06.12.2024 – Lesezeit ca. 3 Minuten 38
Bei Reinigungsarbeiten im Innenraum der Bahnen kann der Sauger durch hohe Leistung bei kompakten Abmessungen überzeugen.
Im Rheinbahn-Betriebshof in Düsseldorf-Heerdt gehört ein kompakter Ruwac-Wechselstromsauger zum „Handwerkszeug“ bei der Inspektion und Hauptuntersuchung der Straßenbahnen und Stadtbahnen. Mit ihm reinigen die Mitarbeiter u.a. das Innere von Schalt- und Gerätekästen – als Maßnahme zum Erhalt der Funktionsfähigkeit und zum Vermeiden von Fehlfunktionen und Ausfällen.
Die Rheinbahn ist das Nahverkehrsunternehmen für Düsseldorf, den Kreis Mettmann und den Rhein-Kreis Neuss und steht seit über 125 Jahren für umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität. Mit ihren 320 Stadt- und Straßenbahnen sowie fast 500 Bussen betreibt sie 136 Linien in einem Einzugsgebiet von 570 Quadratkilometern, fährt dabei rund 1.670 Haltestellen an und umrundet jeden Tag, rein rechnerisch, etwa drei Mal die Erde. Insgesamt hat die Rheinbahn fünf Betriebshöfe. Zwei davon sind Standorte für die 320 Bahnen, die dort disponiert und gewartet werden.
Das Rheinbahn-Depot im linksrheinischen Stadtteil Heerdt (mit einem imposanten denkmalgeschütztem Torgebäude aus den 1920er-Jahren) übernimmt u.a. die Pflege und den Service von zwei Stadtbahn-Baureihen sowie der verschiedenen Straßenbahnen, die auf einer der achtzehn Linien im Einsatz sind. Dabei führen die qualifizierten Servicetechniker auch umfangreichere Arbeiten mit „Bordmitteln“ aus. Uwe Heinrich, stv. Abteilungsleiter Hauptuntersuchung und Großkomponenten im Betriebshof Heerdt: „Wir haben nicht nur eine eigene Schlosserei und eine Schreinerei, sondern übernehmen auch Unfallreparaturen und setzen Großkomponenten, Hydrauliksysteme und Getriebe instand.“ Damit – und mit entsprechenden Retrofit-Programmen – wird die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Bahnen eine jahrzehntelange Lebensdauer erreichen: ein nachhaltiges Konzept für den öffentlichen Nahverkehr.
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In Anbetracht dieser Kompetenzen ist es logisch, dass die Rheinbahn auch die vorgeschriebene Hauptuntersuchung der Stadt- und Straßenbahnen in Eigenregie durchführt. Sie ist alle 500.000 Kilometer oder acht Jahre fällig. Zum umfangreichen Programm gehört auch die Sauberkeit im Inneren der Fahrzeuge – und zwar auch dort, wo die Fahrgäste sie nicht sehen. Zum Beispiel werden die Gelenksysteme zwischen den einzelnen Wagensegmenten gründlich gesäubert .Uwe Heinrich: „Außerdem öffnen wir sämtliche Schaltkästen und Gerätekästen und reinigen sie. Damit verhindern wir auf lange Sicht Schäden und Störungen an den Komponenten, insbesondere an der Bordelektrik und –elektronik.“
Für diese Aufgabe hat die Rheinbahn einen Industriesauger aus dem Ruwac-Programm angeschafft. Beim R01 A handelt es sich um einen außerordentlich kompakten Wechselstromsauger. Der Zellenfilter bietet eine Filterfläche von exakt einem Quadratmeter, der 35 Liter fassende Entsorgungsbehälter ist per Fußhebel leicht zugänglich.
Trotz der kompakten Bauform ist dieser Sauger leistungsstark genug, um auch hartnäckig anhaftenden Schmutz noch aus den hintersten Ecken und Ritzen von Schaltkästen oder auch aus den Heizungs- und Lüftungssystemen zu entfernen. Die zwei einzeln schaltbaren Antriebe erlauben die Anpassung der Saugleistung an den aktuellen Bedarf. Die kleine Bauform sowie die uneingeschränkte Mobilität des Saugers erleichtern den Werkstattmitarbeitenden die gründliche Reinigung in allen, insbesondere auch in den schwer zugänglichen Innenbereichen der rund 30 Meter langen Bahnen.
Eine weitere Eigenschaft verbindet den R01 A mit den Triebwagen, in denen er eingesetzt wird: Er ist ebenso robust wie das „rollende Material“ der Rheinbahn, das über Jahrzehnte tagtäglich im Einsatz ist und dabei Millionen von Kilometern zurücklegt.