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Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen sind Angaben der jeweiligen Hersteller und wurden redaktionell nicht verifiziert.
Dieser Artikel wurde in der Ausgabe 2 - März / April 2026 der gedruckten Kommunalwirtschaft abgedruckt.
Wie Anklam Industrie, Innovation und Erneuerbare verbindet
18.02.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die Hansestadt Anklam als Energie-Kommune des Monats Februar 2026 aus. Damit die industrielle Transformation in Deutschland gelingen kann, braucht es Kommunen, die mit Herzblut an der Verbindung wirtschaftlicher Perspektiven mit Klimaschutz arbeiten. Anklam unternimmt diesen Kraftakt innovativ und nachahmenswert.
Das 12.000 Einwohner*innen zählende Anklam im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns arbeitet Hand in Hand mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft an der Energiewende. „Industrielle Kompetenz, Bioenergie und mutige Investitionen zeichnen die Aktivitäten der Energie-Kommune des Monats Februar aus“, sagt AEE-Geschäftsführer Dr. Robert Brandt. „Anklam nutzt das Potenzial der Erneuerbaren Energien und schafft so zusätzliche wirtschaftliche Perspektiven für die Hansestadt.“
Zwei Projekte sind in diesem Zusammenhang richtungsweisend: das Innovationsbündnis biogeniV und das in der Umsetzung befindliche Verbundkraftwerk Anklam. Ziele der biogeniV sind die Stärkung der regionalen Bioenergie sowie die nachhaltige Nutzung biogener Reststoffe zur regionalen Energieversorgung. Die mehr als 40 Partner aus Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft gestalten „eine nachhaltig wirtschaftende grüne EnergieRegion, die mit neuen Innovationen zum Strukturwandel und Klimaschutz in der Region beitragen kann“, so das Bündnis. Neue stoffliche und energetische Nutzungspfade sollen bis dato nicht genutzte biogene Reststoffe und biogenes CO₂ mit Erneuerbaren für nachhaltige chemische Grundstoffe und Kraftstoffe einsetzbar machen.
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Das Verbundkraftwerk Anklam plant, mit überschüssigem erneuerbarem Strom jährlich etwa 20.400 Tonnen grünen Wasserstoff zu erzeugen. Dieser wird unter anderem zu grünem Methanol weiterverarbeitet und die bei der Elektrolyse entstehende Abwärme anderweitig genutzt. Das zur Herstellung des Methanols notwendige biogene CO₂ kommt aus der Region. In einer ersten Phase wird bis Anfang 2027 eine Elektrolyseanlage mit 20 Megawatt (MW) realisiert. Nach mehreren darauffolgenden Ausbaustufen plant der Verbund, eine Leistung von 240 MW zu erzielen. Neben neuen Arbeitsplätzen, die dadurch entstehen, legt Anklam hier den Grundstein für die weitere Ansiedlung von Industrie und Forschung. Selbst in der Kommunalen Wärmeplanung spielt die Industrie mit Abwärmenutzung eine Rolle.
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