19.01.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 1
Mit einem intensiven fachlichen Austausch, innovativen Lösungen und einer starken politischen Präsenz ist die InfraTech Deutschland 2026 am Donnerstag in der Messe Essen erfolgreich zu Ende gegangen. Drei Tage lang stand die Zukunft der Infrastruktur im Mittelpunkt - mit Fokus auf Klimaanpassung, nachhaltige Stadtentwicklung, Mobilität, Wasserwirtschaft und Digitalisierung.
Über 270 Aussteller aus mehr als 20 Ländern präsentierten zukunftsweisende Lösungen für Planung, Bau, Betrieb und Sanierung von Infrastrukturen. 8.146 Fachbesucher von Kommunen, Behörden, Ingenieurbüros, Bauunternehmen und der Industrie nutzten die Messe als zentrale Plattform für Austausch, Wissenstransfer und Vernetzung.
Eröffnet wurde die siebte Ausgabe der InfraTech von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, der die Bedeutung leistungsfähiger und resilienter Infrastrukturen betonte. "Noch vor wenigen Jahren spielte Infrastruktur in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle. Heute wissen wir: Eine funktionierende Infrastruktur ist nicht selbstverständlich", sagte Krischer bei der Eröffnung.
Die InfraTech habe sich zu einer wichtigen Plattform für den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und öffentlicher Hand entwickelt. Investitionen, Innovation und Zusammenarbeit seien entscheidend, um die großen Herausforderungen der kommenden Jahre zu bewältigen.
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Auch Vertreter führender Institutionen und Verbände, darunter der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Straßen.NRW und das IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur - prägten das hochkarätige Konferenz- und Fachprogramm in den Auditorien.
Ein besonderer Höhepunkt der Messe war die Verleihung des InfraTech Innovationspreises 2026. Aus insgesamt 35 Einreichungen nominierte die Jury drei zukunftsweisende Innovationen.
Der Preis ging an RPBL GmbH & Co. OHG für BALASTAN®, einen 100 % natürlichen Klima-Baustoff, der hohe Tragfähigkeit mit exzellenter Wasserdurchlässigkeit verbindet und damit einen wichtigen Beitrag zur klimaresilienten Stadtentwicklung leistet.
"Die große Zahl von Einreichungen zeigt, wie ernst dieser Innovationspreis inzwischen von den Unternehmen genommen wird. Ich wünsche mir, dass wir 2028 auf der nächsten InfraTech noch deutlich mehr Innovationen erreichen und uns die Qual der Wahl noch schwerer fällt", erklärte Juryvorsitzender Dr. Serdar Ulutaş.
Neben dem politischen Dialog stand die InfraTech 2026 ganz im Zeichen praxisnaher Anwendungen. Fachsessions, Podiumsdiskussionen und Masterclasses boten konkrete Einblicke in aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze - von digitalem Straßenmanagement über nachhaltige Materialien bis hin zu Green-&-Blue-Infrastructure-Konzepten.
Eine gut besuchte Messehalle, zahlreiche Gespräche und neu gestartete Kooperationen machten deutlich: Die InfraTech Deutschland hat ihre Rolle als zentraler Treffpunkt der Infrastrukturbranche weiter gefestigt.
"Die große Beteiligung und die inhaltliche Tiefe der Gespräche zeigen, wie wichtig die InfraTech als Plattform für Austausch, Vernetzung und konkrete Lösungen ist", resümierte Messechefin Annemieke den Otter.
Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen begleitete die Messe erneut als Schirmherr. Straßen.NRW und Bauindustrie sind strategischer Partner der InfraTech.