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Landkreis Schwäbisch Hall im Südwesten mit 6.088 Kilowattstunden auf Platz 1 beim Pro-Kopf-Ertrag erneuerbarer Energien
Große Unterschiede zwischen Stadt und Land
22.11.2024 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Photovoltaikanlage auf einer Schule in Karlsruhe. (Bild: KEA-BW)
Der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung in Baden-Württemberg geht voran. Er fällt in den 35 Landkreisen und neun Stadtkreisen Baden-Württembergs jedoch höchst unterschiedlich aus, wie die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) anlässlich der Weltklimakonferenz mitteilt. Platz eins belegt der Landkreis Schwäbisch Hall. Hier kommen auf eine Person im Durchschnitt 6.088 Kilowattstunden Ertrag. Der Main-Tauber-Kreis mit 5.950 Kilowattstunden und der Landkreis Sigmaringen mit 3.663 Kilowattstunden rangieren auf den Plätzen zwei und drei. Schlusslichter sind die Städte Freiburg im Breisgau mit 322 Kilowattstunden, gefolgt von Stuttgart (147 Kilowattstunden) und Karlsruhe (130 Kilowattstunden). Der Unterschied ist enorm: Im Landkreis Schwäbisch Hall wird 46 mal mehr Strom aus erneuerbaren Quellen pro Kopf erzeugt als in Karlsruhe. Die Zahlen stammen aus einer Erhebung der KEA-BW.
Mit 6.088 Kilowattstunden (kWh) Pro-Kopf-Ertrag im Jahr liegt der Landkreis Schwäbisch-Hall deutlich vorne. Dabei macht der Photovoltaikanteil 1.791 kWh aus, die Windenergie sorgt für 2.799 kWh Ertrag pro Kopf und Biomasse bringt im Landkreis 1.415 kWh. Die Gesamtsumme von 6.088 kWh entspricht etwa dem Jahresverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts in einem Ein- oder Zweifamilienhaus mit hohem Verbrauch. Zum Vergleich: Die Stadt Karlsruhe hat mit 130 kWh ausschließlich aus Photovoltaik pro Kopf den geringsten Ertrag zu verzeichnen.
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Große Unterschiede zwischen Stadt und Land beim Ausbau der Erneuerbaren
Auffällig ist der ungleich verteilte Pro-Kopf-Ertrag im Bundesland. In dicht besiedelten Gebieten ist er meist niedriger, in Landkreisen mit viel Fläche größer. Auf dem Land ist beispielsweise mehr Platz für Windenergieanlagen. Auf Einfamilienhäusern, Bauernhöfen und Grünflächen im ländlichen Raum ist zudem die Errichtung von Photovoltaikanlagen einfacher als in der Stadt. In Mehrparteiengebäuden in Ballungszentren müssen sich die Wohnungseigentümer über den Bau einer Solaranlage einig sein, Mieterstrommodelle werden oft als kompliziert wahrgenommen. Und Platz für Solarparks gibt es auch weniger.
Für die Unterschiede unter den Landkreisen gibt es weitere Ursachen: Auch die Eignung von Flächen für den Ausbau der Windkraft, die Verteilung von Gebieten, die durch Natur- oder Gewässerschutzauflagen geschützt sind, aber auch das Engagement der Kommunen beim Ausbau der Erneuerbaren sind regional ungleich ausgeprägt.
Auch manche Städte schneiden gut ab
Doch es gibt auch Ausnahmen von der Regel: Unter den Städten fallen Mannheim mit 1.125 kWh und Ulm mit einem Pro-Kopf-Ertrag von 1.300 kWh positiv auf. Photovoltaik und Biomasse sorgen in diesen Städten für das gute Abschneiden. Die Umrechnung in Kilowattstunden Ertrag pro Kopf hat die Landesenergieagentur KEA-BW vorgenommen, um Regionen mit unterschiedlicher Bevölkerungsdichte miteinander vergleichbar zu machen.
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