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Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe September 2025 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Emschergenossenschaft modernisiert die gesamte Nachklärung
Kläranlage Bottrop: Sanierung im laufenden Betrieb
15.08.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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Rund 45 Millionen Euro investiert die Emschergenossenschaft in die Instandhaltung ihrer wasserwirtschaftlichen Infrastruktur am Kläranlagenstandort Bottrop: In dem laufenden Projekt wird zurzeit die Nachklärung mit insgesamt 36 Nachklärbecken bau- und maschinentechnisch saniert bzw. erneuert.
Die Kläranlage der Emschergenossenschaft in der Welheimer Mark ist heute als Deutschlands erste vollständig energieautarke Großkläranlage bekannt. Ihr Bau begann 1991 kurz vor dem Startschuss für das Generationenprojekt Emscher-Umbau. Fünf Jahre später konnte das moderne Klärwerk in Betrieb genommen werden. Ausgelegt ist es für eine Kapazität von zirka 1,34 Millionen Einwohnerwerten (d.h. Menschen plus Industrieunternehmen). Pro Sekunde können maximal 8.500 Liter gereinigt werden.
Die Nachklärung der Kläranlage Bottrop besteht aus drei sogenannten "Straßen" mit jeweils einem Hauptzulaufgerinne und zwölf Nachklärbecken – in Summe also drei Hauptzulaufgerinne und 36 Becken. Rund 30 Jahre nach der Inbetriebnahme sind nun für eine Verbesserung der Funktionalität und Verlängerung der Nutzungsdauer umfangreiche Sanierungsarbeiten in den verschiedenen Bereichen der Nachklärung erforderlich.
"Die größte Herausforderung bei einem solchen Projekt ist der Umbau im laufenden Betrieb – maximal vier Becken dürfen zeitgleich außer Betrieb genommen werden, da die ordnungsgemäße Reinigung des Abwassers zu jeder Zeit gewährleistet sein muss", sagt Dr. Frank Obenaus, Vorstand für Wassermanagement und Technik bei der Emschergenossenschaft.
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Neun Umbauphasen – die erste wurde bereits abgeschlossen
Die Maßnahme besteht aus insgesamt neun Umbauphasen. In den ersten drei Phasen sind auch die Hauptzulaufgerinne mit enthalten. Um diese umbauen zu können, ist ein umfangreiches Pumpenprovisorium erforderlich, damit die verbliebenen acht Becken der Straße weiterhin beschickt und betrieben werden können. Ab der vierten Umbauphase kann auf das Pumpenprovisorium verzichtet werden.
Für ein besseres Strömungsverhalten in den Nachklärbecken werden die Einlauföffnungen vergrößert sowie neue und optimierte Prallbleche eingebaut. Für eine gleichmäßige Luftzufuhr installiert die Emschergenossenschaft eine neue Rinnenbelüftung. Zudem werden die Klarwasserrinnen künftig abgedeckt, um den Algenbewuchs einzudämmen. Auch das Thema Arbeitssicherheit kommt nicht zu kurz: Um diese künftig weiter zu verbessern, nimmt die Emschergenossenschaft Anpassungen an den Geländern und Treppen im Bereich der Becken vor.
Im Zuge der Maßnahme wird auch die Betriebssicherheit verbessert, da die alten Räumer, die vier Becken bedient haben, durch zwei Räumer für jeweils zwei Becken ersetzt werden. Ferner werden durch das neue Antriebskonzept, die Schienenanlagen der Räumerbrücken und die vollständige Erneuerung der Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik die Anzahl der Betriebsstörungen minimiert.
In die Arbeiten investiert die Emschergenossenschaft zirka 45 Millionen Euro – sie sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
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