Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

Kommunale Wohnraumversorgung Kaarst eG

Wichtige Fortschritte bei Bauprojekten erzielt

17.03.2025 – Lesezeit ca. 3 Minuten 248

Die Genossenschaft für kommunale Wohnraumversorgung Kaarst (KWK) meldet wichtige Fortschritte bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums. Die KWK ist eine gemeinsame Initiative der Stadt Kaarst, der Service- und Koordinierungsgesellschaft für bezahlbaren Wohnraum des Rhein-Kreis Neuss und der Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH (Pyramis), nach dem Vorbild des Detmolder Modells. An drei Standorten in Kaarst sind Bauprojekte geplant. Zwei Bedingungen müssen noch erfüllt werden, um mit dem Bau der ersten Häuser zu starten.

Die Wohnungssituation in Kaarst spiegelt die Herausforderungen wider, die viele Städte im Rheinland derzeit erleben. Die Bevölkerung wächst kontinuierlich. Experten prognostizieren, dass die Einwohnerzahl bis 2030 auf 46.000 steigen wird. Die attraktive Lage in der Nähe der rheinischen Metropolen, die moderne Infrastruktur und die hohe Lebensqualität vor Ort sind nur ein paar Faktoren, die das Wachstum begünstigen. Dementsprechend angespannt ist der Kaarster Wohnungsmarkt.

Zudem müssen mehr Wohnungen für die Schutzsuchenden entstehen. Zwar hat die Stadt schon erfolgreich mehrere hundert Geflüchtete in angemieteten oder stadteigenen Wohnungen untergebracht, doch es bedarf noch mehr Einheiten, um genügend Kapazitäten bereitzustellen.

Advertising

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Link zur kostenlosen PDF Ausgabe der Kommunalwirtschaft!

Diese Vorhaben setzt die Genossenschaft um

Um diesen Herausforderungen wirkungsvoll zu begegnen, hat die Stadt Kaarst ihre eigene Wohnungsgenossenschaft gegründet, die im ersten Quartal 2025 mit dem Baustart für die ersten 31 von insgesamt 87 neuen Wohneinheiten beginnen möchte.

Im Ortsteil Büttgen wird die Genossenschaft zwei Wohnhäuser mit 15 und 16 Wohneinheiten für Schutzsuchende bauen. Für dieses Vorhaben hat die Bauherrin Fördermittel in der Höhe von fast sieben Millionen Euro erhalten. Die Genossenschaft wartet derzeit auf die Baugenehmigung. Zudem wird ein Haus mit 12 Wohnungen für Familien entstehen. Dieses Haus wird zu einem späteren Zeitpunkt nach Sicherung der Finanzierung und Erteilung der Baugenehmigung gebaut.

An der Humboldstraße im Süden von Kaarst werden 21 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Aktuell stimmt die Genossenschaft den Erschließungsvertrag für die Anbindung des Grundstücks an das Straßen- und Kanalnetz mit der Stadt ab. Sobald die Fördermittel bewilligt sind und die Baugenehmigung vorliegt, kann mit dem Bau begonnen werden. Der Vorstand hofft, dass dies im ersten Quartal 2025 der Fall ist, um den Wohnungsmarkt schnellstmöglich entlasten zu können.

Am Hoverkamp im Nordosten der Stadt wird die Genossenschaft zwei Häuser mit 30 Wohnungen für Schutzsuchende bauen. Im Dezember 2024 beantragte die Genossenschaft ein Förderdarlehen in Höhe von über acht Millionen Euro. Die KWK hofft, den Zeitpunkt des Baustarts bald bekanntgeben zu können.

Ein sozialer Auftrag an die Genossen

Bürgermeisterin Dr. Ursula Baum, die gleichzeitig den Vorsitz des Aufsichtsrates der Genossenschaft innehat, freut sich auf den Baustart für die ersten beiden Projekte: „Mit dem neuen Bauprojekt setzen wir ein deutliches Zeichen für die Zukunft unserer Stadt. Es ist mir ein zentrales Anliegen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und den sozialen Zusammenhalt in Kaarst zu fördern. Der Bau von angemessenem Wohnraum ist hierfür ein elementarer Bestandteil.“

Stefan Meuser, Kämmerer der Stadt und gemeinsam mit Michael Kirchner Vorstand der Genossenschaft, ergänzt: „Die Genossenschaft wird insgesamt 21 Millionen Euro in den Bau der neuen Wohneinheiten investieren. Damit schaffen wir nicht nur den dringend benötigten Wohnraum, sondern setzen auch ein starkes Signal für soziale Gerechtigkeit und Zusammenhalt in Kaarst.“

„Durch den Bau der neuen Wohneinheiten sorgen wir nicht nur für eine angemessene Wohnraumversorgung, sondern auch für eine dezentrale Unterbringung in der Stadt Kaarst. Wir haben bei anderen Projekten dieser Art bereits die Erfahrung gemacht, dass dies die Integration und Akzeptanz begünstigt“, schließt Michael Kirchner, geschäftsführender Gesellschafter der Pyramis, ab.

Projektbericht: Denkmalgeschütztes Gebäude erhält neuen Glanz
Projektbericht: Denkmalgeschütztes Gebäude erhält neuen Glanz

Die Fridolinschule in Lörrach, einer Kreisstadt im Südwesten Baden-Württembergs, zählt zu den ältesten Schulen der Stadt. Die denkmalgeschützten Schulgebäude au[...]

16.07.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

hochtiefbau
Erste serielle Sanierung: Nürnberger Projekt von ecoworks und Dawonia erhält als erstes DGNB-Zertifikat und QNG-Siegel

Das gemeinsame serielle Sanierungsprojekt von ecoworks und Dawonia in Nürnberg hat als erstes serielles Sanierungsprojekt überhaupt eine DGNB-Zertifizierung in [...]

14.07.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Tiefbauarbeiten verändern das Stadtbild
Tiefbauarbeiten verändern das Stadtbild

Die Tiefbauarbeiten beim Umbau zur Schwammstadt und der kommunalen Wärmeplanung werden das Stadtbild von Kommunen stark verändern. Dabei könnten allein in Berli[...]

09.07.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

hochtiefbau
Pflasterklinker für die Schwammstadt
Pflasterklinker für die Schwammstadt

Starkregen, Hitzeperioden und sinkende Grundwasserstände verändern die Anforderungen an kommunale Verkehrs- und Freiflächen. Plätze, Parkflächen, Straßen und We[...]

08.07.2026, Lesezeit ca. 5 Minuten

hochtiefbau
Schnell realisiert– nachhaltig und kindgerecht
Schnell realisiert– nachhaltig und kindgerecht

Aufgrund steigender Schülerzahlen benötigte die Stadt Nantes schnell ein neues Grundschulgebäude. Beim Bau der Ecole Alice Milliat setzte die Kommune auf eine v[...]

07.07.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Nachhaltig erfolgreich: Erstes öffentliches Schulgebäude in Holzhybridbauweise in Stuttgart fertiggestellt
Nachhaltig erfolgreich: Erstes öffentliches Schulgebäude in Holzhybridbauweise in Stuttgart fertiggestellt

Das „Bildungshaus NeckarPark“ in Bad Cannstatt ist eines der größten und innovativsten Schulbauprojekte der Landeshauptstadt Stuttgart. Es vereint vier Nutzunge[...]

06.07.2026, Lesezeit ca. 8 Minuten

hochtiefbau
Neue Weserpromenade Blumenthal eröffnet
Neue Weserpromenade Blumenthal eröffnet

Der Bremer Stadtteil Blumenthal ist um eine Attraktion reicher: Die neugestaltete Weserpromenade vom Kämmerei-Quartier bis zur Bahrsplate wurde heute am Mittag [...]

06.07.2026, Lesezeit ca. 2 Minuten

hochtiefbau
Ortskern mit neuem Gesicht
Ortskern mit neuem Gesicht

Im nördlichen Odenwald liegt die Gemeinde Höchst. Gefördert im Rahmen der hessischen Dorfentwicklung erhielt der Ortskern der rund 10.000 Einwohner zählenden Ge[...]

29.06.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Erfolg kann man buchstabieren: Ö-P-P
Erfolg kann man buchstabieren: Ö-P-P

Deutschlands Infrastruktur ist veraltet. Die Lösungen sind es zum Teil auch. Zeit für einen Neustart. Bröckelnde Sporthallen, Sanierungsstau in unseren Schulen[...]

26.06.2026, Lesezeit ca. 4 Minuten

hochtiefbau
Report testiert „katastrophale Lage“ in den Bauämtern
Report testiert „katastrophale Lage“ in den Bauämtern

Bau- und Immobilienexperte Klaus-Peter Stöppler: „Die Bauämter sind einer der größten Bremsklötze für den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland.“

02.06.2026, Lesezeit ca. 3 Minuten

hochtiefbau

Weitere Artikel in dieser Rubrik