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Effizienz und Produktverantwortung müssen erhalten bleiben
BDE positioniert sich gegen rein kommunale Wertstofftonnen
31.03.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) stellt klar: Eine Einführung einer Wertstofftonne in rein kommunaler Verantwortung ist weder wirtschaftlich sinnvoll noch zukunftsfähig. Das bewährte System der haushaltsnahen Sammlung gebrauchter Verkaufsverpackungen über die Gelbe Tonne und den Gelben Sack basiert auf dem Prinzip der Hersteller-Produktverantwortung. Dieses Prinzip ermöglicht es, individuelle Lösungen vor Ort zu schaffen und gleichzeitig die Effizienz des Wettbewerbs zu nutzen. Eine Neuausrichtung hin zu einer rein kommunalen Organisation würde den etablierten und international erfolgreichen Rahmenbedingungen der deutschen Recyclingwirtschaft zuwiderlaufen.
Der BDE unterstützt eine aktuelle Stellungnahme von Partnerverbänden, die auf mehrere zentrale Probleme einer kommunalen Wertstofftonne hin:
Massive Kostensteigerungen: Das derzeitige System ist wirtschaftlich äußerst effizient. Eine Rekommunalisierung würde unmittelbar zu erheblich höheren Kosten für Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger führen.
Verlust an Innovationskraft: Ein reiner kommunaler Ansatz würde den Wettbewerb zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Unternehmen unterlaufen. Dadurch ginge eine wichtige Triebkraft für innovative Recyclinglösungen verloren.
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Abkehr vom Prinzip der Produktverantwortung: Die Hersteller tragen auch nach dem Ende der Nutzungsphase die Verantwortung für ihre Produkte. Eine kommunale Lösung würde dieses international bewährte Modell unterminieren.
Verschlechterung der Wertstoff-Qualität: Eine allgemeine, unkontrollierte Sammlung in einer Wertstofftonne birgt das Risiko einer ungesteuerten Vermischung verschiedener Materialien, was zu einer erheblichen Qualitätsminderung der Recycling-Rohstoffe führen kann.
„Die Einführung einer kommunalen Wertstofftonne würde nicht nur zu erheblichen Mehrkosten führen, sondern auch den Innovationswettbewerb zerstören und das Prinzip der Produktverantwortung untergraben“, betont die Geschäftsführende BDE-Präsidentin Anja Siegesmund. „Unsere Überzeugung ist, dass der Erhalt des bestehenden, wettbewerbsorientierten Systems der Schlüssel zu einer leistungsfähigen, zukunftsweisenden Kreislaufwirtschaft in Deutschland ist.“
Mit dieser klaren Position ruft der BDE Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit dazu auf, an bewährten und effizienten Konzepten festzuhalten, die sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die internationale Spitzenposition der deutschen Recyclingwirtschaft sichern.
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