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Dieser Artikel wurde in der Ausgabe der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
HEATEXPO kooperiert mit dem Bundesverband Geothermie
Wärmewende mit Geothermie: Die große Chance
26.06.2024 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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Mit der HEATEXPO initiierte die Messe Dortmund im November 2023 eine neue
europäische Messe-Plattform. Hier gestalten Lösungsanbieter aus den Bereichen
Anlagenbau, Infrastrukturdienstleistung, Beratung sowie Energieversorgung die
Wärmeversorgung der Zukunft. Vom 26. bis 28. November 2024 geht die
Fachmesse in die zweite Runde – eines der großen Themen dabei werden die
Chancen durch den Ausbau der Geothermie sein. Ab sofort können Eintrittskarten
für die HEATEXPO im Online-Ticketshop erworben werden.
Die Messe Dortmund und der Bundesverband Geothermie e.V.
kooperieren im Rahmen der HEATEXPO 2024 und rücken das Thema Erdwärme in den Fokus
der Veranstaltung. Zu den Ausstellern zählen zahlreiche Unternehmen mit Geothermie-Schwerpunkt, darunter die Eavor GmbH, die GNV GmbH, REMKO und Viega Deutschland
sowie darüber hinaus KLINGER Fluid Control, die Rud. Otto Meyer Technik GmbH & Co KG,
TURBODEN, die Alois-Müller-Gruppe und die Bänninger Kunststoff-Produkte GmbH.
Verbandsgeschäftsführer Gregor Dilger erklärt: „Über 190 Aufsuchungserlaubnisse für
Fernwärmeanlagen und weitere Vorhaben der Mitteltiefen und Tiefen Geothermie bezeugen,
dass das Interesse von Stadtwerken, Energieversorgern und Industrieunternehmen immens
ist. Hinzu kommen zahlreiche Projekte mit oberflächennaher Geothermie in Verbindung mit
Wärmepumpen und kalten Nahwärmenetzen, die im Eigenheim oder in Quartieren eine
umweltfreundliche und effiziente Nutzung der Erdwärme ermöglichen. Wir freuen uns sehr,
dass dieses wichtige Thema in diesem Jahr erneut auf der HEATEXPO behandelt werden wird
und noch stärker im Vordergrund stehen wird.“
Bei der Mitteltiefen (von 400 bis 2.500 Metern) und Tiefen (meist ab 2.500 Metern)
Geothermie wird das sogenannte hydrothermale Verfahren angewendet. Dabei wird natürlich
vorkommendes, heißes Tiefenwasser an die Oberfläche gepumpt, wo es seine Energie über
Wärmetauscher beispielsweise an Industriebetriebe abgibt oder über Fernwärmenetze
Haushalte mit Wärme versorgt. Über eine zweite Bohrung fließt das Wasser anschließend
wieder in die Tiefe. Nach bisherigen Untersuchungen bietet das Land Nordrhein-Westfalen sehr gute Voraussetzungen für geothermische Anlagen. Rund 25 Prozent des
Gesamtwärmebedarfs in Deutschland ließen sich mit Geothermie decken – zu diesem
Ergebnis kommt das jüngste Strategiepapier von sechs Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft zum Thema Geothermie.
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An diesem enormen Potenzial orientiert sich auch der NRW-Masterplan Geothermie. Damit
liefert das bevölkerungsreichste Bundesland als erstes eine Strategie zur Nutzung von
klimaneutraler Erdwärme und will damit zum Vorreiter auf diesem Sektor werden. Zentrale
Maßnahmen des Masterplans umfassen ein Explorations- und Bohrprogramm zur
Verbesserung der Datenlage, eine Unterstützung der NRW-Bank zur Reduzierung des
finanziellen Risikos sowie die Förderung von wichtigen Vorerkundungsmaßnahmen.
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