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IFAT MÜNCHEN 2026

10.03.2026 – Lesezeit ca. 5 Minuten 43

IFAT MÜNCHEN 2026

Die IFAT Munich 2026 in München unterstreicht eindrucksvoll, wie eng Umwelttechnologien, Resilienz und Klimaschutz miteinander verzahnt sind. Als Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft bringt sie Industrie, Kommunen und Politik zusammen – mit einer klaren Botschaft: Nachhaltige Infrastrukturen sind entscheidend für Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Stabilität und Lebensqualität.

Politischer Rückenwind und Fokus auf Resilienz

Zur Eröffnung werden unter anderem Carsten Schneider, Jessika Roswall und Thorsten Glauber erwartet. Gemeinsam mit der Messe München setzen sie ein Signal für die strategische Bedeutung von Umwelttechnologien. Mit dem „Tag der resilienten Kommunen“ rückt die Messe gezielt Städte und Gemeinden in den Mittelpunkt, die unter wachsendem Druck durch Extremwetter, Wasserknappheit und alternde Infrastrukturen stehen.

Wie groß die Herausforderung ist, zeigt der IFAT Circularity Monitor: 63 Prozent der Bevölkerung halten Deutschland bei Krisen in der Wasserversorgung für unzureichend vorbereitet. Besonders hoch ist die Sorge vor Sabotage und Cyberangriffen. Für Wolfgang Ischinger gehört der Schutz kritischer Infrastrukturen daher ins Zentrum einer modernen Sicherheitsstrategie. Die IFAT präsentiert konkrete technische Lösungen, um Resilienz praktisch umzusetzen.

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Die ersten 10 Abonnenten (Digital oder Print) erhalten Freikarten für die Messe FORST live.

AERZEN: Energieeffiziente Belüftungssysteme

Aerzener Maschinenfabrik stellt neue Baugrößen der „Delta Hybrid“-Schraubengebläse und „Aerzen Turbo“-Turbogebläse vor. Sie ermöglichen Einsparungen von bis zu 37 Prozent gegenüber klassischen Drehkolbengebläsen. In integrierten Systemlösungen aus Gebläse-, Belüfter- und Steuerungstechnik sind Energieeinsparungen von bis zu 55 Prozent sowie deutliche CO₂-Reduktionen möglich.

Das Unternehmen verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: individuelle Auslegung, smarte Regelung, digitale Services sowie ergänzende Angebote wie Mietlösungen oder Wärmerückgewinnung. Ziel ist eine wirtschaftliche, stabile und ressourcenschonende biologische Abwasserreinigung.

REHAU: Digitale Planung und nachhaltige Netze

REHAU setzt auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die cloudbasierte Software RAUSIKKO NEO erleichtert die Planung von Regenwassermanagement-Systemen erheblich. Modulare Speicherlösungen wie die RAUSIKKO Box MX sowie das ressourcenschonende Abwassersystem nevoPP mit Rezyklatanteil zeigen, wie CO₂-Reduktion und technische Leistungsfähigkeit kombiniert werden können.

Innovationen wie der im 3D-Druck gefertigte AWASCHACHT, Sonderbauwerke bis DN 3500 oder das Schacht-in-Schacht-Sanierungsverfahren erweitern die Möglichkeiten im Kanalbau. Auch im Bereich Geothermie und Nahwärme präsentiert REHAU mit der Erdwärmesonde RAUGEO und dem Nahwärmerohr RAUVIPEX zukunftsfähige Lösungen. Ergänzt wird das Angebot durch umfassende 360°-Services von Planung bis Netzbetrieb.

VAK: Innovationsmotor der Kommunaltechnik

Der Verband der Arbeitsgeräte- und Kommunalfahrzeug-Industrie verleiht auf der IFAT erneut seinen Innovationspreis. Ausgezeichnet werden wegweisende Entwicklungen in den Kategorien Fahrzeug/Gerät sowie Baugruppe/Komponente/Steuerungstechnik. Prämiert werden Lösungen aus Bereichen wie Abfallsammlung, Kehrtechnik oder Winterdienst. Die Jury aus Branchenexperten, Verbänden und Wissenschaft unterstreicht die hohe Innovationskraft der Kommunaltechnik.

Tsurumi: Verlässliche Pumpentechnik und Digitalisierung

Tsurumi Pump stellt die CZ-Serie in den Mittelpunkt. Ein spezielles Zerkleinerungssystem sorgt für verstopfungsfreien Dauerbetrieb selbst bei hohem Feststoff- und Faseranteil. Mit Motorleistungen bis 15 kW adressiert die Serie kommunale Anwendungen, bei denen Betriebssicherheit oberste Priorität hat.

Ergänzend zeigt Tsurumi TRN-Tauchbelüfter für die biologische Reinigungsstufe sowie mit „Tsurumi Connect“ eine offene Digitalplattform zur Überwachung auch herstellerübergreifender Aggregate – ein wichtiger Schritt zur Modernisierung gewachsener Anlagenstrukturen.

Mall: Ganzheitliche Wasserlösungen

Mall GmbH erweitert sein Portfolio erstmals um Produkte für den Trinkwasserbereich. Der neue Mengenmessschacht VodaCheck ermöglicht präzise Durchflussmessungen. Im Regenwassermanagement stehen weiterentwickelte Anlagen gemäß aktueller DWA-Regelwerke im Fokus, darunter die Kombinationsanlage ViaPro.

Mit Lösungen wie der Sickerbox CaviTop und der Baumrigole ViaTree unterstützt Mall das Schwammstadt-Prinzip zur klimaresilienten Stadtentwicklung. Ergänzt wird der Messeauftritt durch die aktuelle Auflage des Fachbuchs „Regenwasser“.

Flottweg: Weltpremiere in der Schlammentwässerung

Mit einer Weltpremiere setzt Flottweg neue Maßstäbe in der Schlammentwässerung. Der innovative Dekanter, der erstmals auf der IFAT 2026 vorgestellt wird, vereint gesteigerte Leistungsfähigkeit, Energieeffizienz und maximale Anpassungsfähigkeit.

Ein integrierter „Performance Boost“ sorgt für höheren Durchsatz und verbesserte Trennergebnisse bei reduziertem Ressourcenverbrauch. Gleichzeitig folgt die Maschine konsequent dem Human Centered Design: Bedienung und Wartung wurden gezielt auf die Bedürfnisse der Anwender ausgerichtet. Mit dem modularen „Flex Concept“ lässt sich der Dekanter flexibel in bestehende Anlagen integrieren und individuell konfigurieren – maßgeschneidert für kommunale und industrielle Anwendungen.

Die Neuentwicklung steht beispielhaft für Flottwegs strategische Ausrichtung auf innovative, nachhaltige Produktlösungen, die auf jahrzehntelanger Erfahrung basieren und technische Standards neu definieren.

Fazit

Die IFAT Munich 2026 zeigt eindrucksvoll, wie Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammenwirken. Von energieeffizienter Belüftung über digitales Regenwassermanagement, robuste Pumpen- und Fahrzeugtechnik bis hin zu hochleistungsfähiger Schlammentwässerung präsentieren die Aussteller konkrete Lösungen für resiliente Infrastrukturen. Die Messe wird damit erneut zur internationalen Plattform, auf der ökologische Verantwortung, technischer Fortschritt und wirtschaftliche Vernunft in Einklang gebracht werden.

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