Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Die Stadt Laichingen betritt Neuland und steuert den Bau eines Großbatteriespeichers
Kommunales Flächenpooling nun auch für Batteriespeicher
01.04.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
482
Robin Menholz, Leiter des Amts für Bauwesen, Umwelt und Stadtentwicklung bei der Stadt Laichingen. (Bild: Stadt Laichingen)
Die Stadt Laichingen in Baden-Württemberg hat erfolgreich ein kommunales Flächenpooling für einen Großbatteriespeicher durchgeführt. Damit leistet die Stadt Pionierarbeit für die Energiewende und schafft gemeinsam mit den beteiligten Flächeneigentümer:innen die Voraussetzungen für den Bau des Speichers. Das Verfahren kam bislang nur bei der Entwicklung von Windparks zum Einsatz.
Einer der Schlüssel für die Energiewende sind Speicherkapazitäten. Deshalb werden Kommunen in der Nähe von Umspannwerken derzeit mit Anfragen für den Bau von Großbatteriespeichern überrollt. Doch das sorgt für Herausforderungen. Fachwissen vor Ort ist noch nicht vorhanden. Die Erfahrung der Projektentwickler variiert stark. Hohe Pachten bieten Potenzial für Streit. Kommunen werden mitunter an den Pachterlösen gar nicht beteiligt, sofern ihre eigenen Flächen nicht mitgeplant werden. Vor den gleichen Herausforderungen stand die Stadt Laichingen auf der Schwäbischen Alb.
Wertvolles Know-how aus der Windenergie
„Deshalb haben wir uns von Anfang an für eine professionelle Begleitung entschieden“, sagt Robin Menholz, Leiter des Amts für Bauwesen, Umwelt und Stadtentwicklung bei der Stadt Laichingen. Die Kommune wollte die Steuerungshoheit über das Projekt behalten und hat sich an das Freiburger Beratungsunternehmen endura kommunal gewandt.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
„Etablierte Vorgehensweisen wie das kommunale Flächenpooling und das Interessenbekundungsverfahren lassen sich auch bei Großbatteriespeicher-Projekten erfolgreich einsetzen“, sagt Jan Friedrich, Senior Berater bei endura kommunal und verantwortlich für das Beratungsfeld Batteriespeicher. Friedrich hat bereits eine Vielzahl von Kommunen bei Windenergie-Projekten begleitet. In Laichingen haben sich die Verfahren ebenfalls bewährt, sagt Friedrich.
Gemeinsames Vorgehen stärkt die Verhandlungsposition
Das Ziel beim Flächenpooling ist, dass so viele kommunale und private Flächeneigentümer:innen wie möglich an den späteren Pachterlösen beteiligt werden. „Alle im Pool profitieren, egal ob ihre Fläche bebaut wird oder nicht“, erklärt Menholz. Das gemeinsame Auftreten der Pooling-Gemeinschaft stärkt die Verhandlungsposition. Zudem steigen die Chancen, dass ein solches Projekt überhaupt realisiert werden kann.
Unter Moderation der Kommune schließen sich die Flächeneigentümer:innen zu einer Pooling-Gemeinschaft zusammen und formulieren Kriterien für die Auswahl eines Projektentwicklers. Im Fall von Laichingen sind acht Angebote eingegangen, die derzeit von einer kommunalen Vergabegruppe unter Begleitung von endura kommunal ausgewertet werden. Ergebnis soll ein Vertrag sein, der die Kriterien der Pooling-Gemeinschaft, zum Beispiel ökologische Aspekte, bestmöglich erfüllt. 2031 soll der Großspeicher ans Netz gehen.
Regenerativer Strom aus Achstetten
Start frei für eine neue Photovoltaik-Freiflächenanlage im Landkreis Biberach. Am Dienstag, 19. Mai, hat die BWZ Achstetten GmbH offiziell ihren neuen Solarpark[...]
Die Regionalverbände in Baden-Württemberg legen die Vorrangflächen für Windenergieanlagen im Südwesten fest. Eine Ersteinschätzung des Ausbaupotenzials auf ihre[...]
Bundesweites Verbundprojekt unterstützt Kommunen beim Ausbau erneuerbarer Energien
Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium das Verbundprojekt „BEEKOMM – Beschleunigung des Ausbaus von erneuerbaren Ene[...]
EEG-Entwurf gefährdet jede vierte kleine Wasserkraftanlage in Mitteldeutschland
Wasserkraftverband Mitteldeutschland warnt: Förderstopp für Anlagen unter 25 kW trifft besonders Mitteldeutschland und schwächt verlässliche dezentrale Energieerzeugung
Solarstrom und Speicher für 435 Wohnungen: NRW-weit einzigartiges Mieterstromprojekt startet in Köln
Baustart für Kölns größtes Mieterstromprojekt: In den Ossendorfer Gartenhöfen beginnt die Energiegenossenschaft Green Planet Energy gemeinsam mit der Kölner Woh[...]
Kommunen warnen vor Rückschritten durch Gebäudemodernisierungsgesetz
Die geplante Reform des Gebäudeenergiegesetzes hin zu einem Gebäudemodernisierungsgesetz sorgt in den Kommunen für wachsende Sorgen. Während auf Bundesebene übe[...]
Mit einer einfachen Änderung: Heimspeicher können das Stromnetz deutlich entlasten
Batteriespeicher werden in deutschen Haushalten immer beliebter: Aktuell sind bereits 2,5 Millionen Heimspeichersysteme installiert. Zusammengenommen verfügen d[...]
Photovoltaik-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe: Vier von fünf Großstädten nicht auf Kurs
Der dringend notwendige Photovoltaik-Ausbau geht deutschlandweit nicht schnell genug voran: Mit 17 von 82 Großstädten hat nur rund ein Fünftel in den letzten zw[...]
Bad Berleburg: Vorbild für die Energiewende im ländlichen Raum
Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die Stadt Bad Berleburg als Energie-Kommune des Monats Mai 2026 aus. Damit wird das konsequente Engage[...]
Schulneubau: Landkreis Würzburg setzt auf Erdwärmekollektor
Für den Neubau der Drei-Linden-Schule kommen flächeneffiziente Kollektoren der GeoCollect GmbH zum Einsatz. Diese versorgen das Gebäude umwelt- und klimafreundl[...]