugesellschaft mbH, Neunkirchen, verbaute rund 240 m DWCor® 3000-Kanalrohre in der Dimension DN/ID 800 und rund 340 m in der Nennweite DN/ID 1000. Für die darüber hinausgehenden Dimensionen kamen Stahlbetonrohre zum Einsatz. „Bei der Auswahl der Materialien haben uns vor allem die Preis- und Einbauvorteile überzeugt, die Funke-Kunststoffrohre gegenüber anderen Lösungen bieten“, erklärt Martin Orschekowski, technischer Werkleiter des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Homburg. Alexander Leusch, Geschäftsführer und Bauleiter bei der Neunkircher Baugesellschaft, kann die gute Handhabbarkeit der PVC-U-Rohre selbst in großen Dimensionen auf der Baustelle nur bestätigen. „Es hat alles gut geklappt. Wir hatten bereits bei einer anderen Baumaßnahme gute Erfahrungen mit den Profilrohren gesammelt. Die einfache Verarbeitung und die Qualität der Produkte haben uns erneut überzeugt. Auch das Einbinden von Anschlussleitungen über die abwinkelbaren Connex-Anschlüsse verlief im Handumdrehen.“

Rund 240 m DWCor® 3000-Kanalrohre DN/ID 800 und ca. 340 m DN/ID 1000 kamen auf dem Areal insgesamt zum Einsatz. Foto: Neunkircher Baugesellschaft GmbH
Besondere Herausforderungen ergaben sich aus der Topographie des Geländes, das deutliche Höhenunterschiede aufweist. Die Kanäle wurden auf dem Areal des künftigen Industrie- und Gewerbegebietes mit einer Sohltiefe zwischen 1,80 m und rund 10,0 m verlegt. In der Baugrube stieß das Bauunternehmen stellenweise außerdem auf massiven Fels, was die Arbeiten zusätzlich erschwerte. Angesichts der zum Teil großen Tiefenlage war die Überdeckung entsprechend hoch. Zur Sicherheit erstellte Funke Kunststoffe hier eine Sonderstatik für die fachgerechte Verlegung. Funke-Fachberater Kevin Frenzle: „Das DWCor® 3000-Kanalrohr wird unter SLW 60-Verkehrsflächen üblicherweise mit Überdeckungshöhen zwischen 1,0 und 6,0 m eingesetzt. DWCor®-Rohre weisen eine Nennringsteifigkeit von SN8 auf und bestehen aus dem Werkstoff PVC-U. Aus dem biegeweichen Verhalten im eingebauten Zustand kombiniert mit der gleichzeitig hohen Eigenstabilität resultieren maximal geringe Rohrverformungen bei einer langzeitig sicheren Nutzung.“
Zusätzlich zu den DWCor® 3000-Kanalrohren DN/ID 800 und DN/ID 1000 für den Regenwasserkanal kam in Homburg das ebenfalls von Funke stammende HS®-Kanalrohrsystem für die Ableitung des Schmutzwassers zum Zuge. Insgesamt knapp 1.000 m HS®-Kanalrohre in Nennweiten zwischen DN/OD 315 und DN/OD 630 verlegte die Neunkircher Baugesellschaft auf dem Gelände. Die wandverstärkten PVC-U-Rohre verfügen in Nennweiten DN/OD 110 bis 500 über eine fest eingelegte FE®-Dichtung und von DN/OD 630 bis 800 über eine fest integrierte CI®-Dichtung. Dadurch kann die Dichtung beim Einbau weder vergessen noch verschoben werden. Für eine lange Nutzungsdauer des Rohrsystems sorgen – genauso wie bei DWCor® 3000-Kanalrohren – die hohe chemische Beständigkeit, die guten hydraulischen Eigenschaften ohne Neigung zu Ablagerungen oder Korrosion sowie die Hochdruckspülfestigkeit.
Auf dem neu erschlossenen Gelände können sich schon bald zukunftsfähige Unternehmen aus Mittelstand und Industrie ansiedeln, die langfristig Wohlstand und Arbeitsplätze in Homburg sichern. Mit der unterirdischen Infrastruktur hat die Stadt ein sicheres Fundament hierfür bereitet.
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