Wenn Sie einwilligen, verwenden wir Dienste, die Informationen im Endgerät eines Seitenbesuchers speichern oder dort abrufen. Anschließend verarbeiten wir die Informationen intern weiter, ohne diese an Drittanbieter weiter zu geben. Das hilft uns, unsere Website optimal zu gestalten und die Besucher besser zu verstehen.
Falsche Prioritäten: VCD fordert stabile Finanzierung fürs Deutschlandticket statt Steuergeschenke für den Flugverkehr
25.11.2025 – Lesezeit ca. 2 Minuten
108
Nachdem der Bundestag am 7. November 2025 die Novelle des Regionalisierungsgesetzes verabschiedet und damit das Deutschlandticket bis 2030 verlängert hat, will der Bundesrat heute folgen. Offen bleibt jedoch, wie die zusätzlichen Kosten des Tickets künftig finanziert werden sollen. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert die unklare Finanzierung:
„Wir begrüßen, dass das Deutschlandticket bis 2030 fortgeführt werden soll. Aber es ist unverständlich, warum für einen stabilen Preis des Deutschlandtickets angeblich keine Mittel vorhanden sind, wenn die Bundesregierung gleichzeitig die Flugverkehrssteuer um 350 Millionen senkt. Für klimaschädliche Fluggesellschaften werden Gelder locker gemacht, für umweltfreundliche Busse und Bahnen nicht. Gerade zur 30. Weltklimakonferenz setzt das ein völlig falsches Signal.“, kommentiert Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclubs VCD.
Wie die Mehrkosten des Deutschlandtickets über die jährlich zugesagten insgesamt drei Milliarden Euro von Bund und Ländern hinaus gedeckt werden sollen, bleibt offen. Die Länder schlagen vor, den Ticketpreis künftig an einen Index zu koppeln. Aus Sicht des VCD ist damit klar: „Nach der Preiserhöhung ist vor der Preiserhöhung. Dann können sich viele Menschen das Deutschlandticket nicht mehr leisten. Das führt außerdem zu einer Preisspirale. Weniger Abos heißt weniger Einnahmen, was wieder höhere Preise bedeutet“, so Rohleder.
Advertising
Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!
„Am Ende bleiben die Fahrgäste auf den Mehrkosten sitzen.“, kritisiert Alexander Kaas Elias, Sprecher für Bahn und ÖPNV des VCD. „Dabei wirkt das Deutschlandticket weit über den ÖPNV hinaus: Weniger CO₂-Austoß und weniger Autofahrten haben Gesellschaft und Umwelt entlastet. Gleichzeitig hält der Bund an umweltschädlichen Subventionen im Verkehr von jährlich rund 25 Milliarden Euro fest, die die Klimapolitik des Bundes unterlaufen. Statt diese abzubauen, soll ab 2026 sogar die Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer erhöht werden. Davon profitieren vor allem Besserverdienende und nicht die nachhaltige Mobilität. Gleichzeitig müssen die Tarife weiterentwickelt werden, etwa durch bundesweite Kurzzeittickets, die Bus und Bahn für Gelegenheitsnutzende attraktiver machen würden.“
Auch die soziale Frage bleibt ungelöst. Noch immer gibt es in vielen Regionen in Deutschland keine Jugend-, Azubi- und Sozialtickets. Dabei wäre das Geld für ein bundesweites Sozialticket durchaus vorhanden – so entspricht die geplante Senkung der Flugverkehrssteuer um 350 Millionen Euro laut dem Paritätischen Wohlfahrtsverband in etwa der Summe, die dafür benötigt würde. „Für Mobilität für alle brauchen wir bundesweit ermäßigte Tickets für maximal 29 Euro im Monat. Kinder bis 14 Jahre sollten den Nah- und Regionalverkehr kostenlos nutzen können“, fordert Rohleder.
Schnieder: Neuer Förderaufruf für mehr Sicherheit im Rad- und Fußverkehr
Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat den Förderaufruf „Junge Generation Fahrrad – aktiv mobil“ veröffentlicht. Mit einem Fördervolumen von bis zu 145 Mil[...]
Destatis: Jedes sechste Todesopfer fuhr Rad – DVR fordert Ausbau der Radinfrastruktur
Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrenden ist erneut gestiegen. Nachdem im Jahr 2024 noch 445 Menschen auf dem Fahrrad ums Leben kamen, erhöhte sich[...]
Auf der IFAT 2026, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, präsentiert Mercedes-Benz Trucks vom 4. bis 7. Mai ein umfassendes [...]
Fahrrad-Monitor 2025 liefert neue Erkenntnisse zur Radmobilität von Jung bis Alt
Für die Bürgerinnen und Bürger ist das Fahrrad ein bedeutendes Verkehrsmittel, erneut mit leicht steigender Tendenz. Das zeigt der Fahrrad-Monitor 2025. Die rep[...]
Mehr Tempo im Vergaberecht ja, zusätzliche Belastungen nein
Der Bundestag hat den Entwurf eines Vergabebeschleunigungsgesetzes verabschiedet. Vorgesehen ist unter anderem die Einführung zusätzlicher, verpflichtender Klim[...]
Stadtwerke Solingen laden zu offenen Sicherheitstrainings im Busverkehr ein
Die Stadtwerke Solingen erweitern ihr Serviceangebot in der Sparte Mobil um offene Sicherheitstrainings für Fahrgäste, die im Alltag auf besondere Unterstützung[...]
Schnieder startet neuen Förderaufruf für kommunale Mobilitätsplanung
Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) unterstützt mit einem neuen Förderaufruf Kommunen bei der Erstellung oder Fortschreibung von nachhaltigen urbanen Mobili[...]
Klimatour 2026: Jugendkampagne „FahrRad!“ startet auf der VELOBerlin
Am 11. April 2026 feierte die bundesweite Kampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ des ökologischen Verkehrsclubs VCD und der AKTIONfahrRAD ihren Auftakt auf der[...]
Nationale Verkehrssicherheitskonferenz: Bund setzt richtigen Schwerpunkt – Gefahr auf Landstraßen entschärfen
Im Rahmen des „Pakts für Verkehrssicherheit“ haben sich das Bundesverkehrsministerium (BMV), Länder, Kommunen und über 400 nichtstaatliche Akteure im Jahr 2021 [...]