Dieser Artikel ist zur Veröffentlichung in der Ausgabe 1 - Januar / Februar 2026 der gedruckten Kommunalwirtschaft vorgesehen.

Rubrik Wasser / Abwasser

Ganzheitliches Angebot für nachhaltige grabenlose Rohrerneuerung

Langfristige Lösungen für intakte Infrastrukturen

12.01.2026 – Lesezeit ca. 4 Minuten 1

Langfristige Lösungen für intakte Infrastrukturen

Die Sanierung der unterirdischen Infrastruktur ist für viele Städte und Gemeinden ein dringendes Thema. Viele Ver- und Entsorgungsnetze sind veraltet, was zu Lecks, Verstopfungen und anderen Schäden führt. Für die öffentliche Hand sind Betrieb und Instandhaltung der Leitungsnetzte mit hohem Wartungs- und Investitionsbedarf verbunden. Während die offene Bauweise hier meist ausgeschlossen ist und Reparaturverfahren nur vorübergehend Abhilfe schaffen, ist die vollständige Rohrerneuerung im grabenlosen Berst-Verfahren die nachhaltigste Lösung im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit, die möglichst lange Lebensdauer und optimale Tragfähigkeit der Leitungen. Als Miterfinder der Berst-Technik bietet der NODIG-Hersteller TRACTO ein vollständiges Sortiment sicher anwendbarer Systeme für die Roherneuerung kombiniert mit einem speziellen Beratungsservice für kommunale Betreiber und Planer.

Neue Leitung in vorhandener Trasse

Das Berst-Verfahren ist so einfach wie genial: Mittels sog. Berst-Lafetten wird die alte Rohrleitung aufgebrochen und radial in das umgebende Erdreich verdrängt, während im gleichen Arbeitsschritt das neue Rohr in die vorhandene Trasse eingezogen wird. Das Verfahren eignet sich für nahezu alle Schadensbilder, besonders für nicht mehr zu behebende, typische Schäden wie Rissen, Versatz oder mechanischem Verschleiß. Erneuern lassen sich defekte Rohrleitungen von DN 50 bis 1.200 aus spröden oder duktilen Materialien. Das grabenlose Verfahren ist ideal für Projekte in dicht bebauten Infrastrukturen, denn sie arbeiten aus einer kompakten Grube oder einem Schacht horizontal in beide Richtungen bzw. von Schacht zu Schacht. Das Ergebnis ist ein neues Rohr in der bestehenden Trasse mit einer Lebensdauer von 80 - 100 Jahren bei perfekten statischen Verhältnissen und einer erheblichen Zeit-, Ressourcen- und Kostenersparnis im Vergleich zur offenen Bauweise.

Auf diese Weise werden nicht nur Schäden an den Rohrleitungen und damit Wasserverlust oder Ex- und Infiltration dauerhaft vermieden. Durch den Einzug neuer Rohre mit größerem Durchmesser kann beim statischen Bersten sogar die hydraulische Leitungskapazität von Ver- und Entsorgungsnetzen im selben Arbeitsgang angepasst werden. Dieser Vorteil ist vor allem für Städte und Gemeinden mit wachsenden Bevölkerungszahlen, in denen die vorhandenen Leitungsnetze an ihre Kapazitätsgrenzen kommen, von Bedeutung.

Service & Beratung für die öffentliche Hand

Um mehr Vertrauen in die grabenlose Technologie zu schaffen, setzt TRACTO auf gezielte Aufklärungsarbeit. Der eigens dafür eingerichtete Beratungsservice ‚Trenchless Development‘ richtet sich vor allem an öffentliche Auftraggeber und Planer wie Kommunen, Zweckverbände, Netzbetreiber und Versorger. Die Fachleute stellen aktuelle Fachinformationen, Studien sowie Ausschreibungstexte zur Verfügung und informieren in kostenlosen Online-Seminaren über die Vorteile von NO-DIG und die Möglichkeiten, Projekte in den unterschiedlichen Anwendungsbereichen damit zügig, nachhaltig und kosteneffizient umzusetzen. Zudem arbeiten sie im Bereich der Rohrsanierung eng mit den Experten des TRACTO ‚Pipe Bursting Center‘ zusammen, in dem das Unternehmen seine jahrzehntelange Expertise in der Berst-Technologie bündelt. Hier liegt der Schwerpunkt in der Vermittlung von technischem und praktischem Wissen in Form von Vorführungen, Vorträgen und Trainings.

Sanierungsbedarf bremsen heißt Wertverlust vermeiden

Durch Schäden an der unterirdischen Infrastruktur werden nicht nur wertvolle Ressourcen wie Trinkwasser verschwendet, die Versorgungssicherheit gefährdet oder im Fall von leckenden Abwasserleitungen Verunreinigung verursacht. Die nachhaltige Sanierung der unterirdischen Infrastruktur werden bedeutet auch Werterhalt, denn die Ver- und Entsorgungsnetze zählen zu den größten und wichtigsten kommunalen Vermögen. Dass der Bedarf für die Sanierung vorhandener Infrastrukturen stetig steigt und stelleweise sogar akut ist, wird durch Zahlen belegt.

Sebastian Menzdorf, der bei TRACTO für die Beratung der öffentlichen Hand zuständig ist, sagt dazu: „In Deutschland gibt es einen enormen Sanierungsbedarf allein für Abwassernetze, denn 19 % der Kanäle weisen schwere Schäden auf. Das bedeutet, dass 114.000 km Kanalisation so schnell wie möglich saniert werden müssen. Unsere bestehenden Wassernetze sind ebenfalls sehr alt und jährlich gehen rund 319 Milliarden Liter Wasser verloren. Städte und Gemeinden sind also gut beraten, Schäden möglichst bald und nachhaltig zu beheben. Die grabenlose Rohrerneuerung bietet hier die langfristigste Lösung und ist gleichzeitig ökologisch und ökonomisch schonend. Wir können kommunale Betreiber und Planer mit unserem Beratungsangebot gezielt dabei unterstützen, ihre meistens begrenzten Mittel optimal für den nachhaltigen Erhalt und die Modernisierung ihrer Leitungsnetze einzusetzen.“

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